14.12.2014 | 24h.Projekt Hausbesetzung |Referate und Bilder, Ton und Sche …

24h.Projekt Hausbesetzung |Referate und Bilder, Ton und Sche …

 

am Sonntag, den 14.12.2014 ab 15 Uhr

im Foyer des Kunstvereins

Wilhelmstraße 15

Wiesbaden

Subkultur und Gentrifizierung (Vortrags- und Diskussionsprogramm)  mit Beiträgen von

Gregor Arnold | Sebastian Schipper  | Carsten Schack | Wolf Wetzel
24h. Projekt Hausbesetzung ist ein institutionsübergreifendes Veranstaltungsformat mit einem ambitionierten Kulturprogramm, in dem zeitgenössische Kunst, Musik, Film und ein Vortrags- und Diskussionsprogramm miteinander verknüpft werden

VeranstalterInnen: Nassauische Kunstverein Wiesbaden, der Schlachthof Wiesbaden und die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden

Den genauen Ablauf entnehmt bitte hier:

http://www.kunstverein-wiesbaden.de/news-detail/24h-projekt-hausbesetzung-subkultur-und-gentrifizierung-vortrags-und-diskussionsprogramm-4734.html

 

24h-Hausbesetzung-Wiesbaden-12-2014

Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Monopoly und/oder Barricada – Ein Rück- und Ausblick auf Häuser – und Stadtkämpfe/Teil I

Im Rahmen der Woche der Widerspenstigen fand anläßlich des 30-jährigen Jubiläums des Häuserkampfes in Berlin-West die Veranstaltung  Unser Kiez, unsere Häuser, unsere Steine? statt. (Referenten: Andrej Holm und Wolf Wetzel)

grüne Stadtherren


Das Anliegen dabei war und ist, nicht auf aufregende Zeiten zurückzublicken, sondern den Fragen nachzugehen, die damals aufgeworfen wurden und liegen geblieben sind.

Der Beitrag gliedert sich in fünf Blöcke:

1. Hat sich was in den letzten 30 Jahren etwas verändert und wenn ja, was genau … und: Warum muss man das wissen!

2. Gentrifidingsbums – ein Anliegen mit vielen Missverständnissen. Von eingeworfenen Scheiben und aufgeworfenen Fragen

3. Der sinkende Regierungstanker: Primat der Politik versus Diktatur des Marktes

4. Kurswechsel: Es geht um die Lords dieser Stadt-Politik und erst dann um die Gentries.

5. Strategien: Gegen Aufwertungen hilft kein Klagen, sondern nur eines: Entwertung

Teil I

Den Rest des Beitrags lesen »

Häuserkampf – DVD-Buch-Vorankündigungen

Zur Buchmesse im Herbst 2011 werden im Laika Verlag Hamburg zwei DVD-Bücher zur Geschichte des Häuserkampfes herauskommen.
Wenn alles klappt, genau richtig: Die HausbesetzerInnenbewegung West feiert ihr 30-jähriges Jubiläum, die HausbesetzerInnenbewegung Ost ihr 20-jähriges.
Beiden Büchern liegt eine DVD bei, auf der zahlreiche Filme und Videos dokumentiert sind.

Ein paar anstiftende Worte

Den Rest des Beitrags lesen »

Unser Kiez,‭ ‬unser Stadtteil,‭ ‬unsere Stadt‭ ‬….‭ ‬unsere Steine‭?

Die HausbesetzerInnenbewegung‭ ‬›Ost‭‹‬ begeht ihr zwanzigjähriges Jubiläum,‭ ‬die HausbesetzerInnenbewegung‭ ‬›West‭‹‬ schaut auf dreißig Jahre zurück.‭ ‬Verträge laufen aus,‭ ‬unter neuen Vorzeichen tauchen alte Fragen auf:‭ ‬Verhandeln oder‭ (‬wieder)besetzen‭? ‬In öffentliches/genossenschaftliches Eigentum umwandeln oder kaufen‭? ‬Die alten Zeiten vergessen oder mit ihnen drohen‭? ‬Vieles steht erneut auf dem Spiel und Prüfstand:‭ ‬Was ist aus den alten Zielen,‭ ‬aus den alten Ideen geworden‭? ‬Wer hält an ihnen fest,‭ ‬wer verrät sie,‭ ‬wer bestimmt sie neu‭?

