Warum wurde der Mordanschlag in Heilbronn 2007 nicht verhindert?

Warum wurde der Mordanschlag in Heilbronn

2007 nicht verhindert?

aktualisiert am 3.11.2014

»So ist weiterhin ungeklärt, warum dieses Trio all die Jahre nicht entdeckt wurde. Bis hin zu dem ungeheuerlichen Verdacht, daß sie vielleicht gar nicht gefasst werden sollten. Und nach wie vor ist auch ungeklärt, ob der NSU tatsächlich nur aus drei Personen bestand

Mit diesen Worten leitete die Moderatorin Marietta Slomka am 14. Januar 2014, zwei Tage, bevor in München erstmals der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn verhandelt wurde, einen TV-Beitrag im ›heute-journal‹ ein. Man muss der Moderatorin dafür danken, dass sie diesen Verdacht in die Primetime brachte – für den es mehr Indizien gibt, als für die offizielle Version.

In der Anklageschrift werden die beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos für diesen Mordanschlag verantwortlich gemacht.

Laut Generalbundesanwaltschaft/GBA galt dieser Mordanschlag zwei »Repräsentanten des Staates«. Es soll sich demnach um »Zufallsopfer« gehandelt haben.

Das Ziel dieses Mordanschlages soll gewesen sein, sich in Besitz der beiden Dienstwaffen zu bringen.

Trauer-um-Polizistin-Kiesewetter

Als Beweis für die Täterschaft der beiden NSU-Mitglieder werden die 2011 im Campingwagen gefundenen Waffen angeführt. Außerdem habe man in der Wohnung in Zwickau eine Jogginghose gefunden, auf der sich das Blut vom Michele Kiesewetter befand.

»Wenn ein Killerkommando von Thüringen nach Süddeutschland fährt, um in einer Kleinstadt dort eine Polizistin umzubringen und ihr die Dienstwaffe abzunehmen – dann muss man schon von der Bundesanwaltschaft sein, um es für einen Zufall zu halten, dass diese Polizistin ausgerechnet aus der gleichen Thüringer Ecke stammt wie das Killerkommando selbst …« (S.147)

Ein solcher Erkenntnisstand, der sich mittlerweile auch in der Anklageschrift in München wiederfindet, ist selbst für einen Kriminalkommissar im Roman des Krimiautoren Ulrich Ritzel (›Trotzkis Narr‹) eine Beleidigung.

Nichts ist unwahrscheinlicher als diese Version.

Fangen wir vom Ende her an: Für den letzten Banküberfall in Eisenach 2011 hatten sich die uns bekannten NSU-Mitglieder einen Campingwagen gemietet. Glaubt im Ernst jemand daran, dass man die Waffen und Handschellen von Polizisten aus der Wohnung in Zwickau holt, um sie in den angemieteten Campingwagen zu legen? Glaubt jemand in Ernst daran, dass man extra eine mit dem Blut von Michèle Kiesewetter getränkte Jogginghose in der Wohnung in Zwickau aufbewahrt, um ganz sicher wegen eines Mordanschlages angeklagt zu werden?
Auch das angebliche Motiv dieses Mordanschlages ist mehr als dumm und haarsträubend: Die uns bekannten NSU-Mitglieder waren im Besitz von zahlreichen Kurz- und Langwaffen. Wenn man der offiziellen Version Glauben schenken darf, kamen auf die beiden Mitglieder jeweils mehr als fünf Waffen. Wenn es dem NSU an irgendetwas gefehlt hat, dann sicherlich nicht an Waffen, in deren Besitz sie kamen, ohne Polizeibeamte umzubringen.
Und wenn man der Version dennoch eine Sekunde glauben will: Müssen Neonazis Hunderte von Kilometer fahren, um Polizeibeamte in Heilbronn zu entwaffnen? Gibt es keine Polizisten in Thüringen?
Selbst nach offizieller Version handelte der NSU sehr professionell und überlegt. Man hat in allen Fällen das Opfer sehr genau ausgespäht, den Ort, die Umstände, den richtigen Zeitpunkt, einen möglichen Fluchtweg genausten erkundet. Gleichfalls hat man dafür gesorgt, dass es möglichst keine Zeugen für diese Mordanschläge geben konnte.
Nichts, aber auch gar nichts spricht dafür, dass NSU-Mitglieder aus Zwickau anreisen, um Polizeibeamte umzubringen, die zufällig auf den Theresienwiese eine Pause machen – zu einer Zeit, als ca. 150 Schausteller mit Vorbereitungen für das bevorstehende Heilbonner Maifest beschäftigt waren.

