Der Fall Zschäpe – Was wusste der Verfassungsschutz?

Jetzt rücken auch die beiden ZDFzoom-Autoren Rainer Fromm und Ron Boese zwei Felder vor … Mit sehr großer Verspätung »legen (sie) die Vermutung nahe, dass die Verfassungsschutzämter gut über die rechte Szene im direkten Umfeld des NSU Bescheid wussten.
In der ZDFzoom-Dokumentation „Der Fall Zschäpe – Was wusste der Verfassungsschutz“ zeigen die beiden Journalisten anhand von Akten des Prozesses gegen Beate Zschäpe und vier weitere Mitangeklagten wie der Geheimdienst an dem Aufbau der gewaltbereiten Neo-Nazi-Szene Ostdeutschlands beteiligt war. Dies wurde den Autoren in zahlreichen Gesprächen mit ehemaligen V-Leuten, Geheimdienstlern und Prozessbeteiligten bestätigt. Neben dem Zahlen erheblicher Geldsummen haben offensichtlich die Verfassungsschutzämter vor allem durch den Einsatz von V-Leuten steuernd in die rechte Szene eingegriffen. Den Behörden, so der Eindruck der Autoren, gehe häufig der Quellenschutz vor Strafverfolgung.«
ZDF |Mittwoch 11.11.2015 | 22:45 – 23:15 Uhr

Wieviel Geheimdienst im NSU-Netzwerk steckt, ist eigentlich seit Langem bekannt: Es sind mittlerweile über 40 namentlich bekannte V-Leute, die im Nahbereich des NSU agierten: Sie haben den Untergrund mitangelegt, sie haben Waffen, Wohnungen, Autos, Geld und „Papiere“ besorgt. Einer, um genau zu sein, Thomas Richter mit Deckname „Corelli“ hat bereits 2002 ein Grußwort an den NSU verfasst:

Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen. Der Kampf geht weiter …

V-Mann-Thomas Richter

und die Ausgabe – wie immer – seinem V-Mann-Führer als „Leistungsnachweis“ vorgelegt:

V-Männer als Staatsanteil im NSU-Netzwerk

Plakat-Summe-NSU-VS-c-III-Netz