„Der NSU-VS-Komplex“ – Eine Buchbesprechung von Fariss Wogatzki

„Der NSU-VS-Komplex“ – Eine Buchbesprechung von Fariss Wogatzki
Der Verfassungsschutz der BRD, die ihr im Grundhandeln des deutschen Rechtsstaates inbegriffenen Bundesregierung, haben mit dem bewusst auf Täuschung ausgelegten, rassistischen Begriff „Dönermorde“ einen Fakt offenbart, dem der Journalist Wolf Wetzel in seinem Buch „Der NSU-VS-Komplex“ akribisch nachgegangen ist.

Dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) „mit enormen staatlichen Aufwand geradezu für den terroristischen Untergrund aktiviert“ wurde, zeigt das journalistisch fundierte Buch in erschütternder Deutlichkeit. Der Leser erkennt, dass mehrfacher Mord im bundesdeutschen Rechtsstaat „unterstützt und gedeckt wurde“. V-Leute, bundesdeutsche inoffizielle Mitarbeiter „gefälschte Ausweise oder gar Blankoausweispapiere“ für terroristische Mörder besorgten. Der erschütternder Faktenbericht von Wolf Wetzel geht den von medial so genannten ermittlungsdienstlichen „Pannen“ durchzogenen Spuren nach, die in ihrer Beweiskraft, eben auch durch mediale Unterstützung in klarer Weise belegt: Es gibt keinen Staat im Staat, denn die kriminelle Grundstruktur des Staates selbst.

Über Jahre hinweg wurden durch direkte staatliche Zuarbeit, von üppigen finanziellen Zuwendungen auch an die NSU, sowie unterlassenen Tatvereitelungen ein in seiner Tragweite offenkundiger Fakt dargelegt: Die bewusste, vom Verfassungsschutz bis zum Highend der Bundesrepublik offensichtliche Duldung bis Forcierung von Mord an Menschen türkischer Herkunft in Deutschland.

Weshalb denn so etwas, könnte sich der Leser fragen.

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Zehn NSU-Morde und drei tote Zeugen

Zehn NSU-Morde und drei tote Zeugen

(aktualisiert am 1.4.2015)

Am 28. März 2015 wurde »eine 20-jährige Zeugin im Prozess um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) tot in ihrer Wohnung aufgefunden.« Laut Polizeiangaben wurde sie von ihrem Lebensgefährten mit Krampfanfällen in der Wohnung gefunden. Die herbeigerufenen Ärzte konnten ihr Leben nicht retten. Einem vorläufigen Obduktionsbericht zufolge sei sie an einer Lungenembolie gestorben.

Wie eine 20-Jährige an einer Lungenembolie sterben kann, erklärten die Ermittler auch. Sie habe sich vier Tage zuvor eine Prellung im Knie zugezogen, die auch ärztlich behandelt wurde, wozu auch eine Thrombosevorsorge zählte. Diese sollte jedoch nicht verhindern, dass sich ein Thrombus gelöst habe, der letztendlich die Lungenembolie verursacht habe.
Genau so sehen das Dr. Tobias Wagner/Staatsanwalt und Fritz Bachholz/Erster Polizeihauptkommissar in einer gemeinsamen Pressekonferenz vom 30.3.2015.

Es ist die dritte Zeugin, die aufgrund von gemachten Aussagen zum NSU-VS-Komplex, stirbt. Sie heißt Melisa Marijanovic.

jW-Titelseite-3-2015 Den Rest des Beitrags lesen »

Prof. Hajo Funke über den Aufklärungswillen in Baden-Württemberg

Aufklärung mit Persilschein-Garantie

Mittlerweilen liegt der Bericht der Ermittlungsgruppe Umfeld/EU des Innenministeriums Baden-Württemberg vor. Eigentliche Aufgabe dieser „Ermittlungsgruppe“ war, die Verbindungen zwischen dem Nationalsozialistischen Untergrund/NSU und neonazistischen Strukturen in Baden-Württemberg aufzudecken –  bis hin zu Rolle von Polizisten, die sich in ihrer Freizeit der rassistischen Organisation Ku Klux Klan/KKK angeschlossen haben, die Rolle von V-Leuten, die im Umfeld von Neonazis plaziert waren und nicht zuletzt die Frage beantworten, ob staatliche Behörden bereits vor 2011 von der Existenz des NSU wußten…

Was dabei herausgekommen, hat Prof. Hajo Funke mit kaum noch zu verbergender Fassungslosigkeit zusammengefasst:

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Prof. Hajo Funke – Nichtkonsensuales zum NSU-VS-Komplex

„Wir wußten nichts und wußten sehr viel.“ (Prof. Hajo Funke)

oder: staatliches Täterwissen

Prof. Hajo Funke hat mit Blick auf den NSU-VS-Komplex in einem NDR-Interview ganz wichtige Knackpunkte angesprochen:

Über die Staatslegende von einem NSU, der nur aus drei Mitgliedern bestehen darf, und die als „Farce“ im Prozess in München justiziabel gemacht werden soll.

Über die Täter, die am Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 beteiligt waren, und nicht gefunden werden dürfen.

Ohne die Tatbeiträge der V-Leute im und im Nahbreich des NSU-Netzwerkes lässt sich weder die neonazistische Terror- und Mordserie, noch der massive Nicht-Aufklärungwillen der Behörden verstehen.

Warum schweigen die Medien so einstimmig und konsensual über die Todesumstände des Zeugen Florian Heilig, der zu dem Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 Aussagen machen wollte und sich am selben Tag aufgrund von „Beziehungsproblemen “ umgebracht haben soll.

Das Interview ist kurz, klar und unmissverständlich – und wohltuend.

http://www.ndr.de/info/audio183419.html