 

Festplatz-Theresienwiese
Was tatsächlich dort gegen 14 Uhr passiert ist, weiß man bis heute nicht. Sicher ist jedoch, dass für die offizielle Version wenig, bis gar nichts spricht, für einen anderen Ablauf sehr viel:

Die beiden Polizisten hatten am 25.4.2007 nicht zufällig Pause gemacht, sondern waren zu einem Treffen verabredet. Die Täter bzw. Beteiligten hatten zuvor Kontakt mit den Polizeibeamten. Dies zu verifizieren, wäre Aufgabe der Staatsanwaltschaft gewesen. Genau dies wurde vorsätzlich unterlassen. Das Handy von Michèle Kiesewetter wurde nicht sichergestellt, die Verbindungsdaten (der letzten Anrufer, der letzten Telefonate) nicht dokumentiert und ausgewertet. Ebenso unterblieb die Auswertung ihres E-Mail-Verkehrs.
Wenn der Tatort also feststand, konnte man ihn den Umständen entsprechend abgesichern. Zeugen sprechen von mindestens sechs Personen, die sich in Tatortnähe aufgehalten haben:

»Eine Frau berichtete der Polizei von einem Mann mit blutbeschmiertem Arm, der über die Kreuzung lief, ein weiterer Zeuge gab an, drei Verdächtige unterhalb der Theresienwiese gesehen zu haben, zwei Männer und eine Frau mit weißem Kopftuch. Er habe deutlich gesehen, dass einer der Männer Blut an den Händen hatte und sich die Hände im Neckar wusch.
Ein anderer Mann hat ein Auto warten sehen, auf das eine Person zurannte und hineinhechtete, ebenfalls mit blutbeschmiertem Arm. Das Landeskriminalamt stellte 2009 die Hypothese auf, an der Tat seien womöglich bis zu sechs Personen beteiligt gewesen. Es wurden auch zahlreiche Phantombilder erstellt, doch nie wurde mit einem von ihnen gefahndet. Die Ermittler hielten die Angaben für unglaubwürdig.« (welt.de vom 4.1.2014)
Tatsächlich fand man blutige Taschentücher, die laut Arnolds Rechtsanwalt Walter Martinek »bis heute nicht untersucht worden sind«. (NSU-Prozess: ›Zu viele Zufälle‹, Kontext Nr. 147)

Wenn dort ein gezielter Mord geplant war, dann verlangt das ein planvolles und aufwendiges Vorgehen. Man muss den Weg dorthin sichern, man muss gewährleisten, dass das Treffen unbeobachtet ist. Man muss vor allem dafür sorgen, dass man schnell vom Tatort wegkommt. Das muss hochprofessionell geschehen, wenn man davon ausgehen muss, dass in diesem Fall keine ›Pannen‹ passieren würden, sondern eine sofortige Ringfahndung die Antwort wäre.
Tatsächlich gibt es Zeugen, die sowohl ein Fahrzeug gesehen haben, als auch einen Mann, der mit blutverschmierten Händen in das Auto stieg. Auch die Handlungen des Fahrers sind beschrieben worden: Er rief mehrmals dawei, dawei, was auf russisch bedeutet: schnell, schnell…
Dass sich am und rund um den Tatort auch V-Leute und V-Mann-Führer aufhielten, ist ebenfalls belegt. Das spricht dafür, dass dieses Treffen sehr wohl bekannt war und möglicherweise auch von Staatsschutzseite abgesichert wurde.
Was bei diesem Treffen geplant war, was möglicherweise schief lief, wissen die Ermittlungsbehörden am besten. Wären deutsche Behörden, V-Leute nicht in dieses tödliche Ereignis involviert, könnte man von einem ganz sicher ausgehen: Man hätte jede, auch die kleinste Chance genutzt, um die Täter zu finden.
Genau dies ist nicht passiert. Man hatte kein Interesse daran, die Mörder zu finden.Wenn sich mehrere V-Männer und V-Mann-Führer in Tatortnähe aufgehalten haben, dann wäre ihnen sicherlich auch das Fluchtauto aufgefallen, dann hätte sofort eine Fahndung eingeleitet werden können. Die Chance der TäterInnen, unerkannt zu entkommen, wäre in einem solchen Fall mehr als gering. Die Behauptung, man habe damals keine Spur zu möglichen Täter gehabt, kann also nur vorsätzlich falsch sein.
Wenn das Gericht in München auch nur im Ansatz ein Interesse daran hat, die offizielle Version zu überprüfen, dann wäre die Vorladung der V-Leute und V-Mann-Führer, die Beiziehung der Akten eine Selbstverständlichkeit, um herauszubekommen, was sie an diesem Tag, an diesem Ort machten, welchen Auftrag sie hatten und was sie (nicht) gesehen haben.
Zu den wichtigsten Fahndungsmitteln zählen neben Zeugenaussagen auch Phantombilder von möglichen TäterInnen, die mit Hilfe der Zeugen angefertigt werden.
Von diesen gibt es zahlreiche – auch solche, die mithilfe des schwer verletzten Polizisten Martin Arnold angefertigt wurden.

