Erst verbrennen Akten, dann Zeugen

Der Polizistenmord in Heilbronn 2007, der nicht

aufgeklärt werden darf (Teil II)

aktualisiert am 5.12.2013

Der Mordanschlag auf Polizisten, der dem neonazistischen NSU zugeschrieben wird, weist fünf Besonderheiten auf:

  • Alle vorliegenden Indizien und Hinweise führen zu Tätern, die nicht mit den namentlich bekannten NSU-Mitgliedern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos identisch sind.
  • Mit den Phantombildern, die mithilfe des schwerverletzten Polizisten und anderer Zeugen erstellt wurden, wurde nie öffentlich gefahndet. Warum?
  • Wenn der Geheimdienst polizeiliches Vorgehen hintergeht, dann ist das ärgerlich und gewollt. Wenn Geheimdienste hingegen bei der Aufklärung eines Mordanschlags auf Polizisten ein Problem werden, dann gerät die institutionelle Hierarchie ins Wanken.
  • Nach diesem Mordanschlag bricht die Terror- und Mordserie des NSU ab. Gibt es einen Zusammenhang?
  • Warum richtet Baden-Württemberg bis heute keinen parlamentarischen Untersuchungsausschuss/PUA ein?

 

Dass im Fall der neun ermordeten Migranten vorsätzlich falsch ermittelt wurde, dass jedes Indiz in Richtung Neofaschismus für irrelevant erklärt wurde, dass Opfer zu Tätern gemacht wurden, erklären viele – auch der PUA-Abschlussbericht erwähnt dies – mit dem weitverbreiteten Rassismus.

Auch wenn dies näher an die Ursachen dieses Nichtaufklärungswillens heranreicht, als das Gerede von den Pannen, so hilft diese Erklärung nicht für die schier unglaubliche Nichtbereitschaft, den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn 2007 aufzuklären.

Mit geradezu halsbrecherischer Absicht wird faktenfrei daran festgehalten, dass für den Mordanschlag die beiden toten NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verantwortlich seien, obwohl die vorliegenden Belege für alles sprechen, nur nicht für die offizielle Version. Und gegen alle Indizien wird behauptet, dass Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos den Mordanschlag »ohne Mithilfe ortskundiger Dritter verübt haben«.

Fakt ist, dass die Spuren und Hinweise, die es zuhauf gibt, zu anderen Täter führen.

Rassismus als Motiv, den Mordanschlag auf Polizisten nicht aufzuklären, kann also sicher ausgeschlossen werden.

Warum will man (noch lebende) Täter schützen? Muss man sie schützen? Würden die Täter Verbindungen zu staatlichen Behörden bloßlegen, zu Tatbeteiligten, die auch V-Leute waren?

Auf welche Gratwanderung begeben sich Ermittlungsbehörden, wenn staatliche Stellen Täterwissen haben, das den Mordanschlag auf Polizisten nicht verhindert hat, und sich nun vor der ›lückenlosen‹ Aufklärung mehr fürchten als der NSU?

Für diesen Vorsatz, vorhandenen Spuren nicht zu folgen, die zu weiteren neonazistischen Tätern führen, tut man viel, sehr viel: Man macht Falschaussagen im Amt, man legt falsche Spuren, man manipuliert die Ermittlungsrichtung, man vernichtet Beweismittel.

Man ahnt die Nervosität im ›Fall Heilbronn‹. Es ist ein Rennen gegen die Zeit: Nachdem man jahrelang alles und alle auf diese Version eingeschworen hatte, kann man jetzt nicht mehr zurück.

Obwohl die Generalbundesanwaltschaft/GBA zögerte, den Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 mit in die Anklage aufzunehmen, tat sie es schließlich doch. Und das Oberlandesgericht in München schloss sich der Version an, dass in Heilbronn die beiden toten NSU-Mitglieder die Täter waren und dass es – wie bei den anderen Morden zuvor auch – keine Mittäter gäbe.

Zu viele Behörden, zu viele Leitende Beamte sind also darin involviert, diese Fata Morgana in der Welt zu halten. Selbstverständlich wissen alle beteiligten Behörden um diese hauchdünne Konstruktion. Eine kleine Erschütterung … und diese wacklige Konstruktion begräbt mehr unter sich als die Erfindung eines ›Zwickauer Terrortrios‹.

Erst verbrennen Akten, dann Zeugen

Am 16. September 2013 hat Florian Heilig einen Termin um 17 Uhr beim Landeskriminalamt/LKA in Stuttgart. Dort soll er weitere Aussagen zum Mordfall Heilbronn machen. Er wohnt im Landkreis Heilbronn und fährt über die Autobahn nach Stuttgart. Er legt ca. 70 Kilometer zurück, ist fast am Ziel, in Stuttgart-Cannstatt. Wenige Hundert Meter vom LKA in der Taubenstraße 85 entfernt findet man sein Auto, »auf der Zufahrt zum dortigen Campingplatz – einem Ort, an dem sich die der Zwickauer Terrorzelle zugerechneten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgehalten hatten.« (Kontext/Thomas Moser vom 25.09.2013).

Ob Florian Heilig dort sein Auto parkte, was er dort machte, wenn er dort treffen wollte bzw. traf, ist völlig ungeklärt. Ebenso unklar ist, wie lange die Unterbrechung dauerte. Zeugen zufolge kam es gegen 9 Uhr morgens zu einer Explosion, »kurz nachdem der Mann nahe dem Cannstatter Wasen in Stuttgart in sein Auto eingestiegen war. Erst danach habe das Fahrzeug Feuer gefangen und sei ausgebrannt, sagen diese Zeugen.« (Berliner Zeitung vom 1.10.2013).

Einzig und alleine unstrittig ist, dass man Florian Heilig verbrannt im Auto findet. Und ganz sicher kann man festhalten: Ein eminent wichtiger Zeuge ist tot.

Die BILD-Zeitung veröffentlichte ein Tatortbild: Auf diesem sieht man Florian Heilig nach hinten gebeugt, überstreckt. Der Körper ist eng an die Rückenlehne des Fahrersitzes gepresst. Eine Körperhaltung, die ein Toter einnimmt, wenn er von Gurten gehalten wird – wenn eine Person angeschnallt ist.

Nach Angaben von Thomas Ulmer, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, fanden die Ermittler einen geschmolzenen Plastikbehälter. »Der Brandschutt wird auf Rückstände von Brandbeschleuniger untersucht«, sagt Ulmer. Das Ergebnis der Untersuchung stehe noch aus.

So langwierig und aufwendig eine Spurensuche und vor allem eine Spurenauswertung – normalerweise – ist: Der Pressesprecher im Innenministerium Rüdiger Felber kannte sofort das Ergebnis: »Wie bei jedem anderen Suizid wurde auch hier gewissenhaft geprüft, ob eine Fremdeinwirkung vorliegen könnte. Das ist eindeutig zu verneinen

Auch das Motiv ist schnell erkannt: Florian Heilig habe »wegen Beziehungsproblemen« Selbstmord begangen.

Im Rahmen dieser Recherche habe ich die Pressstelle der Polizei mehrmals darum gebeten, Tatortfotos zur Verfügung zu stellen. Zugleich bat ich darum, die Behauptung zu belegen, dass Florian Heilig »Beziehungsprobleme« hatte, die ihn in den Selbstmord getrieben haben sollen. Auf die Frage, woher die Polizei das Motiv für einen Selbstmord habe, antwortete der Polizeisprecher, dass es Erkenntnisse aus dem »familiären Umfeld« seien. Nachdem ich ihn damit konfrontierte, dass weder jemand aus der Familie, noch seine Freundin dieses ›Beziehungsproblem‹ bestätigten, wusste der Pressesprecher nicht mehr weiter und verwies auf die Staatsanwaltschaft.

Auch die Feuerwehr Stuttgart bat ich darum, Fotos zuzusenden, die das Auto nach dem Löschen des Brandes zeigen, mit der Bitte, mir mitzuteilen, in welcher Lage sie den Toten vorfanden, bevor sie aus dem Auto herausgenommen wurde. Die Feuerwehr verwies auf die Polizei … und die an die Staatsanwaltschaft.

Das Hamsterrad drehte sich professionell, ins Leere.

Sind das nicht genug Gründe, an der Selbstmordthese zu zweifeln? Und ist es nicht Aufgabe der Ermittlungsbehörden, gegenüber Behörden misstrauisch zu sein, die jahrelang und fortgesetzt Beweismittel unterschlagen und vernichtet haben, die Falschaussagen gemacht haben und Spuren für irrelevant erklärt hatten, die heißer nicht sein konnten (wie die 1998 gefundene Garagenliste in Jena z.B.).

Man muss kein Tatort-Fan sein, um über zahlreiche Ungereimtheiten zu stolpern, denen erst nachgegangen werden müsste, bevor man ein Ermittlungsergebnis festschreibt.

Warum handelt Florian Heilig erst wie ein Zeuge, der zu einem Vorladungstermin erscheinen will, um im letzten Moment aus Liebeskummer Selbstmord zu begehen?

Welchen Grund hatte die Unterbrechung auf dem Cannstatter Wasen?

Was hat die Auswertung der Handydaten von Florian Heilig ergeben? Wen hat er angerufen, mit wem hatte er Kontakt?

Wenn die Zeugenaussagen zutreffen, dann liegt der Verdacht nahe, dass Florian Heilig nicht Selbstmord begangen hat, sondern Opfer eines (zwischenzeitlich) manipulierten Autos geworden ist.

Wenn das BILD-Zeitungsfoto die Möglichkeit nahelegt, dass Florian Heilig angeschnallt war, als sich die Explosion ereignete, dann wollte der junge Mann nicht sterben, sondern seine Fahrt fortsetzen.

Bis heute haben weder Polizei noch Staatsanwaltschaft einen Beleg für das ins Feld geführte Selbstmordmotiv vorgelegt.

Und die Behauptung, man habe »gewissenhaft geprüft, ob eine Fremdeinwirkung vorliegen könnte«, ist wissentlich und vorsätzlich falsch. Es fand weder eine kriminaltechnische Auswertung des Laptops, noch eine Auswertung des Handys statt. Beides lag unberührt und unbeschadet im Kofferraum des Autos, das die Eltern ein paar Tage später abholten.

