Der NSU-Abschlussbericht aus Thüringen – Steht eine neue Anklage- und Prozesswelle bevor?

Der NSU-Abschlussbericht aus Thüringen – Was bislang als Verschwörungstheorie abgetan wurde, liegt nun in amtlicher Form vor

Beachtenswert an ihm ist , dass er sich – auch in den Sondervoten – in einigen zentralen Punkten von anderen Abschlussberichten unterscheidet.

In aller Regel beginnt und endet die politische Aufklärung mit der Führung durch einen Märchenwald aus bedauerlichen Pannen, Missgeschicken und individuellen Fehlern – die die dreizehnjährige Terror- und Mordserie des NSU erklären sollen.

In Abschlussbericht des Berliner NSU-Untersuchungsausschusses wurde noch ein kleines Zugeständnis gemacht: Man gab auch dem (institutionellen) Rassismus eine gewisse Mitschuld.

Es zählt zu dem Verdienst dieses Thüringer Abschlussberichtes, dass er die allseits gepflegte Mär vom Behördenwirrwarr beendet. Er kommt vielmehr zu dem Schluss,

»dass es dem Ausschuss nicht mehr vertretbar erscheint, hier nur von ›Pannen‹ oder ›Fehlern‹ zu sprechen«, was den

»Verdacht gezielter Sabotage oder des bewussten Hintertreibens des Auffindens der Flüchtigen« nahe lege.

Nur folgerichtig wirft der Ausschuss den Verfassungsschutzämtern die »mittelbare Unterstützung« und »Begünstigung« neonazistischer Strukturen vor.

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