Krise des Kapitalismus und krisenhafte Proteste – Edition Assamblage

Ich möchte euch ein Buch vorstellen, das es tatsächlich in den nächsten Wochen zu kaufen gibt (nachdem sich der Druck des Buches zur Geschichte der Häuser- und Stadtkämpfe/Bibliothek des Widerstandes, Band 21, Laika-Verlag noch verzögern wird):

Krise des Kapitalismus  und krisenhafte Proteste

Wolf Wetzel

Edition Assamblage, Münster 2012

TB, farb., 96 Seiten, ca. 12.80
ISBN 978-3-942885-15-7

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Weihnachtsbrief an den Oberbürgermeister-Kandidaten der Frankfurter SPD

                                                        Offener Brief an den Genossen Peter Feldmann

Lieber Genosse Peter,

zum Jahresausklang wirbt deine Partei für eine Veranstaltung:

»Gut Wohnen! Macht Wohnen arm?«

Respekt, Respekt: Wie lange hat deine Partei über diese vordergründig ausgewogene und hintersinnige Paradoxie gebrütet?

Liebe Genosse Peter,

lasst euch für die Beantwortung dieser Frage ruhig Zeit. Noch seid ihr ja in der Opposition, da darf, da muss man ja solch kecke Fragen stellen (dürfen).

Bevor ihr also darauf eine Antwort findet, könntet ihr doch folgende Fragen vorneweg schon einmal beantworten:

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Thesen zur neonazistischen Mordserie des ›Nationalsozialistischen Untergrundes‹ /NSU

Über Synergien zwischen neonazistischem Terror und Staatsterrorismus

(aktualisiert am 25.12.2011)

Über‭ ‬13 Jahre wurde die rassistische Mordserie stereotyp und unisono einem kriminellen, ausländischen Milieu zugeordnet. Von ›Döner-Morden‹ war die Rede. Nun weiß man innerhalb von Tagen alles über einen Nationalsozialistischen Untergrund/NSU, seine Mitglieder, Verbindungen, über sein politisches Umfeld.
Woher weiß man soviel, was man 13 Jahre lang nicht wissen wollte? Was wußte der Verfassungsschutz seit 13 Jahren? Ist die Selbstmordthese zu schön, um wahr zu sein?

 

 

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20.11.2011 – Film und Diskussion zu Griechenland

Film- und Diskussionsreihe

Mit dem griechischen Film „Ein Schrei im Dezember“ eröffnen wir hiermit eine Veranstaltungsreihe, die  alle zwei Monate einen Film aus der Reihe „Bibliothek des Widerstands“ zeigt und zur Diskussion darüber einläd.

„Ein Schrei im Dezember“ entstand 2009 als Reaktion auf den Tod des 15jährigen Alexandros Grigoropoulos, der am 6. Dezember 2008 im Athener Stadtteil Exarcheia aus nichtigem Anlaß von der Polizei erschossen wurde – Zeugen sagen aus: weil sich ein Streifenbeamter von einem Wurf mit einer Plastikflasche provoziert gefühlt hatte. Die Polizisten stiegen aus dem beworfenen Auto aus, und eröffneten nach allerlei obszönen Drohungen das Feuer. Danach fuhren sie weiter und ließen den Jungen liegen….

Im Anschluss an diesen Film laden wir zu einer Diskussion über die gegenwärtige soziale und politische Krise in Griechenland ein – verbunden mit der Frage: Welche politischen Perspektiven gibt es in der griechischen Linken?

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17. November 2011 – Veranstaltung ‘Besetzen lohnt sich – bleiben auch’ Uni/Frankfurt

Besetzen lohnt sich –bleiben auch !!!

Am 20. Oktober besetzten TeilnehmerInnen einer studentischen Vollversammlung das Haus in der Schumannstraße 60. Sie machten auf den Widerspruch zwischen skandalösem Leerstand von Landes-Immobilien und der katastrophalen Wohnraumnot in Frankfurt aufmerksam. Während die Polizei das Haus noch am gleichen Abend mit brutaler Gewalt räumte, bekundeten zahlreiche BürgerInnen ihre Solidarität mit den AktivistInnen.

So ist in den „Häuserkampf von oben“ (Vertreibung, Mieterhöhungen, Umwandlung in Eigentumswohnungen, Gentrifzierung usw.) glücklicherweise auch Bewegung von unten gekommen.
In Frankfurt sind ebenso wie in anderen Städten zahlreiche Initiativen entstanden: MieterInnen-Initiativen, Recht auf Stadt-Gruppen, Gruppen gegen Privatisierungspläne und Großprojekte…

Es gibt viele grundsätzliche Fragen, die alle Initiativen beantworten müssen/sollten und es gibt hoffentlich auch den Wunsch, die unterschiedlichen Initiativen zusammenzubringen, gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Andrej Holm und Wolf Wetzel referieren und gehen auf folgende Themen  ein:

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Ist Griechenland am Ende – oder ein Schritt weiter?

Hellas heller Wahnsinn – Quo vadis?

Im Oktober 2011 akzeptierte die griechische Regierung das nächste Verarmungsprogramm der EU-Troika. Die griechische Regierung erklärte sich zu einem noch mieseren Kapitalismus bereit. Im Gegenzug gewährte man ihr weitere Kredite und stellte einen Schuldenschnitt von 50 Prozent in Aussicht.
Kaum verklang der Play-back EU-Chor mit seinem Dauer-Refrain ›Dieser Rettungsschirm wird niemals untergehen‹, da platzte der griechische Ministerpräsident Papandreou mit der Ankündigung dazwischen, man werde eine bindende Volksbefragung über die gerade beschlossenen ›Hilfspakete‹ durchführen . Die ersten Stellungnahmen von EU-Politikern schwankten zwischen Sprachlosigkeit und dem Understatement, man werde sich nicht in die inneren Angelegenheiten Griechenlands einmischen.
Das Dilemma lag klar auf dem Tisch: Würde man sich offen gegen eine Volksbefragung aussprechen, wäre die Seifenblase ›Alles diene den Griechen‹ sofort geplatzt.
Fände hingegen die Volksbefragung statt, wäre eine Niederlage der gegenwärtigen Regierung geradezu vorprogrammiert. Damit stünde der Billionen-Damm bereits unter Wasser, bevor er aufgebaut ist.