In einem Kommentar zu dem Kontext-Beitrag ›Ungeklärter Todesfall‹ vom 25.9.2013 hat sich die Mutter von Florian Heilig wie folgt geäußert:

»Legislative, Judikative, Exekutive, ausführende Gewaltteilung des Staates, dies habe ich mehrmals in der Schule und in all meinen Weiterbildungen gelernt. Inzwischen haben diese Formen einen sehr negativen Beigeschmack. Florian war ein sehr lebenslustiger und kritischer Mensch. Er hatte so viele Träume Wünsche und Ziele. Wer ihn gekannt hat, geht nicht von einem Suizid aus.« (Heike Heilig, 06.10.2013 14:29)

Der erste Satz klingt merkwürdig abstrakt. Vielleicht wollte sie damit andeuten, dass sich ihr Sohn im Ausstiegsprogramm ›Big Rex‹ für Neonazis befand, etwas, was sie so nicht sagen wollte oder durfte. Dass genau dies der Fall war, bestätigte jetzt auch das Innenministerium. Damit machte sich Florian Heilig viele Feinde: nicht nur unter Neonazis, sondern auch in Kreisen von »Legislative, Judikative, Exekutive«, die an der Legende vom Zwickauer Terrortrio genauso festhalten, wie an der Behauptung, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Täter in Heilbronn waren.

Dank der Südwest Presse vom 15.10.2013 wissen wir noch mehr: Die Aussagen, die Florian Heilig im Rahmen seiner Vernehmung machen wollte, drehten sich nicht ganz allgemein um »rechtsextremistische Strukturen« in Baden-Württemberg, wie die Ermittlungsbehörden in ihrer Pressemitteilung suggerieren wollten:

»Das ist nur die halbe Wahrheit, wie sich nun herausstellt. Die SÜDWEST PRESSE hatte Einsicht in geheime Dokumente der Sonderkommission ›Parkplatz‹, die nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter (2007) in Heilbronn eingerichtet wurde. Demnach vertraute sich Florian H. 2011 Mitschülern einer Krankenpflegeschule an: Er wisse, wer die Polizistin getötet hat.«

Ein Freund aus dem persönlichen Umfeld, der dabei half, dass Florian Heilig Kontakt zum Aussteigerprogramm ›Big Rex‹ für Neonazis bekam, offenbarte gegenüber der Südwest Presse auch das Gefühl, das ihn beschlichen hatte, als er vom ›Selbstmord‹ erfuhr:

»Mein erstes Gefühl sagte mir, jetzt haben sie ihn doch noch gekriegt.« (Südwest Presse vom 15.10.2013)

 Sicherlich gibt es Selbstmorde. Aber es gibt auch ›Selbstmorde‹, die sich vor allem jene herbeiwünschen, die berechtigte Angst vor dem haben, wofür sich die Lebenden entschieden hatten, nämlich Aussagen zu machen. Wie ein Uwe Barschel zum Beispiel, der öffentlich angekündigt hatte, umfänglich auszupacken und dann Selbstmord begangen hat oder Heinz Lembke, Neonazi und Gladio-Mitglied, der Aussagen zu dem neonazistischen Mordanschlag auf das Oktoberfest in München 1980 machen wollte und sich tags zuvor in der Zelle erhängte …

Obwohl weder Ort und Zeit, noch die erklärte Absicht des Opfers einen Selbstmord plausibel machen, ist das Ermittlungsergebnis der Polizei in Stein gemeißelt. Ein Ergebnis, das so schnell feststeht wie bei den vorangegangenen NSU-Morden, bei denen in atemberaubender Geschwindigkeit, also faktenfrei, ausgeschlossen wurde, dass es sich um neonazistische Mordanschläge handelte.

Florian Heilig war den Ermittlungsbehörden als Neonazi seit Langem bekannt. Bereits im Mai 2011, also zu einem Zeitpunkt, als die Ermittlungsbehörden nichts von einem NSU gewusst haben wollen, hatte er Aussagen gemacht. Er gab an, dass es neben dem NSU noch eine weitere neonazistische Terrorgruppe gibt. Ihr Name: ›Neoschutzstaffel‹ (NSS): »Diese NSS sei von H. als ›zweite radikalste Gruppe‹ neben dem NSU bezeichnet worden. Den Aussagen des Zeugen zufolge hätten sich auch Aktivisten beider Gruppierungen einmal in Öhringen, etwa 25 Kilometer östlich von Heilbronn gelegen, getroffen.« (s.o.). Dabei nannte er auch vier Namen.

Zur Erinnerung und zur Bedeutung dieser Aussage: sechs Monate bevor sich der NSU selbst bekannt gemacht hatte, wussten die Ermittlungsbehörden sowohl von der Existenz eines NSU, also auch von einer weiteren neonazistischen Terrorgruppe! Mindestens sechs Monate vor der Entdeckung des ›Zwickauer Terrortrios‹ wussten die Ermittlungsbehörden, dass der NSU aus mehr als drei Mitgliedern besteht und dass es sehr wohl tatrelevante Verbindungen zu anderen neonazistischen Terrorgruppen gab.

Dass diese Verbindungen nicht aus der Luft gegriffen sind, belegt auch eine sichergestellte SMS auf dem Handy von Beate Zschäpe: »Im Oktober 2011 erhielt Zschäpe eine SMS von einem Handy, das in Stuttgart zugelassen war. Ein Mitläufer der rechten Szene soll ein gemeinsames Treffen von NSU und einer Gruppierung namens ›Neoschutzstaffel‹ (NSS) in Öhringen erwähnt haben.« (Moser/Kontext vom 28.8.2013)

Die Ermittlungsbehörden wollen diese Aussagen als zu vage und nicht verifizierbar eingeordnet haben. Wenn man weiß, dass dieselben Ermittlungsbehörden dreizehn Jahre autobahnbreite Spuren für wertlos und irrelevant erklärten, weil sie ihre ›Aufklärung‹ störten, kann und muss man auch in diesem Fall von einer gewollten Irreführung ausgehen.

Selbstverständlich wissen die Ermittler heute mehr denn je: Würde ein Zeuge heute glaubhaft wiederholen und belegen, dass der NSU noch nie aus drei Mitgliedern bestand, dass der Mordanschlag auf die Polizisten in Heilbronn von weiteren Neonazis begangen wurde, würde nicht nur die Fiktion vom ›Zwickauer Terrortrio‹ in sich zusammenstürzen, sondern auch die Anklage im Münchner NSU-Prozess.

Die Angst vor den wahren Tätern des

Mordanschlages in Heilbronn 2007

 

Wie bereits erwähnt, weist kein einziges Indiz auf eine direkte Beteiligung von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hin. Das wissen alle beteiligten Behörden. Will man diese Irreführung durchsetzen, müssen alle anderen Indizien, die zu anderen, weiteren neonazistischen Tätern führen, beseitigt bzw. entwertet werden.

Zweifelsfrei kann man diese Strategie am Beispiel der zahlreichen Phantombilder nachweisen, die mithilfe des schwer verletzten Polizisten Martin Arnold und anderer Zeugen erstellt wurden.

Quelle: Kontext Nr.120

Quelle: Kontext Nr.120

Kein einziges Phantombild ähnelt den bekannten NSU-Mitgliedern. Das ist kein Geheimnis. Schlimm, um nicht zu sagen suizidal wäre es jedoch, wenn man mit diesen Phantombildern nach den wahren Tätern fahnden würde. Genau dies wurde von der Staatsanwaltschaft unterbunden. Warum?

Niemand verzichtet ohne Not auf Hilfsmittel, die einen Mordanschlag aufklären können – schon gar nicht, wenn es um Polizisten geht. Wenn man davon vorsätzlich keinen Gebrauch macht, weiß man um das Ergebnis. Und genau dies ist im Fall der Phantombilder geschehen.

In Heilbronn, rund um die Theresienwiese gab es nicht nur das besagte Polizeiauto, x-Täter und eine Anzahl von ZeugInnen. Trotz vorsätzlicher Falschaussagen des Innenministeriums, zu Tatzeit wären keine V-Leute in Tatortnähe gewesen, ist der Stand heute ein ganz anderer:

»Offenbar wimmelte es am Mordtag nur so von V-Leuten in Heilbronn. Insgesamt haben sich mindestens fünf Informanten von Polizei und Verfassungsschutz sowie mindestens ein LfV-Führer um den bis heute ungeklärten Mordfall herum bewegt.« (Moser/Kontext vom 25.9.2013/Ausgabe 130)

»Ein Zeuge, der kurz nach den Schüssen auf die zwei Beamten in Heilbronn einen blutverschmierten Mann gesehen hat, war ein V-Mann der Polizeidirektion Heilbronn. (…) Der Zeuge hielt sich wenige Hundert Meter vom Tatort Theresienwiese auf. Er gab an, ein Mann sei direkt vor ihm in ein Auto mit laufendem Motor gesprungen. Der rechte Arm des Mannes soll voller Blutflecken gewesen sein. Auch auf seinem T-Shirt soll vorne rechts Blut zu sehen gewesen sein. Der Fahrer des Autos soll ›dawei, dawei‹ gerufen haben (Russisch für ›schnell, schnell‹). Das Auto sei mit quietschenden Reifen davongefahren. Der Zeuge meldete sich am selben Tag bei der Polizei. Die erstellte zwei Tage später ein Phantombild. Es ist Bild 9 der insgesamt 14 Fahndungsbilder, die Kontext in der Ausgabe 120 Mitte Juli 2013 veröffentlichte.« (s.o.)

Der V-Mann der Polizei wird als ›V-Person 1749‹ geführt.

»Neben VP 1749 gab es zwei weitere V-Personen der Heilbronner Polizei, die zeitlich und räumlich in der Nähe des Tatorts gewesen sein müssen. (…) Aus dem Umfeld des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) erfährt Kontext, dass eines der Phantombilder einem früheren Informanten verblüffend ähnlich sehe. Es ist das Phantombild Nummer 8. Es zeigt einen Mann, der etwa eine Stunde vor dem Anschlag zusammen mit drei anderen Männern am Rand des Festplatzes Theresienwiese im Gras saß. Das Innenministerium will Fragen dazu nicht beantworten. Einsätze einzelner Vertrauenspersonen würden ›grundsätzlich weder bestätigt noch dementiert‹ werden.« (s.o.)