Was in jeden anderen Fall ein Glücksfall ist, wurde in diesem Fall mit Vorsatz unterlassen: die Staatsanwaltschaft gab die irrsinnige Anweisung, mit diesen Phantombildern nicht zu fahnden.
Für diese absichtliche Verhinderung der Aufklärung gibt es eine vernünftige Antwort: Die Fahndung mithilfe dieser Phantombilder würde zu Tätern führen, die bis heute gedeckt werden sollen.
Auf den Phantombildern sind 14 Personen zu erkennen: Kein einziges Phantombild ähnelt auch nur im Ansatz Uwe Böhnhardt bzw.Uwe Mundlos.

 

Quelle: Kontext Nr.120

Quelle: Kontext Nr.120

Warum fahnden die Behörden nicht heute mithilfe dieser Phantombilder? Warum ließen Freunde von Martin Arnold durchblicken, dass ihr Kollege Angst vor noch lebenden Täter habe?
Martin Arnold hat allen Grund, diese Angst zu äußern. Denn die Phantombilder weisen auf einige Neonazis, die der Polizei und dem Verfassungsschutz sehr wohl bekannt sind. Auch eine weitere Annahme ist alles andere gewagt: Würde es sich nur um Neonazis handeln, würde man sie im Fall eines Polizistenmordes – bei aller Sympathie für neonazistische Ideologien – opfern. Anders verhält es sich jedoch, wenn ihre Festnahme, ihre Anklage dazu führen würde, dass sie sich als V-Leute outen würden/könnten. Dann wäre es mit dem Korpsgeist, der auch in Baden-Württemberg sehr gepflegt wird, vorbei.
Dann stände die Frage im Raum: Warum wurde dieser Mordanschlag nicht verhindert?

Organisierte Ahnungslosigkeit

Im August 2003 traf sich der Referatsleiter für Rechtsextremismus Günther Stengel vom LfV Baden-Württemberg mit einem Informanten bzw. Hinweisgeber, der sich mit dem Namen ›Stauffenberg‹ vorstellte: Dieser gab an, dass es eine neonazistische Terrorgruppe namens ›NSU‹ gäbe. Er nannte namentlich mehrere Mitglieder des NSU. Stengel verfasste am Ende dieses Gespräches einen umfangreichen Bericht. Als dieser auf dem Tisch des Präsidenten des LfV Baden-Württemberg landete, wurde Stengel einbestellt und angewiesen, diesen Bericht zu vernichten. Übrig bleiben sollte nur einen Vermerk über ein ergebnisloses Treffen mit dem Informanten – was nichts anderes ist, als eine rechtswidrige Anweisung, Beweismittel zu manipulieren.
Von diesem Hinweis aus dem Jahr 2003 erfuhr die Öffentlichkeit erst, als der damalige Referatsleiter Stengel im Berliner Untersuchungsausschuss am 13.9.2012 als Zeuge befragt wurde. Zum Ärger aller Vorgesetzten erinnerte er sich an diesen Vorgang.

»Informant Stauffenberg, so der Zeuge (…), nannte ihm fünf Personen. Einer hieß Mundlos. Den habe er sich merken können, weil er damals witzelte: das passe ja zu seiner Tätigkeit als Geheimdienstler. Die vier anderen Namen habe er notiert, wisse sie aber nicht mehr.« (Thomas Moser, Kontext-Zeitung, Ausgabe 77/2012)

Doch nicht nur die lange Zeit zwischen 2003 und der Befragung im Jahr 2012 lässt offen, an welche Namen er sich noch erinnern kann. In vielen Punkten untersteht er immer noch der Schweigepflicht. Eine Schweigepflicht, die nur dann aufrechterhalten wird, wenn höhere Staatsinteressen dies gebieten.
Nachdem nicht mehr aus der Welt zu schaffen war, dass deutsche Behörden seit 2003 von der Existenz des ›NSU‹ wussten, also auch von der starken Einbindung neonazistischer Kader in Baden-Württemberg, setzte die Maschinerie der Verschleierung abermals in Gang: Man behauptete, der Informant sei unglaubwürdig, die Hinweise wären nicht tragfähig gewesen und das Erinnerungsvermögen des ehemaligen Referatsleiters Stengel sei eine Belastung ….

»Er wurde observiert. Und zwar so, dass er es bemerken sollte. Er kennt das, er hat selber für das LfV jahrelang Observationen durchgeführt und geleitet. Sein Telefon wurde abgehört, sodass er es merken sollte. An seinem Auto klemmten an der Windschutzscheibe unter den Wischern Zettel mit Sätzen wie ›Reden ist Silber, Schweigen ist Gold‹. Er geht davon aus, das waren seine Exkollegen … Stengel bekam Beförderungsstopp und wurde ernstlich krank. Er schied aus dem Dienst aus, 55 Jahre alt.« (Doppelspiel der Schlapphüte, Kontext Nr. 112/ 22.05.2013)

