„Institution M.“ – ein Agent, der nicht aus der Kälte kam

Seit dem 26. September 2016 steht Werner Maus in Bochum vor Gericht.

Sein Berufsbild ist verspielt unscharf: Die einen nennen ihn „Privatdetektiv“, die anderen einen „Undercover-Agenten“ oder „Selfmade-Agenten“. Mit semi-staatlichen Weihen statten ihn Bundesnachrichtendienst/BND und ‚Verfassungsschutz’ aus: Dort bekam er den Namen „Institution M.“ (SZ vom 5.4.2016).

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Der Vorwurf lautet: Steuerbetrug. Ein notwendige Lappalie, wenn man das Feld hinter dem Steuerbetrug ausleuchtet:

Publiziert auf NachDenkSeiten am 5.10.2016: http://www.nachdenkseiten.de/?p=35294

Von Wolf Wetzel

Der Rechtsstaat im Untergrund. Big Brother, der NSU-Komplex und die notwendige Illoyalität“, PapyRossa Verlag, 219 Seiten, 14,90 €

 

Der Fall Barschel und das “Unbekannte”

(aktualisiert am 13.2.2016)

Am 13. Feburar 2016 wiederholt Eins Festival einen Spielfilm zum Fall Barschel: Was geschah nach dem „Ehrenwort“? (Regie: Kilian Riedhof)

“Es war eine der größten und geheimnisvollsten Politaffären der Bundesrepublik: Waterkant-Gate, der Fall Uwe Barschel. Und der ist auch 28 Jahre später noch nicht geklärt. Das Erste hat jetzt einen realitätsnahen Spielfilm daraus gemacht.”

 

Der-Fall-Barschel-Film-Cover-2016

 

Seit dreißig Jahren werden KritikerInnen, die den Mord an dem ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel für wahrscheinlicher halten als die Selbstmordthese, als VerschwörungstheoretikerInnen oder Konspirologen, also Spinner bezeichnet. Was hat es damit auf sich?

Das Besondere an diesem dreistündigen Film ist, dass er ein Mordgeschehen nicht für eine durchgeknallte Spinnerei hält, sondern für eine von zwei möglichen Tatabläufen. Das ist doch ziemlich viel für einen Samstagskrimi, der zuvor  im Ersten Deutschen Fernsehen um 20.15 Uhr ausgestrahlt wurde.

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Ex-Ministerpräsident Uwe Barschel – die offizielle Selbstmordthese stirbt auf Raten

Uwe Barschel – die offizielle Selbstmordthese stirbt auf Raten

Seit zweieinhalb Jahrzehnten werden KritikerInnen, die den Mord an dem ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel für wahrscheinlicher halten als die Selbstmordthese, als VerschwörungstheoretikerInnen oder Konspirologen, also Spinner bezeichnet.
Wer genug Zeit hat und die Geduld nicht verliert, wird gelegentlich belohnt: 25 Jahre nach dem ›mysteriösen‹ Tod von Uwe Barschel kommt eine kriminaltechnische Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Uwe Barschel in seinem Hotelzimmer, wo er Selbstmord begangen haben soll, nicht alleine war:

»LKA-Spezialisten hätten auf Socken, Krawatte und der Strickjacke, die Barschel in der Nacht seines Todes im Genfer Hotel Beau Rivage trug, Rückstände sichergestellt, so CDU-Mann Kalinka. Laut Welt am Sonntag ist das genetische Material des Unbekannten noch gut genug erhalten, um es mit möglichen Verdächtigen vergleichen zu können. Der neue DNA-Fund stützt die Theorie, dass Barschel zum Zeitpunkt seines Todes nicht wie bisher angenommen allein in seinem Hotelzimmer war.« (Der Spiegel vom 28.7.2012)

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Grass(er) Un-Frieden – Wer bringt welchen (Welt-)Frieden in Gefahr?

Grass(er) Un-Frieden – Wer bringt welchen (Welt-)Frieden in Gefahr?

Die Reaktionen auf das  Gedicht von Günter GrassWas gesagt werden muss“, eine massive Kritik an der gegenwärtigen israelischen Regierung, bevorzugen in weiten Teilen Nebenkriegsschauplätze, zu denen auch Grass beigetragen hat.
Im Kern bringt Günter Grass etwas zur Sprache, was im Mainstream der westlichen Medien tunlichst klein gehalten bzw. verschwiegen wird.
Der Staat Israel ist seit Jahrzehnten im Besitz von Atomwaffen, verweigert jede Überprüfung, verweigert jede politische Stellungnahme, jede Klärung.

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6.10.2012 BCC-Tagung in Frankfurt – Umweltpolitik zwischen Legalität und Kriminalität

EINLADUNG

zur diesjährigen BCC-Fachtagung am 6. Oktober 2012  in Frankfurt am Main, Saalbau Bockenheim,

60486 Frankfurt a. M., Schwälmer Straße 28 /Kurfürstenplatz. Beginn :  10.00 Uhr, Ende: 18.30 Uhr.

Umweltpolitik zwischen Legalität und Kriminalität

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Der Kampf gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage/WAA in Wackersdorf

Ein Rückblick anlässlich des 25 jährigen Jubiläums (1986 – 2011)

1985 sollte mit dem Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage/WAA samt einer MOX-Brennelemente-Fabrik in Wackersdorf begonnen werden. 1989 wurde das Projekt eingestellt, über 10 Milliarden Mark in den Sand gesetzt.
Lag es an den ›bürgerkriegsähnlichen Zuständen‹ Pfingsten 1986, als über 40.000 AtomkraftgegnerInnen den ›Bauplatz zur Wiese‹ (Slogan der Anti-AKW-Bewegung) machen wollten?

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20.3.2011- Die Mär von der friedlichen Nutzung der Atomenergie

In der Todeszone der Atompolitik


Dem nachfolgenden Text liegen folgende Thesen zugrunde:

Die Behauptung von der Beherrschbarkeit der Atomenergie ist widerlegt, selbst wenn man den idealen Fall annimmt, dass alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Das Restrisiko der Atomenergie ist nicht mit Technologien zu vergleichen, die ebenfalls mit einem solchen leben. Bekanntermaßen ist im Kapitalismus alles versicherbar – nur keine Atomkraftwerke. Nicht anders verhält sich mit der Haftungspflicht. Ausschließlich bei der Atomenergie existiert sie nicht – bzw. in einer lächerlich symbolischen Größe. Dieser haftungslose Zustand gilt in Deutschland wie in Japan:‭ ‬“Ein Gesetz von‭ ‬1961‭ ‬begrenzt die Haftung für Tepco auf‭ ‬120‭ ‬Milliarden Yen‭ (‬umgerechnet eine Milliarde Euro‭)‬,‭ ‬falls die Ursache für die Reaktorprobleme eine schwere Naturkatastrophe mit Ausnahmecharakter ist.‭ ‬Alle anderen Kosten müsste der Staat übernehmen.‭“‬ (FR vom‭ ‬29.3.2011‭)

Das Restrisiko kommt einer Kriegsdrohung (gegen die eigene Bevölkerung) gleich.

Die Behauptung, dass die zivile von der militärischen Nutzung der Atomenergie zu trennen ist, ist mehrfach widerlegt: Indien, Pakistan, Korea, Israel haben allesamt die zivile Nutzung der Atomenergie dazu genutzt, an das Material für eine Atombombe zu gelangen, mit Erfolg. Die zivile Nutzung der Atomenergie ist immer die Tür zur militärischen Nutzung.

Die zivile Nutzung der Atomenergie beinhaltet für alle Regierungen die Option auf die Atomwaffe.

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