Quelle: Kontext Nr.120

Quelle: Kontext Nr.120

Das Phantombild Nr. 8 dürfte der Polizei bzw. dem Verfassungsschutz also alles andere als unbekannt vorkommen, zum einen als polizeibekannter führender Neonazi, zum anderen als V-Mann: Es ähnelt in hohem Maße Alexander Neidlein.

Eine weitere vertrauensvolle Quelle hat zudem Informationen darüber, dass es eine »Anbindung an den BND/Bundesnachrichtendienst« gibt.

Alexander Neidlein

Alexander Neidlein stammt aus Crailsheim. In den 90er Jahren war er Söldner der faschistischen kroatischen HOS Miliz in Bosnien. Nach diesem Aufenthalt hatte er enge Kontakte zu führenden KKK Mitgliedern in Südafrika. Wegen zweifachen Mordversuchs an südafrikanische Polizeibeamte saß er in Auslieferungshaft. Ein für Geheimdienste idealer Zeitpunkt, jemand anzuwerben, der unter keinen Umständen als „Herrenmensch“ im südafrikanischen Knast laden will. Von 1998 bis 2000 war er ›Stützpunktleiter‹ der Jungen Nationaldemokraten/JN im baden-württembergischen Schwäbisch Hall/Ostalb. 2003 wurde er zum Landesvorsitzenden der JN, 2004 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der JN gewählt … kurzum eine neonazistische Bilderbuchkarriere.

Alexander Neidlein

Ob sich das Phantombild Nr.8 mit dem heutigen NPD-Funktionär Alexander Neidlein deckt, ob sich dieser Neonazi mit drei weiteren Kameraden am Mordtag auf der Theresienwiese aufgehalten hat, ob das Ganze mit einer V-Mann-Tätigkeit einherging, werden am aller wenigsten die Ermittlungstätigkeiten der zuständigen Behörden ergeben.

Das unter Verschluss gehaltene Wissen dieser V-Leute, das Operationsziel dieser V-Leute und V-Mann-Führer, ihre Rolle an Tattag – all das wird sich einen anderen Weg bahnen müssen.

Warum deckt die rot-grüne Regierungsmehrheit im Landtag Baden-Württemberg den Willen zur Nicht-Aufklärung

Nach der Selbstbekanntmachung des NSU im November 2011 wurden überall parlamentarische Untersuchungsausschüsse/PUA eingerichtet. Nur nicht in Baden-Württemberg. Die Weigerung, eine parlamentarische Untersuchung in Gang zu bringen, teilen sich die alte und neue Landesregierung (CDU/FDP – Grüne/SPD). Dass die alte CDU-FDP-Regierung dies verhindert hatte, ist naheliegend. Schließlich fällt die Nicht-Aufklärung des Mordanschlages auf Polizisten in Heilbronn 2007 in ihre Regierungszeit, in ihre Verantwortung. Aber warum nutzt die seit 2011 regierende Landesregierung aus GRÜNEN und SPD nicht die Chance, sich zu profilieren? Warum herrscht in Sachen Mordanschlag eine informelle Große Koalition? Warum deckt Rot-Grün ihre Vorgängerregierung – sogar mit Straftaten (wie z.B. mit Falschaussagen)?

Sich der Beantwortung dieser Fragen zu nähern, lohnt sich. Denn dieser ungewöhnliche Umstand hilft verstehen, warum Rassismus als Erklärung für das aktive Versagen deutscher Behörden nicht ausreichend ist. Hier geht es nicht um ermordete Migranten, hier geht es um einen Mordanschlag auf Polizisten.

Wenn die bisherigen Recherchen belegen, dass die offizielle Version die unwahrscheinlichste ist, dann geht es um mehr als um Sympathien und/oder Gleichgültigkeit gegenüber Neonazismus. Wenn vorsätzlich falsche Spuren gelegt, wenn andere, noch lebende Täter gedeckt werden, wenn V-Leute verleugnet werden, die am Tatort zugegen waren, dann müsste eine (politische/juristische) Untersuchung dem naheliegenden Verdacht nachgehen, ob staatliche Behörden in das Tatereignis in Heilbronn involviert waren, ob von Tätern abgelenkt wird, die staatlichen Behörden bekannt sind.

Dass die rot-grüne Landesregierung dieser parlamentarischen Pflicht nicht nachgeht, kann nur einen nachvollziehbaren Grund haben: Sie befürchtet, dass die zutage geförderten ›Versäumnisse‹ nicht nur parteipolitische Konsequenzen nach sich ziehen könnten, sondern vor allem institutionelle.

Rot-Grün mag einiges anders machen, aber auf den Repressionsapparat (Polizei/Geheimdienste) möchte auch sie nicht verzichten. Ihn zu beschädigen, ihn als Gegner zu haben, möchte auch Rot-Grün unter allen Umständen verhindern. Mehr noch: Sie ist auf seine Loyalität angewiesen, darauf, dass er sein operatives Erpressungspotenzial nicht gegen die amtierende Regierung wendet. Eigenschutz und Staatsraison stehen hier zweifelsohne über parteipolitischen Vorteilen.

Man kann über die schärfste Waffe des Parlaments, die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses, verschiedener Meinung sein. Aber selbst diese bescheidene Möglichkeit nicht wahrzunehmen, ist Beihilfe zur Nicht-Aufklärung.

Wolf Wetzel

Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf? Unrast Verlag 2013, 2. Auflage

Eine gekürzte Version findet sich hier: Gewollte Irreführung, Junge Welt vom 10.10.2013: http://www.jungewelt.de/2013/10-09/044.php

V-Leute in Tatortnähe, Junge Welt vom 10.10.2013

Eine ältere Fassung findet sich auch im |MiGAZIN | Migration in Germany |

Wer sich die Hintergründe des Mordanschlags auf die beiden Polizisten vergegenwärtigen will, der lese bitte:

Der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 -Drei plus X

Wer weitere, ergänzende Informationen (keine Spekulationen, sondern Belege) zum „Selbstmord“ in Bad Cannstadt, zu Florian Heilig oder zu anderen hier ansgesprochenen Punkten hat, der kann  die Kontaktseite nutzen – dort findet sich auch ein pgp-Schlüssel.

Und noch eine offene Frage: Wer weiß etwas über die von Florian Heilig genannte ›Neoschutzstaffel‹ (NSS) in (der Nähe) Öhringen?

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23 Antworten to “Erst verbrennen Akten, dann Zeugen”

  1. Was mir heute wichtig erscheint #328 - trueten.de - Willkommen in unserem Blog! Says:

    […] Siehe auch: "Gewollte Irreführung" von Wolf Wetzel bei der jungen Welt sowie in längerer Fassung in seinem Blog. Streik: Die Norgren KollegInnen kämpfen mit Streik und Torbesetzung seit Tagen gegen den […]

  2. bobrobotboy Says:

    Danke für den Artikel!

  3. Wolf Wetzel Says:

    Herzlichen Dank für das Lob. Ja, wie angekündigt, hat es sehr lange gedauert, falsche von überprüfbaren Spuren zu trennen und die Geduld aufzubringen, so lange zu recherchieren, nachzubohren, bis das Ergebnis schlüssig ist. Die vielen Fakten, die auf Ihrer Seite zusammengetragen sind, haben mir auch dabei geholfen. Und ich kann versprechen, dass weitere, sehr wichtige Puzzle-Steine dazukommen werden.
    Wolf Wetzel

  4. Münchner Says:

    Hallo Herr Wetzel!

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön für Ihre Recherche und diesen Artikel.

    Ich möchte an dieser Stelle auf die Zeugenaussage von Veronika von A. aufmerksam machen, und die Konstellation etwas näher beleuchten.

    Dass die Zeugin von A. das Pärchen D. mit ihrer Beobachtung massiv belastet, ist weder im Gericht noch in den Medien zur Sprache gekommen.

    Die Aussage von Frau von A. legt nahe, dass das Pärchen möglicherweise im Unterstützerkreis des NSU angesiedelt sein könnte. Laut ihrer Beobachtung soll das Pärchen Kontakt zum NSU Trio gehabt haben, wenige Tage vor einem der Morde.

    Das ist ein sehr schwerer Vorwurf, den wohl niemand ohne in die Enge getrieben zu werden, zugeben würde.

    Warum behandelt das BKA die beiden also lediglich wie Zeugen? Warum wurden nicht stille Ermittlungen eingeleitet und die Glaubwürdigkeit der Zeugenaussage anhand dieser gemessen? Verbindungen in die rechtsradikale Szene sind nachweislich beim Ehemann vorhanden, diesen hätte das BKA als erste Spur folgen können. Stattdessen konfrontierte das BKA die beiden mit dem Ermittlungsstand, und provozierte damit eine vorhersehbare Reaktion: Die Beschuldigten werden den Vorwurf in jedem Fall ohne Not von sich weisen können. Und sie werden das öffentlichkeitswirksam im NSU Prozess machen. Die Strategie des BKA mit offenen Karten zu spielen, war in diesem Kontext eine Einladung mögliche Spuren verwischen zu lassen. Wenn die Zeugin von A mit ihrer Beobachtung falsch liegt, ist klar, dass das Pärchen eine Nähe zum NSU von sich weisen wird. Aber auch falls die Zeugin richtig liegt, werden die Beschuldigten es leugnen. Das BKA hat der Aufklärung einen Bärendienst erwiesen, indem es die Beschuldigten nicht als Beschuldigte einordnete, sondern sie demonstrativ als Zeugen behandelte.Folglich sagt die Aussage des Pärchens vor Gericht wenig über die Glaubwürdigkeit der Zeugin von A. aus.
    In vielen Medien und auch vor Gericht wurden die Aussagen der beiden Zeugen gegenübergestellt, und ebenbürtig bewertet und anhand dieser die Glaubwürdigkeit abgeleitet. Dass hier ein Zeuge den anderen als möglichen Hintermann beschuldigt, ist nicht zur Sprache gekommen. Dass der beschuldigte Skin schlüssige Antworten für seine Grabungen liefern konnte, beweist gar nichts. Dass die Ehefrau des Skins von sich aus behauptet, eine Ähnlichkeit mit Zschäpe haben zu wollen, klingt zu seltsam um glaubhaft zu sein. Eine Frau, die freiwillig behaupet Zschäpe ähnlich zu sehen?
    Und dann erscheint diese Frau auch noch vor Gericht im auffälligen Zschäpe-Pink, mit streng nach hinten gebundenen Haaren. Kleidung und Frisur sind Zschäpe ähnlich, aber das sind auch die Dinge die man leicht verändern kann. Bild.de hat sie schön anschaulich nebeneinandergestellt:
    Beate: http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/bu-03-zschaepe2-jpg_34922645_mbhf-1381249207-32886284/1,w=273,c=0.bild.jpg
    Desiree http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/nsu-prozess_34920180_mbhf-1381249241-32886296/1,w=273,c=0.bild.jpg

    Am Ende des Prozesstages durfte Anja Sturm, die Verteidigerin von Zschäpe, feierlich verkünden:
    „Jedem im Saal dürfte nach den Aussagen des Ehepaares klargeworden sein, dass die Angaben der Zeugin nicht den Tatsachen entsprachen. So dass sich insgesamt aus unserer Sicht weitere Erklärungen zur Zeugin erübrigen.“

  5. Alexander Gronbach Says:

    @ Münchner

    Genau diese Fragen habe ich mir auch gestellt. Und schon im Vorfeld zynischerweise veröffentlicht, dass „Skin Balkonmann“ bestimmt zwei männliche Personen findet, die ganz zufällig Mundlos und Böhnhardt ähnlich sind… und auch das mit Wohnmobil war sicherlich komplett anders.