Unbestreitbar ist eines: Die Nennung einer neonazistischen Terrorgruppe namens ›NSU‹ war keine Erfindung des Informanten, sondern eine Tatsache. Auch der ganz sicher im Gedächtnis gebliebenen Name von Uwe Mundlos unterstreicht die Bedeutung dieser Begegnung. Mehr noch: Nimmt man die fünf Namen, die der Informant 2003 genannt hatte, belegt dies einmal mehr, dass der NSU nie ein ›Trio‹ war, sondern aus mehr als drei Mitgliedern bestand.
Selbstverständlich haben Bundesanwaltschaft und Ermittlungsbehörden noch weitere Hinweise auf mögliche Täter und Beteiligte am Mordanschlag in Heilbronn 2007.
Im Juni 2011 machte Florian Heilig umfangreiche Aussagen zur Neonaziszene in Heilbronn und zu dem Mordanschlag 2007. Dabei nannte auch er zahlreiche Namen. In dieser Zeit löste er sich aus der Neonaziszene und wurde aufgrund seiner Aussagen ins BIG Rex Aussteigerprogramm des LKA Stuttgart aufgenommen. Am 16.9.2013 sollte er seine Aussagen bestätigen und präzisieren. Dazu war er bereit, wohlwissend, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt. Nach dem Willen der Ermittler brachte sich Florian Heilig aus Liebeskummer, vor allem rechtzeitig um. Er soll sich am 16.9.2013 um 9 Uhr morgens in seinem Auto selbst verbrannt haben: Acht Stunden später wäre der vereinbarte Termin gewesen.
Wenn also der Bundesanwalt Diemer mit professioneller Ahnungslosigkeit erklärt, »keinerlei Hinweise auf weitere Täter« zu haben, dann liegt das nicht am Mangel von Hinweisen, sondern an der Gefahr, die von all diesen Hinweise ausgeht … wenn man ihnen folgen würde.

Wolf Wetzel

3.11.2014

Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf?, Unrast Verlag 2013, 180 Seiten, 2.Auflage

Eine leicht gekürzte Fassung ist in der Tageszeitung Junge Welt vom 22.1.2013 veröffentlicht: Aufklärung unerwünscht

Aufklärung unerwünscht-jW

Eine ausführliche Recherche zum Mordanschlag in Heilbronn 2007 findet sich hier:

Der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 -Drei plus X

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15 Antworten to “Warum wurde der Mordanschlag in Heilbronn 2007 nicht verhindert?”

  1. Warum wurde der Mordanschlag in Heilbronn 2007 nicht verhindert? - trueten.de - Willkommen in unserem Blog! Says:

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  2. Manfred Says:

    Liebe Frau Senghaas,

    daß Sie verärgert sind, ob der zum Teil vielleicht etwas wirr wirkenden Phantasien, verschiedenen Theorien und mitunter wahrscheinlich auch falschen Bezichtigungen einzelner, ist die eine Sache.

    Das dieser Staat es auf der anderen Seite unterläßt bzw. aktiv dagegen vorgeht, Wahrheitsfindung zu betreiben, steht auf einem anderen Blatt. Zehn Morde sind geschehen. Zehn Morde, bei denen immer noch nichts FÜR die Theorie der Bundesanwaltschaft spricht. Keine wirklichen Beweise, nur Indizien und teils famose Zufälle (im obigen Artikel erwähnt / Jogginghose u.a.). Hinzu kommt mittlerweile eine Zahl angeblicher Selbstmorde.

    Die wichtigsten Unterlagen werden weiterhin unter Verschluß gehalten oder sind – durch vermeintliche Pannenserien – vernichtet worden. Was ist mit den Autopsien, mit dem Waffengutachten, was ist mit den Akten zum Landser-Prozeß, zur SSS, zu V-Männern und ihren dazugehörigen Treffberichten, was ist mit den Konsequenzen, die aus obigem Artikel hervorgehen?

    Sie und ihre Ansichten sind eine Theorie in diesem ganzen Wust von Möglichkeiten. Sie tragen zur Wahrheitsfindung allerdings relativ wenig bei, wie mir scheint. Lieber kündigen Sie Enthüllungen an, protzen mit Insiderwissen. Legen Sie ihre Akten und ihr Wissen (das ja angeblich belegbar ist) der Öffentlichkeit vor, dann haben die Anschuldigungen gegen Sie und ihren Lebenspartner schnell ein Ende. Irgendwelche Spielchen mit verschiedenen Medien und Bundestagsabgeordneten werden Sie nicht weiterbringen, weil diese mitstricken an der Doktrin, die da „NSU war ein Dreiertrio und beging sämtliche Taten aus rassistischen Motiven“ heißt.

