Dresden, nochmal Dresden, Lampedusa …

»Dresden, nochmal Dresden, Lampedusa (die Bürgermeisterin) – zu Wort kommen Wolf Wetzel, das Grundrechtekomitee und Giusi Nicolini«

Ein wunderbarer Radiobeitrag von Götz Rubisch/Radio Corax in Halle.

9: 27 Minuten, die berühren.

Ein Beitrag, der das Urteil in Dresden gegen einen Antifaschisten aufgreift, der wegen des Tatbeitrages ›Kommt nach vorne‹ während der Blockadeaktionen gegen einen Neonaziaufmarsch am 19.Februar 2012 zu einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt wurde.

Ein Beitrag, der dieses Urteil mit dem Tatbeitrag der Sicherheitsbehörden in Verbindung bringt, dass der Nationalsozialistische Untergrund/NSU 13 Jahre lang unentdeckt bleiben, über neun Morde begehen konnte. Ein Tatbeitrag, der bis heute nicht verfolgt wurde, bis heute Straffreiheit genießt.

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Was andere getan haben, müssen Sie sich mit anrechnen lassen

Ein Megafon, ein Tatbeitrag, ein Jahr und 10 Monate Knast

Das Amtsgericht Dresden verurteilte den Antifaschisten Tim H. zu ein Jahr und 10 Monaten Haft – ohne Bewährung. Es sah als erwiesen an, dass Tim H. im Zuge der Gegendemonstrationen gegen einen Neonaziaufmarsch am 19. Februar 2011 in Dresden folgende Straftaten begangen habe: Körperverletzung, besonders schwerer Landfriedensbruch und Beleidigung. Letztere soll er mit dem Wort »Nazi-Schwein« gegenüber einem Polizeibeamten selbst begangen habe. Die beiden anderen Straftaten habe er zwar nicht selbst begangen, aber so gut wie: Mittels eines Megafons habe er andere dazu »aufgeheizt«, was den Richter zu dem Fazit führte: »Was andere getan haben, müssen Sie sich mit anrechnen lassen.«

Tatwaffe

Tatwaffe

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