17.6.2010 ›Wir sind nicht eure Geldautomaten‹

Die Geduld verlieren!

Wir haben lange genug analysiert und kritisiert. Wir haben genug gemahnt und gewarnt. Wir haben demonstriert und gefordert. Jetzt ist das eingetreten, was alle nicht anders erwartet haben. Es wird höchste Zeit, nicht länger in eine andere Richtung zu zeigen, sondern sie selbst zu ändern, nicht länger etwas ›besseres‹ zu fordern, sondern selbst dafür zu sorgen, dass es eintritt.

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Alles geht kaputt, alles geht kaputt … und ich lache?

Zwischen dem Kampf um Verbesserungen innerhalb des

Bestehenden und einer radikalen Kritik des Bestehenden liegt

nicht Verrat, sondern ihre Konkretion


Am Schießstand rot-grüner, schwarz-gelber Regierungspolitik

Seit Jahren wird eine Reform-Salve nach der anderen abgefeuert. Den Projektilen werden Liebesgrüße eingeritzt: Hartz I, II, III, IV, Agenda 2010 … Es fehlt nur noch 9/11.

Das Tempo ist atemberaubend, an Munition wird nicht gespart. Mal geht der Schuss ins Knie, mal in die Hüfte[1]… Deckung suchen, Fluchtwege ausfindig machen ist für viele erschöpfender Alltag. In den Gefechtspausen verteilen rot-grüne Schützen auch mal Verbandspflaster (Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe, Anhebung der Zuverdienstgrenze für ALG-II-BezieherInnen) und Placebos (ab 2006 müssen Manager börsennotierter Aktiengesellschaften ihre Bezüge offen legen). Sie selbst nutzen die Ruhephasen, studieren die Wirkung, verändern den Schusswinkel, optimieren die Munition, bilden neue Kanoniere aus …

SPD kaputt sparen

Die reformistische Linke beklagt ›unnötige‹ Härten, hebt die verstreuten Hülsen auf – und feilt das Kaliber der Reformprojektile von sieben auf Sechskommafünf Millimeter herunter.

Die radikale Linke scheint unbekümmert dazustehen. Sie berechnet cool die Flugbahn der Projektile, analysiert deren Durchschlagskraft … um dann wieder aufs Ganze zu gehen: »Revolution ist großartig – alles andere ist Quark!«[2]

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Hesse(n)nachrichten

22.1.2010 – Elemente der Abschreckung

»Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat nach seinen Äußerungen über arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger eine Bombendrohung erhalten. Regierungssprecher Dirk Metz bestätigte am Freitag, dass eine Bombenattrappe an die Staatskanzlei in Wiesbaden geschickt worden sei und erklärte weiter: ›Das Landeskriminalamt hat die notwendigen Ermittlungen aufgenommen.‹ Der Vorgang werde, wie in solchen Fällen üblich, absolut ernst genommen. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, nahm er zu weiteren Details jedoch keine Stellung.

Das zugehörige Bezichtigungsschreiben einer Gruppe ›Morgenlicht‹ ging bei mehreren Medien ein, darunter bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Rohrbombenattrappe sei ein Protest gegen Kochs Forderung nach einer Arbeitspflicht von Hartz-IV-Empfängern, hieß es in dem Brief. Die Absender warnten Koch, sollte er seine Äußerungen wiederholen oder ›seine arbeitnehmerfeindliche Politik‹ weiter verfolgen, werde eine scharfe Bombe ›im Umfeld Ihrer Besitztümer‹ gezündet.« FAZ vom 22.1.2010

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Video: Hartz-4 LUXUS und Hartz-IV Luxus-Leben


YouTube-Link: http://www.youtube.com/watch?v=RvWIu5pHGB0
Ein kurzes Video von Osapaso, das die Collagen des Beitrags „Die Springer … stiefel der BILD-Zeitung“ aufgreift.

Die Springer … stiefel der BILD-Zeitung

Die Springer … stiefel der BILD-Zeitung

Seit einer Woche ruft die BILD-Zeitung zur Jagd auf ›Sozialschmarotzer‹ auf.

Dass damit nicht Menschen gemeint sind, die auf Kosten der Gemeinschaft ein prachtvolles verschwenderisches Leben führen (Unternehmensbosse, Millionäre, Eliten, ihre Schmiergeldabteilungen, bis hin zu deren partei-politischen Empfängern mit ihren »jüdischen Vermächtnissen« und ›schwarzen Kassen‹) wird schnell klar: Die Jagd gilt wieder einmal denen, die nicht viel haben und immer noch viel zu viel haben … an Mitleid, an Aufmerksamkeit, an Hartz IV-Almosen, an Ansprüchen.

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