  3. bobrobotboy Says:

    Das ARD Morgenmagazin behauptet Kiesewetter Kollege Arnold kann sich nicht an die Tat erinnern.Schlechte Recherche oder Vertuschung ? https://www.freitag.de/autoren/gsfrb/nsu-prozess-kiesewetter-mord-vor-gericht

  4. Münchner Says:

    Meine Theorie zum NSU:

    Der NSU ist ein größeres Netzwerk von Neonazis, das über Morde an Migranten und ein unterwandertes V-Mannsystem versucht den Staat zu erpressen. Der Terror wurde in all den Jahren nicht öffentlich gemacht, da sowohl braune Terroristen wie Politik das gemeinsame Interesse haben, dass rassistische Taten nicht öffentlich werden. Wer rechten Terror verübt, also wer Menschen aus rassistischen Gründen tötet und sich dazu bekennt, der wird nicht nur selbst auf Verachtung in der Gesellschaft stoßen, sondern bewirken, dass sich die Gesellschaft mit den Opfern solidarisiert. Jeder Rassist weiß das. Ausnahme Anders Breivik, der ein Manifest veröffentlicht hat, indem er seine Taten erklärt- Die Reaktion der norwegischen Bevölkerung auf seine rassistisch motivierten Taten und die Distanzierung der Neonazi-Szene von diesen, machen sehr gut deutlich, dass ein Bekenntnis den terroristischen Charakter von rassistischen Taten aufhebt bzw umkehrt.
    So viel auch zum Thema „fehlende Bekennerschreiben“. „Es gab keine Spur, die auf Terror hinwies, weil es keine Bekennerschreiben gab“ Jeder kann eigentlich soweit schlußfolgern, dass neonazistischer Terror seine Wirkung nur dann entfalten kann, wenn er im Verborgenen stattfindet, Bezeichnend sind hier die kleinen hinterhältigen „Bömbchen“, die der NSU in einem Geschäft und einer Gaststätte abstellte und auch insgesamt die Hinterhältigkeit der anderen Taten. Nagelbombe, Hinrichtungen- Es geht bei diesem Terror darum, gezielt Angst unter Migranten zu verbreiten, ohne Solidarität mit den „Einheimischen“ zu provozieren.

    Auffällig an den Ermittlungen der Polizei ist wie die Beamten nicht nur nicht in die rechte Richtung fahndeten, sondern wie sie konsequent in Richtung Ausländerkriminalität ermittelten. Sogar bei der deutschen Polizistin Michéle Kiesewetter fanden sich angeblich Spuren, die auf Sinti und Roma hindeuteten. Wohl jene, die nahe der Wiese ihre Jahrmarktbuden betrieben. Das ist kein Zufall!
    Die Erklärung für die irrsinnigen Ermittlungen ist die Manipulierbarkeit unserer SIcherheitsbehörden aufgrund von Rassismus. Das Verhalten von Rassisten, (und jetzt wollen wir mal nicht behaupten unsere Polizei wäre nicht rassistisch!) auf bestimmte Situationen ist kalkulierbar. Man kann ihr Handeln steuern, wenn man ihnen die entsprechenden Happen hinwirft. Einen Beamten des Typs J. Wilfing mit den Ermittlungen eines Migrantenmordes zu beauftragen, legt nahe, dass der schon mehr als übergründlich im Umfeld des Opfers ermitteln wird, weil davon auszugehen ist, dass er sich dort in seinen Ressentiments bestätigt fühlt. Und er wird alle anderen Spuren ausblenden, wenn bzw solange man ihn mit den entsprechenden füttert. Als Vorgesetzter kennt man seine Pappenheimer, man weiß auch wer wie ermittelt.

    Dass unsere Polizei zum Teil rassistisch ist (und damit anfällig für Manipulation), ist kein großes Geheimnis, das jetzt in den Untersuchungsausschüssen gelüftet werden muss, und als Ursache der gescheiterten Ermittlungen herhalten soll. Dieser Rassismus ist altbekannt. Es wird hier stattdessen offensichtlich, wie dieser benutzt wurde, um die Ermittlungen zu steuern, und die Ermittler (und letztlich die Öffentlichkeit) von den Tätern fernzuhalten. Dies deutet auf ein viel gewaltigeres Problem in unserer Demokratie hin als eine rassistisch ermittelnde Polizei.

    Man ließ also die Dinge gewähren, weil man so verfuhr, wie man immer bei Terrorismus verfährt. Es wird nicht verhandelt mit Terroristen. Und man machte die Sache nicht öffentlich, weil man noch nie großes Interesse zeigte, rassistischen Terror publik zu machen. Man verfolgte die Täter im Verborgenen, beauftragte den Geheimdienst, lenkte die öffentlichen Ermittlungen in die Irre, da man die wahren Täter kannte, aber ihre Fahndung nicht öffentlich machen konnte. War man dem NSU in die Falle getappt? Wusste der NSU die Gesetze der Sicherheitsarchitektur für sich zu nutzen?

    War es dann gar Strategie der Sicherheitsbehörden die Morde des NSU „für sich zu vereinnahmen“, um den NSU den terroristischen Charakter zu nehmen?

    Angenommen der NSU ist ein größeres Netzwerk, das den Staat bedroht, Menschen ausländischer Herkunft zu töten, wenn der Staat bestimmte Forderungen nicht erfüllt. Der Staat geht nicht auf die Forderung ein, und stellt nach den Morden öffentlich klar, dass ein rechter Hintergrund ausgeschlossen kann, und lenkt die Ermittlungen in Richtung Ausländerkriminalität. Somit war der rechte Terrorismus der sich gegen den Staat richten sollte, ausgehebelt.

