Vom ›sozialen Frieden‹ eines Kanzlerkandidaten mit Penthouse-Blick

»In den Penthouse-Wohnungen kann man auf Dauer nur in Ruhe wohnen, wenn auch in den mittleren Etagen Hausfrieden herrscht und man es auch aus dem Untergeschoss nach oben schaffen kann«

erklärte Peer Steinbrück seinen Genossen, unten, im Publikum, als er seine Nominierungsrede zum Bundeskanzler hielt.

Was für ein rührendes Bild entwirft er uns da, was für eine heile Welt will er uns vorgaukeln, was für eine dämliche Metapher will er uns verkaufen.

Ja, er möchte sich mit ganzer sozialdemokratischer Seele dafür einsetzen, dass auch in Penthäusern (Haus-) Frieden und ein lebendiges Queer der Klassen herrscht. Was hat der Mann doch für Sorgen, einer, der davon gut lebt, dass es anders, ganz anders ist.

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Das sozialdemokratische Wintermärchen

Gesegnete Weihnachten

Steinbrück zum ersten, zum zweiten und…

Im Namen und zum Schutz der Agenda 2010-Politik wurde Peer Steinbrück 2005 Finanzminister. Um die Folgen dieser Politik zu lindern, möchte er morgen Bundeskanzler werden.

 

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will die Frage der sozialen Gerechtigkeit zum zentralen Wahlkampfthema machen. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität seien Grundlage seiner Kandidatur, sagte Steinbrück zum Auftakt seiner Rede vor dem SPD-Parteitag in Hannover: »Heute wollen wir das Zwei-Klassen- oder sogar Drei-Klassen-System im deutschen Gesundheitswesen abschaffen. Und wir wollen gleiche Löhne für Frauen und Männer. Wir wollen dafür sorgen, dass Arbeit aufgewertet wird und gerechte Löhne gezahlt werden.« (Nominierungsrede auf dem außerordentlichen SPD-Bundesparteitag am 9. Dezember 2012 in Hannover)

 

Und als ob das nicht Hohn genug ist, setzte der Kanzlerkandidat der SPD noch eins drauf: »Es geht wieder um ein neues Gleichgewicht. Es geht um die Renaissance der sozialen Marktwirtschaft … Der soziale Wohlfahrtsstaat ist das große Projekt der deutschen Sozialdemokratie…. Wir sind Verfechter der sozialen Marktwirtschaft. Wir sind Verfechter eines gebändigten Kapitalismus, der sich aber von dem Raubtierkapitalismus unterscheidet, wie ihn Helmut Schmidt bereits Ende der der 90er-Jahre beschrieben hat. In dieser Überzeugung stehe ich heute vor euch, um der Kandidat unserer stolzen Partei für die nächste Bundestagswahl zu werden

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will also als Bundeskanzler jene Ungerechtigkeiten beseitigen, die er als Finanzminister in der schwarz-roten Koalition von 2005 – 2009 geschaffen hat, ein strammer SPD-Mann, der immer die Agenda-2010-Politik der Schröder-Ära mitgetragen und verteidigt hat – bis heute:

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