    Das OLG hätte schlichtweg die beiden Zeugen vereidigen sollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die inzwischen getrennte Frau soweit aus dem Fenster lehnen wird, um eine längere Haftstrafe in Kauf zu nehmen. Wobei, verfolgte man die Aussagen der beiden ist denen sicherlich nicht bewusst, aus Intelektueller Sichtweise, auf was für ein – aus denen Sicht – Spiel, die sich einlassen.

    Als Beschuldigter hätte er Aussageverweigerungsrecht gehabt, es war ganz gut, dass das BKA ihn zunächst als Zeugen vernommen hat und er aus der Deckung gekommen ist mit Angaben. Sollten diese nun Stück für Stück wiederlegt werden, als Zeuge ist man zur Wahrheit verpflichtet. D.h. er hätte dann eine Falschaussage beim OLG München am Hals.

    Die Gesamtwürdigung zeigt relativ sicher, dass die Zeugin V.v. Achenbach die Wahrheit mitteilte. So gibt es über die „VP Heidi“ Hinweise, dass sich zumindest Mundlos und Zschäpe zu dem Zeitpunkt in Dortmund aufgehalten haben. Ein weiterer VP Toni S. wäre hier involviert.

    Zschäpe belastete sich selbst, siehe letzten Brief wo sie auf die VP Sebastian S. hinweist, welchen sie gerne vor Gericht sehen würde. Weshalb wenn sie keine Hintergrundinformationen über ihn hat? Und ihre Post an den ebenfalls inhaftierten Robin S. zeigt, wessen Geistes Kind sie ist, sie spricht sogar auf ihr Verhältnis zum BfV an, die nicht da wären, wenn man sie mal braucht. Die hätten schon genügend in ihrem Leben rumgepfuscht….

    Persönlich schätze ich, dass so langsam die Maske fällt, auch das Verhalten von Zschäpe in der JVA Stadelheim lässt tief blicken, es sind halt doch einfach gestrickte Gärtnerinnen und Friseusen und keine intelektuellen Vordenker wie Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin…..

    Die Nebenkläger können einges auffahren, VP & Häftling Robin S. VP Sebastian S. VP Toni S. Michael alias Heidi, die zwei Dubbles von Mundlos und Böhnhardt, Sachbeweise wie Vorlage von Kaufvertrag eines Wohnmobil da „Skin“ ja behauptete, er habe zu einem späteren Zeitpunkt eines besessen, ferner seinen wie er behauptete Kumpel SS Siggi – in Folge vielleicht den VP Benjamin G. aus Kassel, womöglich kennt er ja diesen Skin aus Dortmund, es ist noch nicht aller Tage Abend. Und das Verfahren in München steht ja erst am Anfang! Und in Folge nochmals den Indogermanischen Skin.

    Man sieht auch, dass diese Zschäpe Verteidigerin Sturm Null Ahnung von Strafrecht hat, sie hat praktisch das OLG mit ihrer vorschnellen Aussage herausgefordert…… wie sagt man so schön „Schuster bleib bei deinen Leisten, bzw. Anwalt bei deinen Wirtschaftsstrafsachen“…..

  6. brain freeze Says:

    Obwohl ich die Neidlein-Spur für falsch halte, weil mit ihr die Frage des Motives nicht schlüssig beantwortet werden kann, habe ich große Sympathie für Ihre Art, sich im Dickicht aus Täuschung, beredtem Schweigen und Halbwahrheiten einen Weg zur vielleicht schmerzlichen Wahrheit zu bahnen.

    Die Schlüsselfrage des Heilbronner Komplexes lautet: Wie kommen die Dienstwaffen der Polizisten in das Eisenacher Wohnmobil? Diese Frage sollte man immer im Hinterkopf behalten. Mit dem Fund der Waffen sind Heilbronn und Zwickau unlösbar miteinander verknüpft.

    Für das Nichtveröffentlichen meiner Kommentare habe ich Verständnis.

  7. Alexander Gronbach Says:

    @ brain freeze

    Weshalb sollten Ihre Kommetare nicht veröffentlicht werden? Es sind gute wertfreie und durchdachte Kommentare.

    Warum halten Sie die Spur „Neidlein“ für falsch?

    1. Er ist eng mit KKK Strukturen verbunden seit seinem Südafrika Aufenthalt.
    2. Er ist ein Informant des Verfassungsschutzes.
    3. Das Phantombild von Kontext veröffentlicht hat extrem hohe Ähnlichkeit mit ihm.
    4. Er hatte laut Ermittlungen engste Kontakte zu anderen Verdächtigen der NSU, zb. Jan Botho Werner (andere Punkte durften laut Innenministerium nicht veröffentlicht werden!)
    5. Das LfV Baden Württemberg ruderte nach einem Artikel bei Kontext zurück und es wurde aus dem Bereich LfV bestätigt, dass Phantombild 8 hohe Ähnlichkeit mit einer VP hat.
    6. Die anderen Phantombilder gleichen Personen aus seinem direkten Umfeld.

    Stimmt, die Schlüsselfrage ist, wie kommen die Dienstwaffen der Polizisten in das Eisenacher Wohnmobil.
    1. Ein Fährtenspürhund schlug an in Wohnung des Patrick Wieschke und es gibt eine zusätzliche Zeugenaussage, dass dort Zschäpe am 3 November 2011 anwesend war. Die Vorgabe von Wieschke, es habe sich um eine andere Freundin gehandelt ist bislang weder von Wieschke selbst, noch von dieser ominösen Freundin dargelegt.
    2. Ein Zeuge sah eine dritte männliche Person aus dem Wohnmobil verschwinden, kurz bevor es Feuer fing. (Was selbstverständlich gegen die offizielle Darstellung läuft, dass es in Eisenach Selbstmord wäre….)
    3. Es wurde belegt, dass sich ein Kapke in direkter räumlicher Nähe zu Mundlos und Böhnhardt aufhielt. was dieser in seiner ersten Vernehmung gegenüber BKA bestritt und in Folge nach Vorlage verifizierter Beweise zugab, dort ein PKW gekauft zu haben. (An einem Baumarkt?)

    Weitere Punkte sind mehr als erdrückend.

    Weshalb tätigte die Präsidentin des LfV Baden Württemberg eine Falschaussage vor versammelter Presse und log, dass der verletzte Polizeibeamte 2 Tage nach dem Mord, dh. das müsste dann der 27 April 2007 gewesen sein, von Ludwigsburg nach Neresheim verlegt wurde? Tatsache ist jedoch, Martin Arnold wurde am 15/16 Mai 2007 nach Neresheim verlegt.

    Brain Freeze – können Sie mir wertefrei beantworten, weshalb eine Präsidentin des LfV Baden Württemberg eine Falschaussage tätigte? Und weshalb ist diese Person noch im Dienst?

    Weshalb belog der leitende LfV Beamte Rainer Oßwald alias Öttinger 11 gewählte Volksvertreter im PUA Berlin mit der belegten Lüge – dass weder er noch einer seiner Kollegen am Tattag in Heilbronn war?

    Weshalb endete diese belegte Falschaussage in einer weiteren Lüge, dass es sich um eine Aktion gegen bzw. für einen Islamisten aus Ulm handelte, wobei dies direkt von zwei LfV Beamten als Blödsinn verworfen wurde, es ging klipp und klar um Rechtsextreme?

    Und dann hätte ich noch gerne eine Erklärung für folgenden Punkt. Im Juni 2012 wandte sich „Krokus“ an den Herrn Innenminister Gall und teilte ihm mit, dass der Herr Rainer Oßwald am Tattag in Heilbronn war und er im O-Ton sagte „es ging zu wie in einem Bienenstock“. Die Lesebestäigung dieses Schreiben an Herrn Innenminister Gall liegt vor!

    Anstatt nun Ermittlungen ein zu leiten, wurde inzwischen bekannt, dass alle Akten zu diesem Punkt „im Juni 2012“ geschreddert wurden. Das dürfte Ihnen doch noch ein Begriff sein, dass aus LfV auf Anfrage des PUA zu dem Punkt – LfV Beamter in Heilbronn, mitgetelt wurde, die Akte hierfür wäre geschreddert worden!

    Was sind daran Täuschungen? Das sind Fakten!

    D.h. weshalb halten Sie diese Spuren für falsch?

  8. Alexander Gronbach Says:

    Dafür hätten Petra Senghaas und ich – Alexander Gronbach bitte sehr eine öffentliche Erklärung von diesen kriminellen Vertuschern des PUA E. Högel (SPD) S. Edathy (SPD) H.C. Ströbele (Grüne) und wie die alle heißen …………………

    Weshalb sind diese Verbrecher B. Bube (LfV BW) und R. Gall (IM BW) eigentlich noch im Amt?