Hat der Häuserkampf der‭ ‬80er und‭ ‬90er Jahre nur ein paar Hundert Jugendlichen mit mittelklassigem Hintergrund billigen Wohnraum verschafft‭?

Wie viel Eigennutz ist noch politisch,‭ ‬wie viel kollektiver Eigennutz zwingend notwendig,‭ ‬damit das,‭ ‬was Antikapitalismus sein soll,‭ ‬konkret wird‭?

Was ist‭ ‬›unser‭‹‬ Kiez‭? ‬Wer gehört dazu,‭ ‬wer muss gehen und zwar subito‭?

Ist der Kiez die Nische,‭ ‬der Sozialstaat en miniature,‭ ‬den die Regierenden subventionieren sollen,‭ ‬damit sie‭ (‬und die Kapitalherren‭) ‬überall woanders das machen können,‭ ‬was wir in unserem‭ ‬›Kiez‭‹‬ nicht haben möchten‭?

Wie kämpft man gegen Gentrifizierung,‭ ‬wenn die Scouts dieser‭ ‬›Aufwertung‭‹‬ meist prekäres,‭ ‬kreatives Potenzial mitbringen‭ (‬das sie bei Erfolg in innovatives Kapital verwandeln‭)‬,‭ ‬also fast so sich wie die,‭ ‬die den Kiez verteidigen wollen:‭ ‬StudentInnen,‭ ‬KünstlerInnen,‭ ‬prekär Lebende,‭ ‬gewagt Selbstständige,‭ ‬Anti-Normalos‭…

Wenn die letzten‭ ‬30‭ ‬Jahre zeigen,‭ ‬dass Klagen,‭ ‬Appellieren und Protestieren nicht reichen,‭ ‬dann stellt sich die Frage,‭ ‬wie man dafür sorgt,‭ ‬dass das,‭ ‬was man nicht will auch nicht geschieht‭?
Die Aktionen zur De-Gentrifierung‭ (‬Verwüstung von Juppie-Läden,‭ ‬Edelrestaurants‭) ‬und De-Mobil-isierung‭ (‬Zerstörung von Luxuskarossen‭) ‬bringen nicht nur Betroffene und den Staatsschutz auf die Palme,‭ ‬sondern auch die‭ ‬›Szene‭‹‬.‭ ‬Liegt es an den‭ (‬gemachten‭) ‬Fehlern oder daran,‭ ‬dass diese Aktionen dazu zwingen,‭ ‬eine Grenze zwischen Luxus und‭ (‬gesellschaftlicher‭) ‬Notwendigkeit,‭ ‬zwischen politischem Bewusstsein und ökonomischer Lage zu ziehen,‭ ‬die abstrakte‭ (‬antikapitalistische‭) ‬Bekenntnisse in Teufels Küche bringen‭?

Im Rahmen der Berliner Veranstaltungsreihe „Geschichte wird gemacht -Woche der Widerspenstigen“ findet am

Donnerstag, den 15. September 2011 um 20 Uhr  im Südblock, Berlin-Kreuzberg

eine Veranstaltung statt, die diesen kniffligen Fragen nachgehen wird.

Referenten:
Andrej Holm‭ (‬Berlin‭) ‬und Wolf Wetzel‭ (‬Frankfurt‭)
Autoren der DVD-Bücher:‭ ‬›Wir wollen alles‭‹‬ -‭ ‬Häuserkampf von‭ ‬1970‭ ‬-‭ ‬1985‭ (‬Band I‭) ‬und‭ ‬›Besetzen lohnt sich‭ ‬– bleiben auch‭‹‬ -‭ ‬Häuser-‭ ‬und Stadtkämpfe von‭ ‬1989‭ ‬-‭ ‬heute‭ (‬Band II‭)‬,
Laika Verlag,‭ ‬Hamburg‭ ‬2011

