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Tödliche Schüsse - Kurzfilm zum Buch

toedliche schuesse Kurzfilm einer szenischen Lesung vom 2.11.2007 in Frankfurt a.M. aus dem gleichnamigen Buch von Wolf Wetzel aus Anlaß des 20. Jahrestages der tödlichen Schüsse an der Startbahn West Frankfurt, inklusive der Rückblende “Und Beton brennt doch!”
Autor: Dirk Schneider BRD 2008 (Länge 11:40 min)


Der Film im Internet, Streaming:

-> bei Ourmedia: Online-Video (Flash-Stream, Flashplayer erforderlich)
-> oder: “Tödliche Schüsse” (MP4, VLC-Media-Player empfohlen)
-> oder: “Tödliche Schüsse” (MP2, sehr große Datei !, VLC-Media-Player empfohlen)

Zum Abspielen der Internetvideos im externen Player z.B. als MP4-Datei oder MP2-Datei wird der kostenlose Multi-Mediaplayer VLC-Media-Player empfohlen. Ein kostenloser Flash-Player ist z.B. der “Adobe Flash Player“.

Das Buch ist ab dem 21.4. 2008 lieferbar!

Tödliche Schüsse

Tödliche Schüsse
Eine dokumentarische Erzählung

ISBN-13: 978-3-89771-649-0
Ausstattung: br., 296 Seiten
Preis: 18.00 Euro

Wer einen Infoladen in der Nähe hat, möge das Buch dort kaufen, damit der Gewinn in guten Händen ist. Ansonsten gibt es es das Buch im Buchhandel zu kaufen oder direkt beim Unrast Verlag .

Und wer Interesse an einer Veranstaltung, einer Buchlesung in seiner Stadt hat, möge direkt Kontakt (Formular) aufnehmen oder sich an den Unrast-Verlag wenden.

Szenische Lesung

Am Freitag, den 30.5.2008 findet im

Autonomen Kulturzentrum Hanau

Metzgerstr.8 (www.metzgerstrasse-hanau.org)

eine Vorstellung des Buches “Tödliche Schüsse” statt - von der Startbahn quer durch die 80er Jahre…

Wenn wir es schaffen, wird es wieder eine szenische Lesung, mit einer Dia-Show

Wenn die Erinnerung nicht in die verteidigungswerte Gegenwart passt…

Memories - 1968 in Frankfurt a.M. 01 Auch die schwarz-grüne Stadtregierung in Frankfurt gehört selbstverständlich zu jenen, die sich ›68‹ in ihr Portfolio gelegt haben. Anläßlich des 40-jährigen Jubiläums der ›68er‹ präsentiert das Historische Museum die Ausstellung ›Die 68er. Kurzer Sommer - lange Wirkung‹. Zum Warm-up für Journalisten lud das Presse- und Informationsamt Frankfurt für den 28.4.2008 zu einer Tagesveranstaltung ein:

The times they are changin’ - Die 68er ins Museum?

Im Rahmen dieses Programmes ging es auch in den Club Voltaire, der erfolgreich Kneipe, Veranstaltungsort und Gruppenräume unter einen Hut bringt. Der Club Voltaire, im Zuge der 68er gegründet, gehört zu den wenigen Projekten, die sich bis heute die kritische Distanz zum Bestehenden bewahrt haben - was nicht nur politisch eine Rarität, sondern auch ganz materialistisch betrachtet ein Kunststück ist: Der Club Voltaire liegt in der Innenstadt, nahe der Goethestraße, der ›golden mile‹ Frankfurts, also für Menschen ab 100.000 Euro Einkommen. Genau dort, wo in aller Regel alleine der Quadratmeterpreis politisch Er- bzw. Unerwünschtes ohne großes Aufsehen selektiert.

Die Stadt Frankfurt, in den Händen einer schwarz-grünen Regierung hatte die Location für die Veranstaltung ›Fünf Finger sind eine Faust - Von der Gewalt zum Krisenmanagement?‹ mit Fingerspitzengefühl ausgesucht. Denn sie war und ist nicht nur ein Ort der politischen Debatte, sondern immer wieder in seiner langen Geschichte auch ein Ort der Zuflucht, wenn Menschen vor Polizeieinsätzen zu fliehen versuchten.
weiterlesen ‘Wenn die Erinnerung nicht in die verteidigungswerte Gegenwart passt…’

Buchvorstellung “Tödliche Schüsse”

Am 2.11.2007 jährte sich ein Ereignis, das als Novum in die Geschichte sozialer Bewegungen eingehen sollte: Im Verlauf einer Nachtaktion am Frankfurter Flughafen, an der sich ca. 400 StartbahngegnerInnen beteiligten, wurden tödliche Schüsse auf Polizeibeamte abgegeben.

Tödliche Schüsse Die dokumentarische Erzählung basiert auf über fünfzehn geführte Interviews mit damals Beteiligten. Im Zentrum der Erzählung steht die Rekonstruktion dieser nächtlichen Demonstration: Die LeserInnen begleiten die ProtagonistInnen durch den Wald, an die Startbahn, zurück nach Hause, ins Polizeigewahrsam, zum Verhör - eingeholt von Ereignissen, die ihr bisheriges Leben gewaltig ins Wanken brachten (Hüttendorfräumung/1981, Tod von Günther Saré/1985, Tschernobyl/1986, Strommastaktionen/1986, Demonstration gegen die Plutoniumfabriken Alkem-Nukem in Hanau/1986).