    Stuttgart

    Anklage im Polizistenmord

    Zwickauer Terror-Zelle Die Generalbundesanwaltschaft hat sich bei ihrer Anklage zum Polizistenmord 2007 in Heilbronn auf Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt von der NSU fixiert – ohne weitere Beteiligte, obwohl Zeugenaussagen auf bis zu sechs Täter schließen lassen.
    SWP | 15.10.2013

    Zwickauer Terror-Zelle Die Generalbundesanwaltschaft hat sich bei ihrer Anklage zum Polizistenmord 2007 in Heilbronn auf Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt von der NSU fixiert – ohne weitere Beteiligte, obwohl Zeugenaussagen auf bis zu sechs Täter schließen lassen. Auch die Phantombilder passen nicht zur Zwickauer Terror-Zelle. “Krokus”, eine ehemalige V-Frau des Verfassungsschutzes, nennt NPD-Funktionäre aus der Region Hall/Heilbronn als mögliche Unterstützer. Manche passten auch zu den Phantombildern. thumi

    Stuttgart

    Zeuge im Auto verbrannt: Was wusste Florian H. über Heilbronner Polizistenmord?

    Ein im Auto verbrannter Zeuge und viele Fragen: Florian H. behauptete, er wisse, wer den Heilbronner Polizistenmord begangen hat – Monate, bevor die Terror-Zelle NSU aufflog. Das belegen Akten der Polizei.

    THUMILAN SELVAKUMARAN | 15.10.2013

    Florian H. verbrennt am 16. September am Rande des Cannstatter Wasens im Auto. Die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Der 21-Jährige habe Brandbeschleuniger verteilt und sich selbst angezündet. “Daher ermitteln wir nicht mehr weiter”, so Polizeisprecher Thomas Ulmer. Am Tage seines Todes sollte der Eppinger (Kreis Heilbronn) vom Landeskriminalamt (LKA) an einem geheimen Ort bei Stuttgart befragt werden. Es ginge um seine Kenntnisse “über rechtsextremistische Strukturen”, erklärten Staatsanwaltschaft, Polizei und LKA in einer Presseerklärung.

    Das ist nur die halbe Wahrheit, wie sich nun herausstellt. Die SÜDWEST PRESSE hatte Einsicht in geheime Dokumente der Sonderkommission “Parkplatz”, die nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter (2007) in Heilbronn eingerichtet wurde. Demnach vertraute sich Florian H. 2011 Mitschülern einer Krankenpflegeschule an: Er wisse, wer die Polizistin getötet hat.

    Ein Informant aus dem nahen Umfeld, der namentlich nicht genannt werden will, schildert unserer Zeitung: H. habe bereits im Mai 2011 Neonazis als Täter erwähnt. Welche Namen, daran könne er sich nicht erinnern. Der damals 18-jährige H. habe sich zu jener Zeit stark der Szene zubewegt, sich die Haare geschoren, typische Kleidung getragen. Der rechtsextreme Hintergrund des Polizistenmords war damals noch völlig unbekannt. “Wir haben dies daher als schizophrene Verhaltensweise abgetan und gedacht, der Florian will sich nur wichtig machen”, sagt sein Bekannter.

    Erst, als die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) am 4. November 2011 mit dem Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufflog – sie brachten sich im brennenden Wohnwagen in Eisenach um -, wurde die Brisanz um die Äußerungen Florian H.s ersichtlich. Laut Ermittlungsakte erfuhr die Soko am 22. November 2011 von den Hinweisen. Am 17. Januar 2012 wurde H. vom LKA erstmals vernommen – laut Protokoll ohne nennenswerte Ergebnisse.

    Er habe aber von einer gemeinsamen Veranstaltung der “beiden radikalsten Gruppen Deutschlands” im Haus der Jugend in Öhringen (Hohenlohekreis) gesprochen: der “Neoschutzstaffel” und der NSU. Dies habe sich, heißt es im Dokument, aber nicht belegen lassen.

    Der Informant berichtet, dass Florian H. damals immer wieder von einer radikalen Gruppierung im Raum Brackenheim/Öhringen erzählt habe. Es habe sogar einen Mord an einem Ausländer gegeben, für den diese Kreise verantwortlich gewesen sein sollen. “Wir dachten, Florian ist größenwahnsinnig”, so der Informant.

    Das Umfeld Florian H.s habe sich dann um den Kontakt zum Aussteigerprogramm “Big Rex” für Rechtsextreme gekümmert. Das Innenministerium bestätigt die Teilnahme von H. am Programm – es gebe aber Hinweise, dass sich der 21-Jährige nie von der Szene getrennt habe.

    Wieso sind die Ermittler den Hinweisen nicht nachgegangen? Aus dem Abschlussbericht des Berliner NSU-Untersuchungsausschusses wird deutlich, dass die Soko “Parkplatz” dem “Mitläufer aus der rechten Szene” nicht geglaubt hat. In der Zusammenfassung des LKA-Protokolls heißt es dazu: “Im Ergebnis ist festzustellen, dass H. nach eigener Aussage den/die Täter des Polizistenmords nicht kennt”. Marcus Köhler, Sprecher der Generalbundesanwaltschaft, teilt dazu mit: “Seine lediglich vagen und teilweise widersprüchlichen Angaben haben sich nach Überprüfung als nicht tragfähig erwiesen.” Daher sei H. nicht als Zeuge im Münchner NSU-Prozess geladen gewesen.
    Dennoch: 20 Monate nach der ersten Vernehmung drängte die Ermittlungsgruppe “Umfeld” des LKA auf ein erneutes Treffen. LKA-Sprecher Horst Haug erklärt den Schritt damit, dass Hinweisgeber “zur Sicherheit nochmals befragt werden”. Alle? “Nicht alle – nur wenn konkrete Fragen bestehen.”

    Der junge Mann, der wegen verschiedener Vorfälle die Ausbildung zum Krankenpfleger 2011 nach einem Jahr beenden musste, arbeitete zwischenzeitlich bei einer Baufirma im Remstal. Dennoch kam er am 16. September nach Cannstatt, stellte sein Auto ab – 700 Meter entfernt vom LKA. Gegen 7 Uhr will eine Streife das Fahrzeug nahe dem Wasen bemerkt haben, mit einer Person darin. Um 9 Uhr meldet ein Passant das brennende Auto. Die Feuerwehr entdeckt die Leiche im Wrack. Um 17 Uhr hätte er sich mit Beamten des LKA treffen sollen.
    War es Suizid? Die Polizei sagt ja. Die Mutter hat Zweifel, äußert dies auch im Internet. Der Informant beschreibt Florian H. als labil, versteht aber auch die Zweifel der Mutter. “Mein erstes Gefühl sagte mir, jetzt haben sie ihn doch noch gekriegt.”

  9. brain freeze Says:

    Hallo Herr Gronbach,

    ich will versuchen, Ihre Argumente Punkt für Punkt durchzugehen.

    zu 1. KKK halte ich für eine (etwas alberne) VS-Operation, Strategie der Spannung bzw. kontrollierte Strukturen besonders 1997ff., nach dem Verbot rechtextremistischer Parteien und Gruppierungen, das Wissen um den KKK bietet kein hinreichendes Motiv für einen Polizistenmord.

    zu 2. Frage wäre eher, welcher Rechtsextremist in exponierter Stellung KEIN Informant der Dienste ist, auch das ist also keine Voraussetzung für einen Polizistenmord, sondern eher eine einträgliche Verdienstquelle, die nicht aufs Spiel gesetzt wird.

    zu 3. Die Kontextphantombilder kranken an einem seriösen Quellennachweis. Sie sind für eine an echten Fakten orientierten Untersuchung schlicht irrelevant. Entscheidend wären AMTLICHE Phantombilder, deren Veröffentlichung bis heute vom zuständigen Heilbronner Staatsanwalt Meyer-Manoras verhindert wurde und selbst dann kann nicht ausgeschlossen werden, daß Zeugen beeinflusst oder Phantombilder manipuliert wurden. Die gesamten Ermittlungen zu den Polizistenmorden erscheinen als von der Staatsanwaltschaft verschleppt, boykottiert, manipuliert.

    zu 4. Ob es Kontakte gab und wie eng die waren ist bisher nicht belegt. Oder haben Sie verlässliche Quellen zu bieten außer denen im persönlichen Bereich? Kontakte allein könnten eine Tatbeteiligung ohnehin nicht begründen, einen länderübergreifenden NSU schon gar nicht. Von der Soko Umfeld kam bisher nichts und wird mglw. auch nichts kommen. Vertuschung oder es gibt halt nichts. Spekulationen helfen aber nicht weiter.

    zu 5. Wenn es VPs gibt … na und? Das beweist nichts.

    zu 6. Siehe oben – Phantombilder gefakt? Was ist mit Ken Jebsen und Putin?

    zu 6.1 Selbst wenn Beate Zschäpe dort gewesen sein sollte, wofür ein belastbarer Quellennachweis aussteht und was ich für unwahrscheinlich halte, was besagt das? Wenig bis nichts.

    zu 6.2. Wenn Sie den Suizid von Florian H. für einen inszenierten Mord halten, und dafür sprechen zumindest einige Indizien (siehe Beitrag Wolf Wetzel), dann wäre die logische Schlußfolgerung, auch beim Suizid von Böhnhardt und Mundlos einen inszenierten Mord für möglich zu halten. Ein bißchen schwanger geht nicht. Ein möglicher Mord an B&M ist aber weder ein Hinweis auf eine Tatbeteiligung der beiden am Kiesewetter-Mord, noch ein Hinweis auf eine Beteiligung von Neidlein. Wenn Sie im Heilbronner Komplex Täuschung und Lüge für möglich halten – und zwar unabhängig davon in welcher Richtung – dann muß das auch für Eisenach und Zwickau gelten: für die Terror-Zelle und für die Beweise. Dann muss auch in Erwägung gezogen werden, daß die Dienstwaffen durch Behörden ins Eisenacher Wohnmobil gelangten. Einfache logische Kette.

    zu 6.3 Kapke. Die Rolle Kapkes ist freilich ungeklärt. Sollten jedoch B&M durch staatliche Behörden oder Dienste ermordet worden sein, wäre das für Kapke schlicht eine Nummer zu groß gewesen. Hat aber ebenfalls zunächst nichts mit Neidlein zu tun.

    zu 6.4 Verfassungsschützer lügen. Desinformation, Geheimhaltung, Vertuschung sind Geschäftsgrundlage. Beweist aber nichts. Klar ist: Arnold wurde geschützt bzw. abgeschirmt. Vor wem und warum ist unklar. Imho jedenfalls nicht wegen einiger NPD-Funktionäre oder überwachter Rechtsextremisten.

