transnationale Anleitung zum Aufstand

transnationale Anleitung zum Aufstand

Wenn öffentliche Plätze über Wochen besetzt gehalten werden

wenn das Regierungsgelände von Tausenden DemonstrantInnen abgeriegelt wird

Denkmäler umgerissen

wenn Barrikaden gebaut

werden

 

Barrikaden in Kiew 2013

Barrikaden in Kiew 2013

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Wann reicht es? V – wie Vendetta

Wann reicht es? Das Guy Fawkes-Syndrom

Mal etwas heiter-nachdenkliches – nicht zur Ablenkung, sondern Ermutigung.

Seit ein paar Jahren jagt ein systemischer ›Skandal‹ den Nächsten. Der billionenfache staatlich-lizensierte Raubzug ab 2007ff gegen jene, die die schwerste ökonomische Krise seit 1945 weder verursacht, noch zu verantworten haben. Während dieser Raubzug unvermindert fortgesetzt wird, folgte die nächste systemische Krise: Der NSU-Skandal 2011. Auch der ist noch im volle Gange, da erreicht uns die nächste Hiobsbotschaft: Das Aufdecken eines totalitären Überwachungssystems in Gestalt der NSA – mit den jeweiligen nationalstaatlichen Hilfestellungen und Beteiligungen.

Die öffentlichen Reaktionen gleichen sich: Die daran beteiligten Regierungen lügen wie gedruckt, beteiligen sich an Vertuschungen und decken geradezu jede kriminelle Handlung, die damit einhergeht … und schließen sich (informell oder faktisch) zu Großen Koalitionen zusammen, die das wenige, was parlamentarische Kontrolle vermag, ins Koma versetzt.

All das ist kein Geheimnis. Alle dürfen es live mitverfolgen, alle sind gut informiert – wenn sie es denn wollen.

Irgendwann reicht es … könnte man meinen. Irgendwann läuft das Fass der Duldsamkeit über. Irgendwann müsste die Aufregung die Angst verlieren, das (wenige) aufs Spiel zu setzen, was man immerhin (noch) hat.

Noch bestimmt das Gegenteil die öffentliche Reaktion. Die medialen Aufschreie werden leiser, man gewöhnt sich daran. Die einen härten sich mit der vermeintlichen Gewissheit ab, dass sie schon alles wussten – die anderen spüren, dass der Protest, so wie er auf die Straße getragen wird, verpufft, ins Leere läuft, versandet.

Anstatt mehr Menschen mitzureißen, anstatt sich zu radikalisieren, nimmt der Protest ab. Kann man wirklich nichts machen? Liegt es nicht nur an den Machthabenden, am geschickten Krisenmanagement, sondern auch am Protest, der Alltag und politische Routine nicht in Frage stellt?

Fehlt es an Gewissheiten oder an der Entscheidung, einen Schritt weiterzugehen, als es einem die Angst rät? Fehlt uns u.a. das, was Guy Fawkes zu seinem Credo machte:

»There is no certainity, only opportunity

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Solidarität für wen, gegen was und wie?

Solidarität für wen,

                                          gegen was 

                                                                        und wie?

Am 22.5.2013 fanden unter großem Polizeieinsatz Hausdurchsuchungen in insgesamt 21 Objekten in Berlin, Stuttgart und Magdeburg statt. Den Beschuldigten wird die Mitgliedschaft in bzw. die Unterstützung der Revolutionären Aktionszellen (RAZ) und der Revolutionären Linken (RL), sowie die Mitwirkung an der Publikation der Zeitschrift ›radikal‹ vorgeworfen. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sollen die Revolutionären Aktionszellen eine Nachfolgeorganisation der militanten Gruppe (mg) sein. In allen Fällen lautet der Vorwurf: Mitgliedschaft bzw. Unterstützung einer kriminellen Vereinigung nach § 129.

Wie geht man mit solchen Anschuldigungen um? Wie verhält man sich zur Anklage? Wie sollen sich die Beschuldigten juristisch verhalten? Wie soll und kann eine politische Solidaritätsarbeit aussehen?

In aller Regel können sich die Beschuldigten weder die Tatvorwürfe (sie reichen in diesem Fall von Anschlägen auf Arbeitsagenturen bis hin zu Anschlägen auf Zentrale Mahngerichte in Berlin und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin-Mitte), die Mitbeschuldigten, noch die Gruppe aussuchen, der sie zugeordnet werden …

Dazu fand am 23.8.2013 in Berlin eine Veranstaltung statt. Radio Aktiv hat die Veranstaltung mitgeschnitten. Der folgende Beitrag stellt die Bandbreite der Solidaritätsarbeit der letzten 30 Jahre dar…

und all das kann man jetzt hören: Also anklicken, die Augen schließen, und dabei hellwach bleiben …

http://cba.fro.at/246895

21.9.2013 – Hausbesetzer und Hausbesitzer in Mannheim

Im Rahmen des Internationalen Festivals für Performance/Live-Art/Kunst vom 18. – 28. September 2013 — Hafenstrasse 68, Mannheim/ Collini Social Club

 findet am Samstag, den 21. September 2013: Mannheim/Alter Messeplatz

folgende Veranstaltung statt:

17 Uhr: Hausbesetzer & HausbesitzerEine kleine Geschichte der Besetzung als Protest

Besetzt ...frei

mit Autor Wolf Wetzel (Aufstand in den Städten. Krise, Proteste, Strategien, Unrast Verlag 2012)

 

 http://www.wunderderpraerie.de/programm/2013

Die Geschichte der Häuserkampfbewegungen zwischen 1970 und 1985 ist hier dokumentiert:

WIR WOLLEN ALLES – Häuserkampf Teil I (1970-1985), Wolf Wetzel, Band 21,

Bibliothek des Widerstandes, LAIKA- Verlag,

Hamburg 2012,  ISBN: 978-3-942281-05-8

 

23.8.2013 – Veranstaltung zu 129-Verfahren in Berlin

Am Freitag, dem 23. 8. 2013 wird ab 18.00 Uhr, in der „junge Welt Ladengalerie“ (Torstraße 6, U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz) eine Informationsveranstaltung zum § 129 Verfahren, welches aktuell gegen GenossInnen in Magdeburg, Stuttgart und Berlin läuft, stattfinden.

VA-Berlin-8-2013

Referentinnen:

Soligruppe

Rechtsanwalt im 129-Verfahren

Wolf Wetzel, Autor des BuchesAufstand in den Städten. Krise.Proteste.Strategien“ Unrast Verlag 2012

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Rezension von Professor Dr. Hans See – Aufstand in den Städten

Rezension von Professor Dr. Hans See, Ehrenvorsitzender von BusinessCrimeControl/BCC über das Buch

Wolf Wetzel (HG.)

Aufstand in den Städten – Krise – Proteste – Strategien

UNRAST-Verlag, Münster 2012

255 Seiten

Euro 16.00

 

Wer von Aufständen redet, wo und wann immer in der Welt sie stattfinden, darf über die gesellschaftlichen Widersprüche, die sie verursachen, nicht schweigen.

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23.01.2013 – Aufstand in Kiel …. lange her …. oder …warum nicht?

Polit-Tresen unzumutBAR präsentiert: Aufstand in den Städten.

Lesung und Diskussion in der Hansa 48, in Kiel, mit Wolf Wetzel

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Das vergeigte Jahrzehnt

 

Die Krise vor der Krise

 

 

»Schön, dass Ihre Reformen jetzt als Vorbild für ganz Europa gelten – oder?

Ich kann jedenfalls nicht sagen, dass es mich ärgern würde.«

(Interview mit dem Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder/SPD, FAS vom 25.11.2012)

 

Im allgemeinen Verständnis und in der Wahrnehmung vieler beginnt die Krise, die zu Recht als die schwerste nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschätzt wird, irgendwo um das Jahr 2008 herum.

Tatsächlich begann sie für die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland schon lange davor.

Da Krisen jedoch nur dann als solche bezeichnet werden, wenn das Kapital, die Business Class davon betroffen ist, spielte sie in der (ver-)öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle.

Doch es lohnt sich, auf die zehn, fünfzehn Jahre davor zurückzublicken, um zu verstehen, warum Deutschland von allen anderen europäischen Staaten die Krise 2008ff nicht nur bravourös und ohne große Proteste überstanden hat, sondern auch behaupten kann, dass zumindest die Business Class dieses Landes gestärkt aus der Krise hervorgegangen ist.

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Noch mehr brennende Autos… ein Rezension

Noch mehr brennende Autos….

Von Florian Osuch (Junge Welt vom 17.9.2012)
 
Im August 2011 wurden englische Städte von mehrtägigen Ausschreitungen erschüttert. Etablierte Politik und linke Bewegungen hierzulande blickten zunächst wie versteinert nach London, Liverpool oder Bristol. Standen die Krawalle im Zusammenhang mit den Umwälzungen im arabischen Raum? Waren die Massenproteste und Platzbesetzungen in Spanien oder die Streiks und Revolten in Griechenland inspirierend für die Ereignisse in Großbritannien? Was war Hintergrund der Gewaltausbrüche? Wolf Wetzel nähert sich in »Aufstand in den Städten. Krise, Proteste, Strategien« diesen Fragen.

29.9.2013 – Bucktopia in Magdeburg …Auf den Spuren von Guy Fawkes

Im Rahmen von Bucktopia in Magdeburg findet folgende Veranstaltung statt:

Sonntag, den 29. September 2013 um 16 Uhr

Werk4 | Brauereistraße 4 | 39104 Magdeburg-Buckau

Flachbau/Seminarraum

Guy Fawkes – Das Symbol vieler Protestbewegungen – ein sympathischer Irrtum?

Guy Fawkes 1600 - 2013

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