    Der NSU begeht 8 Morde an Migranten, der Staat reagiert nicht auf den Terror, indem er Neonazis und Terrorismus konsequent ausschließt und die die Taten der Ausländerkriminalität zuordnet. Beim 9. Mord ist ein Verfassungsschützer am Tatort, war das die nächste Eskalationsstufe des NSU?

    War Andreas Temme um 17.01 Uhr zur Tatzeit am Tatort, weil er um 17.00 Uhr in dem Internetcafe eine (virtuelle?) Verabredung hatte? Vielleicht sogar besonders konspirativ über den Chat eines Erotikportals? Wie man liest sind Markierungen auf einem Stadtplan in der Wohnung gefunden worden, wo sich 9 der 10 Punkte mit der täglichen Wegstrecke Temmes überschneiden. Es ist gemutmaßt worden, ob Temme für den NSU die Punkte ausgespäht hat. Wenn es das seine tägliche Wegstrecke ist, dann macht es doch mehr Sinn, dass er ausgespäht wurde, als dass er jemanden ausgespäht hat.
    Auch, wenn er in die Tat verstrickt wäre, was macht er dann am Tatort?

    Was war gleich nochmal das Problem, wenn ein Verfassungsschützer in der Nähe einer Leiche gesehen wird?

    »Im Verlauf des Gespräches stellte Herr Hess (Geheimschutzbeauftragter des LfV) klar, dass eine Vernehmung und der damit einhergehende Verlust der Quellen das größtmöglichste Unglück für das Landesamt darstellen würden. Er meinte, dass, wenn solche Vernehmungen genehmigt würden, es für einen fremden Dienst ja einfach sei, den gesamten Verfassungsschutz lahm zu legen. Man müsse nur eine Leiche in der Nähe eines VMs bzw. eines VM-Führers positionieren.«
    https://wolfwetzel.wordpress.com/2013/12/03/der-neonazistische-mord-in-kassel-2006-und-das-system-der-cleaner/#more-4524

    Das nächste Mordopfer des NSU war Michele Kiesewetter, die Nichte eines in Saalfeld arbeitenden Polizeimeisters. Dieser stellte 8 Tage nach der Tat eine Verbindung zu den „Türkenmorden“ her, er erwähnte zudem einen Fahrradfahrer, der in die Taten verstrickt sein soll. Heute weiß man, er hatte damals voll ins Schwarze getroffen. Wie kam er darauf? Gehört Kiesewetters Onkel zu dem in die Fahndung nach dem Trio eingeweihten Teil der Polizei? War die Tat nicht doch eine Machtdemonstration des NSU-Netzwerks gegen den Staat, also gegen den Teil, der in die Ermittlungen involviert war?
    Ist das der Grund, warum die Ermittlungsbehörden kein Interesse an Aufklärung haben?

    Warum sicherte sich der NSU Ende Oktober 2011 mit Videokameras, warum suchte Zschäpe an dem Tag des Auffliegens nach Autounfällen? Ist der angebliche Suizid von Florian H auf der Cannstätter Wiese nicht auch ein Autounfall? Vermutete Zschäpe, dass ihren Jungs ein ähnliches Schicksal widerfahren könne?

  5. NSU: Das Kiesewetter-Rätsel Says:

    […]  Wolf Wetzel hat seine Darstellung zum Fall Kiesewetter aktualisiert. Da gibt es hochinteressante Punkte, die ich in meinem Beitrag noch nicht drin habe. […]

  6. MIGRATION AKTUELL 30 (12.01. – 19.01.2014) Says:

    […] Wolf Wetzel hat ein hervorragendes Buch zum Thema veröffentlicht und eine Website zum Thema, die man lesen […]

  7. Bolko Says:

    Fehler im Text:

    „Nichts ist wahrscheinlicher als diese Version.“

    wohl eher „unwahrscheinlicher“…

    zu den „Phantombildern“, Beispiel oben rechts („Putin“):

    Man beachte das Logo oben links, das in der verkleinerten Ansicht des Fotos wie ein Polizeisymbol aussehen mag, aber in der hohen Auflösung nur Quatsch ist, jedenfalls kein Polizeisymbol darstellt. Weiterhin befindet sich unten rechts eine Signatur, wo sich der Künsteler (Maler) verewigt hat. Außerdem fehlen die üblichen Angaben, die man sonst üblicherweie auf Phantombildern sieht, zum Beispiel Datum, Polizeidienststelle, Nummer.
    Das sind also keine echten Phantombilder. Wer also hat diese Fotos dem Thomas Moser von Kontext gesteckt und da diese „Phantombilder“ so dermaßen offensichtlich gefälscht sind, muss man nach dem Zweck fragen.
    Irreführung oder dezenter Hinweis auf den wahren Täter?
    Bild von Putin als Synonym für Russland bzw Osteuropa?
    Die selben Angaben fehlen auch auf dem „Phantombild“ unten rechts, welches wie Mevlüt Kar aussieht.
    Hinweis auf Geheimdienstoperation des türkischen MIT oder der CIA?