    Im weiteren wird schwierig zu antworten, weil Sie mehrere Punkte zusammenwürfeln. Klar ist: Der Heilbronner Komplex stinkt in alle Richtungen. Aus Sicht der Terrorzellen-Ideologie nach den Turner-Diaries ist ein Mord an Kiesewetter allerdings nicht erklärbar. Und warum Neidlein nicht einfach verhaften, wenn es belastbare Indizien für seine Täterschaft gibt? Der einzige vernünftige Grund wäre: Er tötete mit Wissen oder im Auftrag des Staates. Aber wozu? Er hat schlicht kein Motiv. Warum sollte Arnold Angst vor Neidlein haben? Das ist lächerlich. Anzunehmen, der Mord wäre nicht aufgeklärt worden, um einen leicht ersetzbaren V-Mann in der NPD zu schützen, ist abwegig. Zumal Innen- und Justizressort in Baden-Württemberg längst neu besetzt sind mit einstigen politischen Gegnern. Es wäre doch der PR-Clou: Schwarz-gelbe Vorgängerregierung schützte Rechtsterroristen. Aber nichts passiert … Warum wohl?

    Dennoch: was für badenwürttembergische Rechtsextremisten gilt – sie töteten nicht oder mit Wissen und Unterstützung des Staates, muß dann auch für Böhnhardt und Mundlos gelten. Sie haben recht insofern, daß das Heilbronner Verbrechen weiter unaufgeklärt ist, aber versuchen persönliche Präferenzen sich selbst und anderen als gesicherte Fakten zu vermitteln. Sie setzen eventuell als gesichert voraus, was als Schlußfolgerung noch zu beweisen wäre (ohne Vorverurteilung). Das nennt man dann einen Zirkelschluß. Ich jedenfalls kann bis jetzt keinen einzigen belastbaren und vertrauenswürdigen Beweis dafür erkennen, daß die Anklage im NSU-Prozess der Aufklärung der Verbrechen entspricht. Ich sehe diese Aufklärung noch am Anfang.

  10. Wolf Wetzel Says:

    Hallo brain freeze,
    nur zwei Dinge zum Verständnis: Die Phantombilder von Kontext sind keine selbstgebastelten Phantombilder, sondern aus den Akten – also Orginale.
    Sie stellen die Möglichkeit eines Selbstmordes eines Ausstiegswilligen (Florian Heilig) in Verbindung mit dem „Selbstmord“ der beiden bekannten NSU-Mitglieder 2011. Die Tatsache, dass auch dort mehr Indizien für einen Ablauf sprechen, der der offiziellen Version widerspricht, habe ich in dem Text: Selbstmord- was sonst ausgeführt – und aktualisiert: Eine Patronenhülse zuviel.

    Wolf wetzel

  11. brain freeze Says:

    Hallo Herr Wetzel,
    ich würde mich auf die Echtheit der Phantombilder nicht verlassen. Auch nicht auf alle Zeugenaussagen. Ich sehe aber, daß sie im Moment der einzige Strohhalm sind. Sollte das mediale Schweigekartell am Ende wegen falscher Phantombilder aufbrechen und echte Wahrheitsfindung nach sich ziehen, wäre mir das recht.

  12. Wolf Wetzel Says:

    Ich kann Ihnen versichern: Es handelt sich um Phantombilder der Polizei.

  13. brain freeze Says:

    Hallo Herr Wetzel,

    schauen Sie sich einmal den Spiegel-Beitrag „Lebende Zeitbomben“ an (geschrieben März 1997, knapp 1 Jahr vorm „Untertauchen“ des Trios), solange er noch erreichbar ist. Er beschreibt damals von Politik und Sicherheitsbehörden erwartete Entwicklungen des Rechtsextremismus. Fast prophetisch, könnte man meinen, es sei denn; die künftigen Entwicklungen waren Teil einer staatlich geplanten Strategie der Spannung und Kontrolle. Dem Thüringer VS-Konstrukt THS wird eine bundesweite Rolle zugedacht. (Terror-)Zellenbildung wird angekündigt.

    Ist hier auch eine Blaupause für die Verknüpfung zwischen Heilbronn und Zwickau zu finden (Diesner)? Geschah diese Verknüpfung nachträglich? Das ist die Frage.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8671487.html

  14. Alexander Gronbach Says:

    Zu KKK – es gibt einen Unterschied zwischen „Verharmlosung“ seitens der „rechten Szene“ (aus welchen Gründen auch immer) und Akten, welche aus Südafrika stammen. Ich beziehe mich auf „Akten“ welche uns von Südafrika zur Verfügung gestellt wurden. Somit keine „Fälschungen der verteufelten deutschen Dienste“!

    Zu 2. Das zeigt die „angeblich wertefreie“ Darstellung, zunächst die absurdesten Behauptungen aufzustellen, diese Phantombilder müssten auf den Tisch und nun zu behaupten, es wären Fälschungen!
    Ich kann mich noch an die Unterstellung erinnern, dass Alphabiz das NSU Video gefälscht haben soll, das BKA habe den Mord an Michele Kiesewetter nachträglich eingefügt und SPON als Geheimdienstzentrale das Copyright bekommen!

    Zu 4. Ich habe Vermerke, angeheftet an die Zeugenvernehmung „Neidleins“ vom 17 Dezember 2012. Wobei hier das Bundesinnenministerium intervenierte beim PUA und bis auf einen Vermerk, was das Verhältnis zu einem Jan Botho Werner angeht, Neidlein geschützt wurde. (Die Vermerke sind jedoch vorhanden, sie belegen so Einiges!)

    Es wurde eine weitere VP namens Alexandra Franke an diese Struktur herangespielt. Witzigerweise verliebte sie sich in das Hauptziel. Ihre Treffen und Vermerke zu ihren Spitzeldiensten sind in „Drei Aktenordner“ dokumentiert. Diese treue und ach-so aufrechte Kameradin belastete nebenbei bemerkt Matthias Brodbeck.

    Zu 5. Doch, es belegt die Vorgehensweise der „rechten Szene“ den Verfassungsschutz zu instrumentaliseren. Die Blaupause hierfür lieferte die NPD bei ihrem Verbotsverfahren.

    Zu 6.1 dieser belastende Quellennachweis existiert! Zschäpe war eng mit den genannten Personen verbunden. Weshalb sollten wir jedoch vorliegende Fakten offen legen? Lassen wir die LfV und Innenministeriums – Strategen noch weiter fälschen, schreddern und vertuschen……

    Zu 6.1 bis 6.3. Es ist nicht nur die Rolle Andre Kapkes ungeklärt, es ist auch die Rolle von Patrick Wieschke mehr als ungeklärt.

    Geklärt ist, dass Zschäpe bei Wieschke war, wir warten immer noch auf die Vorgabe, dass eine Freundin des Wieschkes eine Aussage tätigen würde, Spuren zur Verfügung stellen werde, damit diese verifizierte BKA Ermittlung in sich zusammen brechen „würde, könnte, sollte usw….“

    Mit „Behauptungen“ eine Nummer zu gross? was sind das für Argumente? Auch ein Andre Kapke war in Südafrika. Ich schustere mir die Welt nicht so zurecht, dass sie in ein Weltbild passt, sondern beziehe mich auf bestehende Fakten!

    Diese Fakten ergaben, dass sich diverse Personen bis 2011 an „noch nicht veröffentlichen“ Stellen getroffen haben. belegbar getroffen haben!

    Selbstverständlich wurden auch Mundlos und Böhnhardt ermordet. Nur nicht, wie sich das die rechte Szene so gerne ausmalt von Gladio-Stay-Behind-Strukturen sondern von den eigenen „Kameraden“ die Angst hatten, dass durch die neu gestarteten Raubzüge ihre erbärmliche Existenz in Gefahr wäre.

    Irgendwie witzig, die tollesten Behauptungen aus blauem Himmel heraus aufstellen und alle verifizierten Fakten als Fälschungen ab zu tun. Na ja, ihr glaubt auch an Reichsflugscheiben und Cem-Trails. Geschenkt!

    Dann hätte ich noch eine „moralische Frage“ an die germanische Rassegemeinschaft? Ihr bekämpft doch den Rechtsstaat BRD und Ihr seid doch der Meinung, dass nur ihr das deutsche Volk vertretet? Warum verkauft ihr im Wochenrythmus für 50 € euere hochgelobten Ideale? Euere Familien, euere doch so ehrbaren Vorgaben? Euere Kameraden, mit denen ihr zu Marschmusik bis in den Tod maschieren wollt?

    Ihr Figuren seid eine peinliche Lachplatte, mehr nicht! Und kommt euch noch gross dabei vor – fahrt doch mal nach Belgien ihr Herrenmenschen wo euer treuer Kamerad Sebastian Seemann 150 Belgier verkauft hat! Oder in die Niederlande wo gerade ein Prozeß gegen 27 Holländer läuft…… ihr vertretet einen Scheissdreck! Mit 20 geisteskranken Skins wehrlose 16 jährige Mädchen durch Stadt jagen und in Hose pinkeln wenn man vor Euch steht, im Gericht jammern wie Waschweiber…. Ihr seid schlichtweg Abschaum!

    Was Neidlein angeht, es kann gut sein, dass jemand aus den Reihen der „Nationalen“ nach diversen Überprüfungen von dieser Seite „Aussagen, fälschliche Belastungen u.a. auf Tisch legt,….. gegen mich! Und Iran!“ das war auch eine Nummer zu gross was sich der harte Möchtegerne da geleistet hat! Mit seiner NPD Lachmannschaft ……..

  15. Alexander Gronbach Says:

    Mordwaffe Tokarev TT – 33 / 7.62x25mm TT (7.63 mm Mauser mit einem eingeführten 8 Schuss Magazin.)