Bundeskanzlerin Merkel prüft die Strafarbeit

Die Wiege der Demokratie brennt lichterloh

Wie macht man der griechischen Regierung deutlich, wieviel Demokratie noch erlaubt ist, ohne als Besatzungsmacht aufzutreten? Man nimmt die griechischen Parteien, die sich Regierung und Opposition nennen, in den Schwitzkasten, presst beiden so lange die Luft ab, bis sie die Lösung gefunden haben, die ihnen die EU-Emissäre alternativlos vorgelegt hatten.
Das finanzpolitische Waterboarding hatte Erfolg: Nur einen Tag, nachdem der Ministerpräsident Papandreou die Volksbefragung für »die höchste Form der Demokratie« hielt, zog er das Referendum zurück und erklärte sich mit einer Notregierung einverstanden, die nur eine Aufgabe hat: das neue Verarmungspaket abzunicken.
Angeblich schließt dieses Erpresserpaket Neuwahlen im Frühling 2012 ein.
Steht außer katastrophalen Aussichten und Drohungen noch etwas anderes zur Wahl?

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14. November 2011 – Veranstaltung zur Frankfurter Stadtgeschichte

Veranstaltung im Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstraße 5 am 14. November 2011 um 20 Uhr:

Lesung und Diskussion über Häuserkampf von unten und Häuserkampf von oben….

aus dem Buch ›Wir wollen alles‹ – Häuserkampf von 1970 – 1985 (Band 21), Wolf Wetzel, LAIKA-Verlag, Hamburg, 2011/12

Die Lesung beginnt mit einem fast stattgefundenen Ereignis aus dem Jahr 1973: Ton Steine und Scherben – Sturm auf das Polizeipräsidium in Frankfurt

Dem folgt ein Blick hinter die feindlichen Linien in Freiburg aus dem Jahr 1980/81: Der Häuserkampf und der Kommissar

Der dritte Teil kehrt nach Frankfurt zurück, beginnt im Jahr 1972 und reicht bis in die Gegenwart: Die Frankfurter Skyline – ein Ensemble aus Schwarzbauten oder: der Häuserkampf von oben…kriminell erfolgreich

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der BI „Ratschlag Campus Bockenheim“

Wer sich in die krimitaugliche Geschichte Frankfurter Stadtgeschichte einlesen möchte, der kann sie hier umsehen: http://wolfwetzel.wordpress.com/category/02-bucher/geschichte-der-hauserkampfe/

Programm des Club Voltaire

Occupy Frankfurt – Eine Zwischenbilanz ….

Occupy Frankfurt – ich lieb dich, ich lieb dich nicht….

Kaum jemand kannte die Gruppe Occupy Frankfurt, die für den 15. Oktober 2011 zu einer Demonstration vor der Europäischen Zentralbank/EZB aufgerufen hatte. Den wenigsten waren Inhalte und Forderungen bekannt. Niemand wusste, was es zu bedeuten hat, wenn die Initiatoren ankündigten: Wir sind gekommen, um zu bleiben. Niemand kam, weil er/sie das Flugblatt der Gruppe aufmerksam gelesen hatte. Weder gab es ein Flugblatt, noch eine Erklärung, die alles bisherige in den Schatten gestellt hätte…
Was eigentlich für einen Flop spricht, wurde ein Herbstmärchen: Über 8.000 Menschen folgten diesem Getwitter, eine Überraschung für die Initiatoren und für viele, die die politische Landschaft – gerade in Frankfurt – kennen.
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Interview mit der Frankfurter Neuen Presse zur Stadt- und Wohnungspolitik

Interview der Frankfurter Neuen Presse/FNP vom 14.10.2011

Häuserkampf droht uns nicht mehr – Autor kristiert aber, dass günstiger Wohnraum fehlt und rechnet mit Ärger

Steigende Mieten und Luxussanierungen sind an der Tagesordnung in Frankfurt – und erinnern an die Situation vor 40 Jahren. Junge Menschen protestierten dagegen und besetzten sogar Häuser. Wolf Wetzel war aktiv dabei in der Hausbesetzerszene und hat jetzt ein Buch mit dem Titel „Geschichte der Häuserkämpfe – Wir wollen alles“ veröffentlicht. FNP-Mitarbeiterin Susanne Metz sprach mit ihm über damals und heute.

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Monopoly und/oder Barricada – Wem gehört die Stadt /Teil II

Im ersten Teil sollten die Fragen beantwortet werden:

1. Hat sich etwas in den letzten 30 Jahren verändert und wenn ja, was genau … und: Warum muss man das wissen!

2. Gentrifidingsbums – ein Anliegen mit vielen Missverständnissen. Also von eingeworfenen Scheiben und aufgeworfenen Fragen

Der zweite Teil widmet sich den Fragen:

3. Der sinkende Regierungstanker: Primat der Politik versus Diktatur des Marktes

4. Kurswechsel: Es geht um die Lords dieser Stadt-Politik und erst dann um die Gentries.

5. Strategien: Gegen Aufwertungen hilft kein Klagen, sondern nur eines: Entwertung

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