    ZItat:
    „Warum fahnden die Behörden nicht heute mithilfe dieser Phantombilder?“

    Na weil es eben keine echten Phantombilder sind, sondern geziehlt verbreitete Fälschungen!
    Diese „Phantombilder“ stammen nicht aus den Ermittlungsakten der Polizei.

    Anmerkung zu „Mann mit blutbeschmiertem Arm“:
    Wenn dieses Blut von Kiesewetter gekommen wäre, als man ihr die Waffe abgenommen hat, dann hätte der Mann dieses Blut doch mit ziemlicher Sicherheit einfach weggewischt anstatt so exponiert herumzulaufen.
    Es könnte auch sein eigenes Blut gewesen sein, welches aufgrund einer Schusswunde am Arm herablief und sich deswegen nicht wegwischen ließ, da die Wunde noch offen war und immer neu nachlief. Um zu vertuschen, dass auf der Theresienwiese die beiden Polizisten selber geschossen hatten mussten die Polizeiwaffen verschwinden (siehe Artikel von Wolfgang Eggert bei rotefahne.eu : http://rotefahne.eu/2014/01/nsu-der-fall-hat-aussenpolitische-hintergruende-3/ ).

  8. Karl Says:

    „Dass sich am und rund um den Tatort auch V-Leute und V-Mann-Führer aufhielten, ist ebenfalls belegt.“

    Wo gibt es denn diese Belege?

  9. Münchner Says:

    @Karl:

    25. April 2007: Am Tag, als in Heilbronn die Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter ermordet und ihr Kollege Martin Arnold lebensgefährlich verletzt wurde, hielten sich mehrere V-Leute von Polizei und Verfassungsschutz in der Nähe des Tatorts auf. Die Behörden verweigern inzwischen jegliche Auskunft.

    http://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/130/agententreff-theresienwiese-1749.html

    @Bolko: Bist du der Bolko, der auch auf der rechtsradikalen Verschwörungsplattform „politikforen“ schreibt? Dort wird ja fleißig dran gearbeitet Neonazis von jeglichem Rassismus freizusprechen, und sie als willenlose Marionetten des Staates darzustellen. Und dort wird auch die Behauptung aufgestellt, die Phantombilder seien nicht echt.

  10. Wolf Wetzel Says:

    Ich danke dir für die Nennung der Quelle. Und den Verdacht kann jetzt „Bolko“ ausräumen.

  11. Bolko Says:

    @Münchner Sagt:
    01/22/2014 um 18:29
    @Bolko: Bist du der Bolko, der auch auf der rechtsradikalen Verschwörungsplattform “politikforen” schreibt? Dort wird ja fleißig dran gearbeitet Neonazis von jeglichem Rassismus freizusprechen, und sie als willenlose Marionetten des Staates darzustellen. Und dort wird auch die Behauptung aufgestellt, die Phantombilder seien nicht echt.
    [Zitat Ende]

    1.
    Kanst du einen Beleg dafür bringen, dass bei politikforen überhaupt ein „Bolko“ schreibt?
    Falls ja, dann bin ich das nicht. Allerdings kann es sein, dass „Bolko“ dort zitiert wird.

    2.
    Ich kenne politikforen, bin dort aber nicht angemeldet, schreibe dort also auch nicht.
    Dort schreiben übrigens auch Personen mit linker und mit neutraler Einstellung.
    Auch du könntest dich dort bestimmt anmelden und dort schreiben.

    3.
    In dem NSU-Strang bei politikforen geht es vorrangig nicht darum, NeoNazis vom Vorwurf freizusprechen, sondern dort geht es um die Aufdeckung von Wahrheiten und Auflistung von Lügen der Anklage.

    4.
    Die Phantombilder sind nunmal tatsächlich nicht echt.
    Wären sie echt, dann müssten dort Polizeidienststelle, Datum und Nummer stehen, aber diese Angaben fehlen bei manchen der Bilder.
    Außerdem nannte Thomas Moser von Kontext damals die Herkunft der Bilder, nämlich Kreise des Verfassungsschutzes, also nicht der Polizei. Diese Phantombilder stehen so nicht in den Ermitlungsakten der Polizei drin.
    Solltest du anderer Meinung sein, dann weise bitte die Echtheit der Phantombilder nach.

    Warum wurden eigentlich diese Phantombilder nicht im Prozess gezeigt, wenn sie echt sind?
    Warum wurden nichtmal die Zeugen vorgeladen, auf die diese Phantombilder zurückgehen?
    Antwort:
    Weil diese Phantombilder entweder nicht echt sind und weil die Zeugen die Falschheit aufdecken könnten und weil die Zeugen Aussagen machten, die nicht zu Mundlos und nicht zu Böhnhardt passen.