    Diese Tokarev TT – 33 stammt aus der gleichen Serienproduktion wie zwei weitere Tokarev TT – 33, welche im Januar 2004 bei einer Hausdurchsuchung der Kameradschaft „Furchtlos & Treu“ aufgefunden wurden. Damals wurde gegen den Gründer dieser Kameradschaft, einen Marcus Frntic seitens LKA Baden Württemberg und übergeordnet, da auch Objekte in Sachsen und Brandenburg durchsucht wurden, BKA Ermittlungen angestellt worden. Sichergestellt wurden u.a. 2500 Schuss Munition, 500 g formbare Sprengmasse, fünf Meter Sprengschnur und mehrere Übungshandgranaten.

    Involviert waren damals auch Thomas Starke (VP Rebe des Berliner LfV) sowie ein Jan Botho Werner.

    Dieser Thomas Starke alias „Rebe“ saß 1994 in Haft und wurde seitens Beate Zschäpe besucht, dem Mittäter des VP Rebe, einem Uwe Mundlos konnte damals keine Tatbeteiligung erwiesen werden. Scheinbar gab es damals auch intime Kontakte zwischen Zschäpe und Starke, was jedoch privat ist. Interessiert niemanden.

    Interessant ist jedoch eine „vertrauliche Aussage“ eines VP Terrier, welcher am 28 Dezember 2011 behauptete, Thomas Starke alias „Rebe“ habe zusammen mit einem Jan Botho Werner im Jahre 1998 bei Marcus Frntic zwei russische Waffen samt Munition in Empfang genommen und nach Thüringen bzw. Rudolfstadt verbracht haben wo dieser VP Terrier aktiv war. (Der Name dieses VP Terrier ist hier bekannt M.B.)
    Wegen dieser vertraulichen Aussage wurde die Wohnung des Jan B. Werner im Januar 2012 durchsucht sowie ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

    In Folge kann davon ausgegangen werden, dass auch dieser Jan B. Werner „inoffizielle“ umfassende Angaben machte, weil er schlichtweg Schiss vor paar Tage Untersuchungshaft hatte. So wurde eine Barbara Eichelbaum ermittelt die in der gesamten Zeit sehr engen Kontakt zum Trio hatte. In Ihrer Vernehmung gab Barbara Eichelbaum zu, dass sie praktisch jeden Monat bis ca. im Jahr 2000 Kontakte zu dem TRIO hatte, bestritt jedoch darüber hinaus weitere Kontakte. Dies wurde Ihr binnen 2 Wochen durch weitere Auswertungen des BKA widerlegt!

    Es wurden Personen vertraulich befragt. (Hier existieren keine Namen, es kann daher nur vermutet werden, ob es ein Max Florian Burkhardt, Jan Botho Werner, Thomas Starke oder eine weitere VP namens „Alex“ – Andreas Rachhausen – war, diese vier Personen wurden in diesem Zeitraum vernommen.)

    In diesen vertraulichen Vernehmungen wurden auf enge kriminelle Waffengeschäfte zwischen dem o.g. Marcus Frntic mit Alexander Neidlein hingewiesen. Es ging ferner um andere Straftaten, zb. drei Brandsätze, diverse Schmierereien und zumindest in einem Falle Schändigung eines Friedhofes, was jedoch nicht Bestandteil dieser NSU Ermittlungen ist.

    Es ist schon witzig, wie sich nun diese „rechte Szene“ über angebliche Verschwörungen aufplustert?

    Wer sind diese genannten aussagebereiten – kooperativen – teilweise VPs? Sind das keine harten Rechtsextreme?

    Frage 1.
    Wie kann es sein, dass durch Aussagen dieser Personen schon 2004 zwei Tokarev TT – 33 sichergestellt wurden im Umkreis dieser Personen, welche am 25 April 2007 Michele Kiesewetter erschossen und Martin Arnold schwer verletzten? Sind diese oben genannten Figuren BKA Beamte? Oder CIA Agenten? Oder schlichtweg kleine rechtsextreme Wichtigtuer die zudem noch für Taschengeld als Spitzel Leute anzinken?

    Frage 2.
    Wie kann es sein, dass Barbara Eichelbaum schon auf Garagenliste des Mundlos 1998 stand, die wilde Uschi wie sie in Szene genannt wird? In welchen Klinikum arbeitete Eichelbaum nochmals? Sie machte „belegbar“ 2012 eine Falschaussage was Kontakte zum TRIO angeht, hat jedoch in dieser Vernehmung diverse andere Personen belastet….. ach und wer war nochmals die braune Friseuese dieser Eichelbaum? Nun stellt sich die Nebenfrage – weshalb machte diese Bube in ihrer Funktion als LfV Präsidentin eine derart lächerliche Falschaussage vor versammelter Presse, dass Martin Arnold schon 2 Tage nach Einlieferung ins Klinikum Ludwigsburg nach Neresheim verlegt wurde?

    Frage 3.
    Was haben ein VP Terrier und ein Alexander Neidlein sowie ein Andre Kapke gemeinsam?

    So so, es gibt hier Leute die Leserbriefe veröffentlichen um mitzuteilen, sie „glauben“ – wenn die „glauben“ sollen die in Kirche maschieren und eine Kerze anzünden. Oder meinetwegen als Vertreter der Spezie Neandertaler-Typus-Germanius unter Linde im Kreis tanzen……

    @ Brain Freeze

    ich würfele nichts zusammen sondern folge völlig wertneutral Fakten und Akten.

    Am Rande, das Phantombild Nummer 12 hat Ähnlichkeiten mit Marcus Frntic.

    Es gibt noch wirklich lächerliche Entwicklungen. Die rechte Szene plärrte monatelang – her mit den Phantombildern, als die vorlagen war erst einmal Schweigen, dann die Beschuldigungen gegen DIA und deren Superagenten, als dies Unsinn wurde, Schwenk nach Rechts zu Altlasten wie Tino Brandt u.a. und jetzt nächste Nummer – Fälschungen!

    Fragen sie doch die VP Alexandra Franke, weshalb sie einen Matthias Brodbeck im Bezug auf Mord Heilbronn belastete? Oder weshalb sie einen Sven Niebler wegen Besitz von Schwarzpulver angezinkt hat. Die lebt doch noch und springt wohl noch in diesen rechten Bezügen herum. Sind das keine „angeblichen“ Kameraden und Kameradinnen? Da sie anderer Meinung sind, einfach zu Neidlein & Franke gehen, die VS Akten kursieren seit 5 Wochen auch in rechten Bezügen über die Nebentätigkeit von Frau Franke – Dr. Sommer der Risaberatungstelle für Geisteskranke! Mit Belegen für Zuwendungen / Auslagen u.a.

    Beim Zeugen Florian Heilig ist dies leider inzwischen nichtmehr möglich. Aber Franke und andere sind ja noch erreichbar!

  16. Verhandlungen wie eine Slapstick-Nummer – das Medienlog vom Donnerstag, 17. Oktober « Das NSU-Prozess-Blog Says:

    […] Wolf Wetzel widmet sich auf seinem Blog dem Mord an der Polizisten Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn. Wetzel nennt zahlreiche Indizien, die dafür sprechen, dass neben Böhnhardt und Mundlos weitere Personen an dem Mord beteiligt gewesen sein müssen, die aber durch die staatlichen Behörden gedeckt würden. “Nachdem man jahrelang alles und alle auf diese Version (die Version, Mundlos und Bönhardt seien die einzigen Täter – Anmerkung der Redaktion) eingeschworen hat, kann man auch nicht mehr zurück. Zu viele Behörden, zu viele führende Beamte sind darin involviert, diese Fata Morgana in der Welt zu halten.” […]

  17. Stefan Nie Says:

    Hallo nochmals auch an dieser Stelle, Herrn Wetzel, Herrn Gronbach habe ich bereits an anderer Seite dieser Domain gegrüßt und um Statements gebeten. Hier grüße ich deshalb speziell den Herrn Münchner. Sie linken unter anderem ein „Desiree“-Bild. Doch der Link scheint tot. Haben Sie das Bild der vielleicht ehemaligen Neonazi-Frau gesichert, oder einen anderen Link? Denn, wie ich schon vorhin auf der anderen Seite schrieb „Bin bei meiner Internetsuche zu dem Vornamenteil “Aryan” im Kontext NSU auf diese wie ich finde Ihre insgesamt sehr spannende Seite hier gestoßen. Nachdem ich gestern im ZOB (unter http://www.das-zob.de/nsu-prozess-wider-der-einzeltater-doktrin und den zwei im zweiten Absatz verlinkten früheren Texten dort) gelesen hatte, dass viele Medien im Kontext Dortmunder Neonazizeuge, der sein Kind ja wohl so getauft hat, sogar diesen Punkt verschweigen, wollt ich das mal ausführlich checken. Und finde tatsächlich wenig bis nichts dazu bei den großen Zeitungen. … Sieht die Desiree D. nun Zschäpe ähnlich oder nicht? Gibt es irgendwo im Netz Vergleichsfotos? Und was glauben Sie, warum wird die Zeugin, die das Nazi-Trio gesehen hat, von fast keiner Zeitung unterstützt? Oder gar im Gegenteil?“

  18. Alexander Gronbach Says:

    Hallo Stefan Nie

    Die Links sind seltsamerweise immer tot oder aus dem Netz genommen, wenn man nachhakt.

    Ich denke, dass der Auftritt im OLG genügte, um zu zeigen, dass die Frau keine Ähnlichkeit mit Zschäpe hatte. Was für einen Sinn würde es machen, nun Vergleichsbilder zu suchen? Doch nur, um eine neue Verschwörungen gegen die ach-so unschuldige Zschäpe zu vermuten.

    Die Erde dreht sich weiter im Kreis und nicht um ein paar unwichtige Spinner dieser NSU / VS Geschichte, weshalb sollten große Medien Tag-aus, Tag-ein berichten?

    Menschen die ein besonders Interesse an dieser unsäglichen Sache haben, beziehen sich nicht auf irgendwelche öffentliche Pressemeldungen, wobei hier schon verwunderlich ist, dass die beiden Lager kundtun, die Mainstreampresse wäre nur das Sprachrohr der Behörden, in der Umkehr wird sich jedoch ausschließlich auf diese Presse bezogen?

    Das Gleiche gilt für den Abschlussbericht des PUA?

  19. Münchner Says:

    Hallo Herr Nie!