Auch wenn die Auseinandersetzung um die ›Startbahn West‹ im Mittelpunkt dieses Buches steht, so ist es auch ein Buch über die 80er Jahre: der Versuch, zwischen kommunistischen Kaderparteien (KBW, KPD …) und Alternativbewegung, zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und dem ›Marsch durch die Institutionen‹ neue Wege zu gehen.

Dieses Buch verweigert sich absichtsvoll dem medial umhätschelten 68er-Tross ›Glücklich Gescheiterter‹, die mit einer Aura der damals Dabeigewesenen bezeugen sollen, wie gut wir es jetzt haben und wie schlimm es war, als man noch mehr, wenn nicht gar alles wollte!

Sich dem nicht anzuschließen heißt nicht, ins Gegenteil zu verfallen, die 80er Jahre zu mystifizieren, an einer desperaten, selbstgefälligen Legende zu arbeiten. Ich hoffe, dass das hier Erzählte dazu völlig ungeeignet ist.

weiterlesen ‘Buchvorstellung “Tödliche Schüsse”’

33 + Aly = 68

33 + Aly = 68

Nun hat auch der Historiker Götz Aly

die breite Schneise gefunden

die Totalitarismustheoretiker

vor ihm geschlagen hatten

In deren Geisterwelt sind Faschisten und Linke irgendwie

auf jeden Fall eins

ergo die tatsächliche Todfeindschaft

die Ermordung von Kommunisten, ihre Internierung in KZs …

ein großes Missverständnis

das völlig unnötig gewesen wäre

hätten die Hitlers und Goebbels

nur einen dieser gescheiten Totalitarismusgelehrten an ihrer Seite gehabt

Schwamm drüber

weiterlesen ‘33 + Aly = 68′

Wahl-Los

Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer[1]

sagt der hessische Ministerpräsident Roland Koch

auf der Jagd

nach deutschen Wählerstimmen

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Container-Demokratie für die ›Störenfriede‹, städtische Fahrbereitschaft für Neonazis und ein Tag der Visagisten

Container-Demokratie für die ›Störenfriede‹,

städtische Fahrbereitschaft für Neonazis

und ein Tag der Visagisten

 

Für den 19.1.2008 hatte die NPD eine Wahlkampfveranstaltung auf dem Frankfurter Römer angemeldet – nachdem am 7.7.2007 608 Neonazis unter dem Polizeischutz von 8.000 Beamten und am 20.10.2007 96 Neonazis im Schutz von mehreren Tausend Polizeibeamten durch Frankfurt gezogen waren. Zurecht konnte die NPD davon ausgehen, dass sie wieder einmal von einem großen Polizeiaufgebot geschützt werden würde. Und ein Verbot brauchte sie schon gar nicht mehr zu fürchten: Wer will heute noch sicher sagen, wer wen vor sich hertreibt: die CDU die NPD oder die NPD die CDU?

 

Wieder war die Polizei mit einem Großaufgebot zur Stelle. Polizeieinheiten wurden auf die ganze Stadt verteilt, Straßen rund um den Römer gesperrt, der Römer selbst mit Absperrgittern unpassierbar gemacht. Wie viele Polizeibeamte an diesem Tag im Einsatz waren, bleibt Dienstgeheimnis. Nachdem das größte Polizeiaufgebot in der Geschichte Hessen am 7.7.2007 ganz leisen Protest in der Zivilgesellschaft auslöste, kam man ihr entgegen: Fortan macht die Polizeiführung keine genauen Angaben mehr über die eingesetzten Polizeikräfte und agiert damit wie eine Geheim-Polizei.

Über dem Eingang des Römers brachte das Römerberg-Bündnis ein Transparent an: ›Das war ein Vorspiel nur. Dort, wo man Bücher verbrennt …‹

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Foto-Suche

Bild-Suche

Ich suche - nach wie vor - noch Bilder (digitalisiert oder auch nicht) aus dieser Zeit, insbesondere von den antifaschistischen Aktionen gegen die NPD in Frankfurt (Tod von Günther Sare/1985), der Großdemonstration in Hanau gegen Alkem-Nukem im November 1986 , aber auch Fotos von der Startbahn. Zum einen werden einige Bilder die Texte illustrieren, zum anderen beabsichtige ich, die Lesungen mit einer Dia-Show zu begleiten.

Abschießen

 

Verteidigungsminister Franz Josef Jung

will entführte Passagierflugzeuge

abschießen lassen

Von diesem Kurs läßt er sich nicht abbringen

schon gar nicht von Zivilisten.

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Bis alle da sind

 


Vor 20 Jahren kam es zu den tödlichen Schüssen auf Polizisten an der Startbahn West (Teil 1)

Von Wolf Wetzel

Am 2. November 1987 wurde auf die Polizei an der Startbahn West geschossen. Neun Polizeibeamte wurden verletzt, zwei starben. Im Anschluß brach der Widerstand gegen die Erweiterung des Frankfurter Flughafens im Rhein-Main-Gebiet zusammen. Es war ein traumatisches Ereignis für die radikale Ökologiebewegung. Den Verlauf dieser Nacht zeichnen wir als dokumentarische Erzählung von Wolf Wetzel nach. Er hat mehrere Zeitzeugen interviewt. Es handelt sich dabei um einen Vorabdruck aus seinem Buch »Tödliche Schüsse«, das im Frühjahr 2008 im Unrast-Verlag, Münster, erscheinen wird. (jW)

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