    5.
    Geht es dir um die Wahrheit oder um Gesinnungsschnüffelei?

    @ Wolf Wetzel:
    Die selbe Quelle (neben einigen weiteren) hatte ich dir auch genannt, noch bevor „Münchner“ sie hinschrieb. Der Beitrag ist allerdings bisher noch nicht freigeschaltet worden.

  12. Münchner Says:

    1. und 2. Stimmt, ein Bolko schreibt nicht auf politikforen, wird dort aber lobend im Sinne der Verschwörungstheorie erwähnt. Zitiert wird dieser Bolko u.a. vom ebenso kackbraunen Elsässer-Blog („Zschäpe war´s nicht“). Bist du dann dieser Bolko?
    Und nein, keinen einzigen Schreiberling auf Politikforen würde ich der linken Szene zuordnen. Wie kommst du auf sowas? Und was ist eine „neutrale Einstellung“ Neutral zu Nazis? Politisch neutral wie die Freunde/Nachbarn von Zschäpe?

    3. Warum fühlst du dich jetzt genötigt die braune Verschwörungsplattform „politikforen“ zu relativieren? Und setzt das „Aufdecken von Wahrheiten“ und das „Auflisten von Lügen“ nicht voraus, dass man die Wahrheit kennt? Gelangt man zu der „Wahrheit“ über solche Argumentationsketten: „Die Phantombilder sind nunmal tatsächlich nicht echt.
    Wären sie echt, dann müssten dort Polizeidienststelle, Datum und Nummer stehen, aber diese Angaben fehlen bei manchen der Bilder.“

    4. Richtig, die Phantombilder sind nicht aus den Ermittlungsakten(!) der Polizei, weil die Polizei ja auch nicht damit ermittelt hat.
    Dennoch wurden die Bilder durch die Polizei angefertigt (von wem denn auch sonst), und bis auf deine krude Behauptung (die sich ausnahmslos in rechten Verschwörungstheoretiker-Kreisen hält) die Bilder seien gefälscht, weil „dann müssten dort Polizeidienststelle, Datum und Nummer stehen, aber diese Angaben fehlen bei manchen der Bilder.“, gibt es keine Hinweise darauf.

    Eher im Gegenteil: Auffällig ist, dass sich die rechten Verschwörungstheoretiker nur an den Heilbronner Phantombildern stören, und sie aufgrund fehlender Polizeistempel als gefälscht abtun. Bei anderen südländisch aussehenden Phantombildern, die im Rahmen der rassistischen „Dönermord“-Ermittlungen entstanden sind, stört sich das braune „Politikforen-Investigativ-Team“ unter Leitung von „Fatalist“ nicht an fehlenden Polizei-Stempeln oder ähnlichem.

    5. „Geht es dir um die Wahrheit oder um Gesinnungsschnüffelei?“ Danke für das deutliche Outing.

  13. Wolf Wetzel Says:

    Danke für die Ergänzungen.
    Noch etwas zu den Phantombildern, die Thomas Moser in der Kontext-Zeitung veröffentlicht hat und die aus Ermittlungsakten stammen. Wenn diese gefälscht worden seien, was glaubt ihr, was mit Thomas Moser (der sicherlich nicht embedded ist) passiert wäre. Aber in der Tat: Wenn sich an diesen Phantombilder soviel in Elsässer-Manier aufhängen, dann spricht das doch eher dafür, dass man mit diesen Phantombilder tatsächlich (auch) zu den noch lebenden Tätern gelangen könnte. Das weiß doch die Neonazi-Szene rund um Heilbronn, rund um Stuttgart, am besten. Wolf Wetzel

  14. Pepe Says:

    Der Südwestpresse liegen auch die Akten und die Phantombilder vor. Zitat: „Im Prozess selbst zeigte sich der einzige Überlebende der Mordserie [Martin Arnold] zwar redefreudig über seine Verletzungen, schwieg aber zur Tat selbst. „Diese zehn Minuten fehlen mir.“ Doch in Akten, die der SÜDWEST PRESSE vorliegen, ist Gegenteiliges vermerkt: „Er hat klare und konkrete Erinnerungen an die Situation, die er sich immer wieder vor seinem inneren Auge abrief und beschrieb.“ Phantombilder, die nach seinen Aussagen und denen anderer Zeugen angefertigt werden, zeigen keine Ähnlichkeit mit Böhnhardt oder Mundlos.“ http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/NSU-Prozess-in-Muenchen-Nervoese-Bundesanwaelte-kurze-Zeugenlisten;art4319,2417536

  15. Wolf Wetzel Says:

    Danke für den Link… auf diese Akten beziehe ich mich auch und das wissen auch die Ermittlungsbehörden. Es gibt nicht geringsten Grund, an seine damaligen Aussagen zu zweifeln. Aber selbst wenn er einen Fuss des Täters in der Hand hielte, würden das die Ermittlungsbehörden nicht sehen wollen… und ihn zum Psychiater schicken… Wolf Wetzel


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