    Das Bild von Desiree war ursprünglich (und exklusiv) auf diesem BILD-Artikel zu finden: http://www.bild.de/news/inland/nsu/doppelgaengerin-im-nsu-prozess-verwechselte-zeugin-zschaepe-mit-dieser-frau-32718124.bild.html
    BILD hat offenbar nur das Foto von Desiree D. entfernt, aber den Text unterhalb des Zschäpe-Bildes nicht verändert: „Links: Beate Zschäpe (38) am 12. Juni 2013 im Gerichtssaal. Rechts: Desiree D. (36) erscheint in einem roten Pullover und Jeans (am 8. Oktober 2013) vor Gericht in München“

    Zu Ihrer Frage: Nein, Desiree D., die Kaninchenfrau. schaut Zschäpe in keinster Weise ähnlich.

    Mir ist auch aufgefallen, wie einige Medien daran arbeiteten, Veronika von A.´s Aussagen in Zweifel zu ziehen. Die ‚Welt‘ geht sogar soweit die journalistische Erfahrung und Beobachtungsgabe der Zeugin negativ darzustellen:
    „Veronika von A. ist als gelernte Rundfunkjournalistin offenkundig gewohnt, mit Worten umzugehen, und ihre Aussage vor Gericht zeigt, dass sie ihr Umfeld genau beobachtet, Details und Kleinigkeiten gut in Erinnerung behält und sie wortgewandt wiederzugeben versteht. Doch das genau könnte auch zugleich das Problem sein: Die Frau scheint in „Storys“ zu denken“

    Und der Beleg für diese Behauptung: „sie benutzte dieses Wort sogar selbst in ihrer Aussage mehrfach.“ Aha.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article120532642/Seltsame-Zeugin-loest-bei-Zschaepe-Kopfschuetteln-aus.html

    Man darf gespannt sein, wie lange die BAW noch die Verschwörungstheorie von der abgeschotteten 3-Mann-Zelle aufrecht halten kann.
    Zschäpe und Wohlleben kichern sich ja im Gerichtssaal des öfteren einen ab, die genießen es gerade den Staat vor sich herzutreiben und zu sehen wie die BAW die Hosen runterlassen muss.
    Man darf nicht vergessen, dass Zschäpe sich stellte um auszusagen. Sie warf das NSU-Video ein, damit Taten und Täter nicht mehr geleugnet werden konnten.
    Seltsamerweise änderte Zschäpe in Haft ihr Vorhaben und beschloss zu schweigen. Sie verschickt aber Briefe, die Hinweise auf Hintermänner andeuten, wie z.B Robin S., den sie gerne vor Gericht sehen würde. Warum tut sie das?
    Bei Zschäpe handelt es sich um einen überzeugten Rassisten und Neonazi. Der Kampf der Nazi-Kameradschaften richtet sich nicht nur gegen Andersdenkende, Migranten und Juden, sondern auch gegen den (demokratischen) Staat. Ein Staat, der aber im Geheimen mit militanten Neonazis sympathisiert, die Strukturen gar mit aufbaut, der macht sich angreifbar und erpressbar.
    Wenn die Nebenklage(!) Zschäpe eine Mittäterschaft nachweisen kann, wird es eng für die BAW. Zschäpe hat ein Ass im Ärmel, und das ist die staatliche Verknüpfung mit dem NSU. Sie wird dieses Ass ausspielen, wenn es eng für sie wird. Aus diesem Grund hält die BAW ihr und ihren Anwälten den Rücken frei.
    Die Briefe, die Zschäpe aus der Haft verschickt, sollen den Druck auf die BAW erhöhen und vielleicht Forderungen die Zschäpe stellt, unterstreichen.

    Letzendlich ein verdammt gefährliches Spiel, das unser Staat da treibt.

  20. Alexander Gronbach Says:

    @ Münchner

    Sie haben einen kleinen, aber wichtigen Fehler in ihrem Post gemacht. Die BfV Agentin Beate Zschäpe hat nicht den Robin Schiemann (den sie nur als Empfänger für infantile Warnungen benützt) benannt sondern einen Sebastian Seemann. Dieser Sebastian Seemann ist eine VP des NRW LfV und wurde auch in Belgien gegen eine militante Gruppe eingesetzt.

    Die Belgiengeschichte hat einen derben Beigeschmack, da dort wegen Strukturen ermittelt wird, welche in Richtung Luxemburg tendieren….. die BRD Rechten müssen größenwahnsinnig sein!

    Zschäpe spricht auch ihr Verhältnis zum BfV an, „wo bleibt der VS wenn man ihn mal braucht“ und „die haben schon genügend in ihrem Leben herumgepfuscht.“ Dieser Briefkontakt scheint den Verteidigern von Zschäpe nicht unbedingt zu passen, besonders dem Herrn Oberstleutnant d.R. mit seinen brillianten MAD Kontakten….

    Die Zschäpe hat kein Ass im Ärmel. Dass staatliche Behörden involviert sind bzw. waren ist mehr als deutlich. Bei Zschäpe geht es rein ums Überleben. (Was ihr jedoch nicht bewusst ist, wie Sie schon anführten, sie ist eine dumme, verblendete Rechtsextreme, die in ihrem Wahn der momentanen Medialität denkt, sie wäre unantastbar.)

    Zusammen brechen wird diese ganze Sache über den Mord an Michele Kiesewetter und dem Moment, wo dieser LfV Beamte Andreas Temme die Hosen runter lassen muss. Bei Temme haben wir dann den Benjamin Gärtner, welcher als VP des LfV Hessen in einen rassistischen Mord verwickelt ist, was langfristig nichtmehr vertuscht werden kann. Und bei Mordfall Heilbronn eine Lawine von VPs und den wirklichen Tätern, erweiterten Strukturen der Rechtsterroristen sowie Kenntnisse im LfV Baden Württemberg seit 2007. Bzw. über die NSU seit 2003…..

    Und dann reden wir mal weiter, z.b. wie die zwei Dienstwaffen von Kiesewetter und Arnold in das Wohnmobil am 4 November 2011 in Eisenach gekommen sind!

    Erstaunlich an dieser ganzen NSU Sache ist die Verhaltensweise der Grün-Roten Landesregierung in Baden Württemberg. Die müssten doch Jubeltänze vollführen, da es in die Regierungszeiten von CDU & FDP gefallen ist.

    Statt dessen sind genau diese Grün-Roten die Vertuscher par-exellece. Ob die schon grüne Barette im Glaskasten hängen haben?

  21. Alexander Gronbach Says:

    Nur der Ordnung halber –

    Alexander Gronbach · 25. Oktober 2013 – 01:04 · Antwort→

    Ob das wohl hier veröffentlicht wird???

    Nach derzeitigen Ermittlungsstand “wohl Selbstmord”

    so steht es in einem Strategiepapier verfasst in Meckenheim zur Ermordung von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Aber keine Panik, wenn dann irgendwann der erlösende Anruf kommt zaubert man bestimmt “Mord” aus Hut!

    Fangen wir ganz am Anfang an mit der Operation JTF 1 in Bosnien?

    Unter Leitung des 1st SOCOM? Abgetrennt wurde 1998 über das verkleinerte JSOC die laufende Beobachtung von ca. 20 radikalisierten deutschen Rechtsextremen. Zuständig war bzw. ist das Detachment III und eine eigens eingerichtete FOB in Jensen Kaserne München (bis 1994) und später in der Sheridan Kaserne in Garmisch Patenkirchen wo man sich hinter dem Namen “Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien” versteckt.

    Leyendecker lässt grüssen mit seinem vorgegebenen Geschwätz und der offiziellen Linie!

    Oder springen wir direkt zum Sprengstoffanschlag in Düsseldorf Wehrhahn?

    Diesen Punkt musste man unter allen Umständen ausklammern, dieser da wäre – Sprengstoffanschlag am 27 Juli 2000 in Düsseldorf Wehrhahn mit einer Rohrbombe, gefüllt mit TNT, gleiche Bauart wie die verwendete Rohrbombe am 10 August 2000 auf einen Dönerimbiss in Eisenach.
    Der hierfür verurteilte Täter – ein Patrick David Wieschke, Mittäter, ein Danny Pfotenhauer. Die SOKO Ackerstrasse welche die Ermittlungen im Düsseldorfer Fall führte wurde systematisch behindert! Es wäre nämlich fatal, zuzugeben, dass die Frau eines Alija Bet Mitgliedes ihr ungeborenes Kind verloren hat! Durch in BRD operierende Rechtsterroristen.

    Es ist wirklich erstaunlich, wie das Grundgesetz und alle bestehenden BRD Gesetze ausgehebelt werden.

    Und noch erstaunlicher ist es, dass Mitglieder dieser Rechtsterroristischen Gruppe einen 21 Jährigen Jungen namens Florian Heilig ermorden können und alle Behörden mitspielen, die führende Presseorgane diesen angeblichen Selbstmord mit keinem Satz erwähnen? Meine Hochachtung den Journalisten gegenüber ….. ein Florian Heilig, der schon im Mai 2011, also 7 Monate bevor die NSU überhaupt nur auftauchte, klare Angaben über die Ermordung von Michele Kiesewetter machte, der 4 Stunden vor einer wichtigen Vernehmung durch Staatsschutz des LKA Stuttgart in einem PKW in die Luft fliegt (Selbstmord wegen Beziehungsproblemen….) und SPON, Focus, Stern usw….. nichts!

    Weshalb auch, statt dessen Sonderseiten über Frisur und Klamotten dieser Agentin Zschäpe……

    Soll jetzt dieser zweitklassige Ex LfV Mitarbeiter Andreas Temme geopfert werden? So einen Scheissdreck habe ich ja noch nie erlebt, der soll Anschlagsziele ausgespäht haben? Nochmals – der wurde telefonisch von seinem Nazispitzel Benjamin Gärtner in dieses Internetcafe einbestellt, sonst hatte der nichts, aber auch gar nichts mit dieser Nummer zu tun.

    Es müsste doch selbst dem dümmsten Reporter auffallen, dass hier systematisch VPs der LfVs und BfV geschützt werden? Und für was sitzen eigentlich im OLG seitens Verteidigung 11 Anwälte und 65 Anwälte für Nebenklage?

    na dann macht mal lustig weiter …….

  22. walterfriedmann Says:

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Der Polizistenmord in Heilbronn


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