Die Häuserkampfbewegung Bd.I

Das gesamte Veranstaltungsprogramm findet ihr hier:

30-Jahre-Veranstaltungskalender-2011


3.12.2009 – Unternehmen Stadt: Wenn öffentlicher Raum in Clubanlagen verwandelt wird

Monopoly – Verkaufe Schlossplatz und Bahnhof…

In den letzten Jahren kam Bewegung in verschiedene Stadtteile bundesrepublikanischer (Groß-)Städte – nicht von unten, sondern von ganz oben: So kämpfen seit ein paar Jahren in Berlin Initiativen gegen eines der größten Investorenprojekte, entlang der Spree Kommunikations- und Medienunternehmen (›Mediaspree‹) anzusiedeln. In Hamburg hat die Künstlerszene ein Teil des zum Abriss freigegebenen Terrains besetzt, um gegen die Umstrukturierung eines ganzen Viertels zu protestieren – mit Erfolg: Die Stadt Hamburg hat dieses Areal vor Kurzem von den Investoren zurückgekauft, um es als ›weichen Standortfaktor‹ zu verwerten. In Hanau geht die Stadt soweit, öffentliche Gebäude, städtische Wohnungen und Plätze im Innenstadtbereich en bloc, mit ›Mann und Maus‹ an den meistbietenden Investor[1] zu verkaufen. In Frankfurt soll städtisches Eigentum, das Universitätsgelände in Bockenheim für eine ›grüne‹ Bebauung abgerissen und weitgehend an Investoren verkauft werden.

Seitdem geistert das Wort ›Gentrifizierung‹ durch dunkle Ecken und Hochhausschluchten vieler Großstädte.

Den Rest des Beitrags lesen »

14.10.2009 – Buchmesse und linguistischer Fingerabdruck

Literatur als Gefahrengut und Gefahrenquelle –

nicht nur in China

Zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse hielt die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 13.10.2009 eine Rede, in der sie die Gelegenheit nutzte, der chinesischen Staatsführung Nachhilfeunterricht in Sachen Menschenrechte und Meinungsfreiheit zu erteilen. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, ein Hohelied auf die Freiheit der Literatur anzustimmen:

»Bücher fordern unsere Aktivität, sie beflügeln vor allen Dingen unsere Phantasie. Das macht sie, für mich jedenfalls, einzigartig und unverzichtbar. Phantasie kennt bekanntlich keine Grenzen. Sie beflügelt uns, offen für Neues zu sein und uns immer wieder auf Neues einzulassen (…) Bücher stoßen an, sie bieten Reibeflächen, sie provozieren, kritisieren und stellen Unterschiede heraus – Unterschiede, die eine Diktatur gefährden und eine Demokratie auszeichnen.«

Selbstverständlich gehört es zu einer Demokratie, dass ›embedded‹ Pressevertreter nicht im Traum auf die Idee kamen, nachzufragen, ob die Bundeskanzlerin diese paradigmatische Aussage auch auf das Land der Dichter und Denker anwenden würde – ob sie diese Unterscheidung wirklich erst meine.

Hat die Bundeskanzlerin tatsächlich nicht mitbekommen, dass vor Jahren eine ›Säuberungswelle‹ durch Hörfunk- und Fernsehanstalten und auflagestarke Printmedien ging, der viele kritische JournalistInnen und MedienmacherInnen zum Opfer fielen? Zuletzt wurde die Moderatorin der Literatursendung ›Lesen!‹ Elke Heidenreich nach ihrer Kritik an der TV-Verdummungsmaschinerie von den ZDF-Gewaltigen im Oktober 2008 ›mit sofortiger Wirkung‹ entlassen, ihre Sendung eingestampft – nach dem Motto: Eine bestrafen –viele erziehen. Weiß die Bundeskanzlerin wirklich nicht, dass viele kleine Publikationen deshalb ›kritische‹ Berichte nicht veröffentlichen, weil befürchten müssen, finanziell baden zu gehen , bevor sie einen Prozess womöglich gewinnen würden?

Der linguistischer Fingerabdruck Den Rest des Beitrags lesen »