Krokus – das lange Leugnen hat ein Ende

aktualisierte Fassung vom 30.5.2013

Es hat lange gedauert, bis „Krokus“, eine Informantin des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg aus der Verbannung ins Land der Verschwörungstheorien entlassen wurde. Ganz offensichtlich tobte innerhalb der beteiligten Behörden (LfV, Innenministerium) ein heftiger Streit darüber, ob man die eigene Informantin verleugnen oder die Existenz einer V-Person mit dem Decknamen „Krokus“, die seit 2006 Informationen über neonazistischen Gruppen und Personen an ihren V-Mann Führer Rainer Öttinger (Leiter der operativen Einheit des LfV in Baden-Württemberg) weitergab, doch zugeben sollte.

Und selbstverständlich wissen das LfV und das Innenministerium genau, warum die V-Person „Krokus“ so brisant ist: Sie zerstört eine weitere Lüge, die sich bis heute hält, bis heute auch medial embedded wurde: Nach dem Mordanschlag in Heilbronn 2007 auf zwei Polizisten haben es vieles gegeben, Pannen, Wattestäbchen, gewöhnliche Kriminelle – nur keine Hinweise auf einen neonazistischen „Hintergrund“.

Dass die V-Person „Krokus“ 2012 zum Stillschweigen über ihre damaligen Erkenntnisse gezwungen wurde, dass man ihr mit Geheimnisverrat drohte, falls sie damit an die Öffentlichkeit ginge, weiß das LfV sehr wohl – die Drohungen kamen vom LfV selbst. Genauso wissen LfV und Innenministerium, dass genau diese V-Person sein langem darum kämpft, dass ihre Existenz nicht länger geleugnet wird.

Kein Wunder also, dass der Antrag des Untersuchungsausschusses/PUA in Berlin vom April 2013, alle Akten zur V-Person „Krokus“ an den PUA auszuhändigen, bis zur letzten Minute hinausgezögert wurde. „Der freitag“ vom 27.5.2013 hat dieses Tauziehen eindrucksvoll dokumentiert:

»Innenministerium schweigt zu V-Person Krokus

NSU-Ausschuss Das Innenministerium in Baden-Württemberg verweigert dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags Akten über die V-Person Krokus. Oder doch nicht?

Die Stuttgarter Zeitung berichtete heute als erstes Mainstreammedium über die V-Person Krokus, obwohl der Untersuchungsausschuss des Bundestages bereits am 25.4.2013 um Amtshilfe bat und Informationen zu “Krokus” einforderte :

»Währenddessen erleben die Ausschussmitglieder in Berlin ihre zweite Überraschung: das Innenministerium Baden-Württemberg gibt die Krokus-Akten nicht heraus. In der vergangenen Woche hat Edathy den Innenminister Reinhold Gall (SPD) persönlich angemahnt, dem Beweisantrag endlich nachzukommen. Die Frist für die Nachreichung der Unterlagen ist an diesem Wochenende abgelaufen.« (Stuttgarter Zeitung 27.5.2013)

Der SWR griff diesen Artikel auf und meldete heute um 7:28 Uhr:

»Innenministerium verweigert wohl Akten über V-Mann: Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages sieht sich durch das Innenministerium Baden-Württemberg in seiner Arbeit blockiert. Einem Medienbericht zufolge geht es dabei um Akten über eine V-Person, die das Ministerium dem Ausschuss bisher vorenthalten hat. (…) Nach Informationen der Zeitung soll ein Informant mit dem Decknamen „Krokus“ im Auftrag des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz von 2006 bis 2012 Informationen aus der rechten Szene beschafft habe. Dabei soll „Krokus“ frühzeitig auf rechte Gewalttäter hingewiesen haben, die mit dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn in Verbindung standen.« (SWR 27.5.201/07.28 Uhr)

Zwei Stunden später relativierte der SWR diese Meldung und berichtet in einem weiteren Artikel:

»Unklarheit über Unterlagen von V-Mann: Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat dem Innenministerium Baden-Württemberg vorgeworfen, seine Arbeit zu blockieren und Akten über einen V-Mann zurückzuhalten. Nach Informationen des SWR sollen die Unterlagen jedoch bereits am Freitag eingetroffen sein.« (SWR 27.5.2013/ 09.58 Uhr)

Wiederum eineinhalb Stunden später stellt der SWR noch einmal klar:

»Innenministerium hat Akten doch übergeben: Kurz vor Ablauf der Frist hat das baden-württembergische Innenministerium dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages doch die gewünschten Akten über eine V-Person geliefert. Zuvor hatte der Ausschuss den Vorwurf erhoben, seine Arbeit würde blockiert. (…) Die Ausschuss-Mitglieder hatten heftig kritisiert, dass die Herausgabe so lange dauerte. Denn eigentlich hätten die Akten bis zur letzten Beweisaufnahmesitzung des Ausschusses am 16. Mai vorliegen sollen. « (SWR 27.5.2013/ 11.29 Uhr)

Woher plötzlich diese Information stammt und warum sie nicht schon zwei Stunden vorher vom SWR veröffentlicht wurde ist unklar. Oder wurde gar erneut die Arbeit von Journalisten, die über den NSU-Komplex berichten, beeinflusst ?

Befragt nach einem vom WDR 5 abgesetzten Beitrag zur Arbeit des Untersuchungsausschusses, antwortete Christian Ströbele, Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Deutschen Bundestages zur Kontrolle der Geheimdienste:

” Davon, daß Beiträge von Journalisten mit Berichten zum NSU-Komplex nicht gesendet oder solche nicht gedruckt wurden, habe ich hin und wieder gehört. Den konkreten Inhalt der Beiträge kenne ich nicht. Näheres über die Gründe weiß ich auch nicht.” (Warum setzte WDR 5 Beitrag über NSU-Ausschuss ab ?)

„Akten zu V-Mann bereits beim NSU-Ausschuss“

Mehr Desinformation in einem Tweet ist kaum möglich, werte Tagesschau-Twitterer. Die Akten wurden am 25.4.2013 angefordert.

Warum werden Akten über eine V-Person „Krokus“, die frühzeitig auf rechte Gewalttäter hingewiesen hat, die mit dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn in Verbindung gestanden haben sollen, erst nach Beendigung der letzten Beweisaufnahmesitzung des NSU-Ausschusses am 16. Mai 2013 eingereicht?“ (Der Freitag vom 27.5.2013)

Man kann den Schweiß fast riechen, der im LfV und im Innenministerium ausgebrochen ist: Wie viele Akten geben wir weiter? Was wird uns bei einer weiteren Beweismittelmanipulation auf die Füße fallen?

Warum die Akten zur V-Person „Krokus“ nicht schon längst bei den Untersuchungsausschüssen liegen, warum man 2012 den Untersuchungsausschüssen Akten vorenthalten hat, was in den unterschlagenen, nun übersandten Akten steht, was aus den Akten möglicherweise – und dann wie immer versehentlich – entfernt wurde, wird sich  sehr genau überprüfen lassen:

Die V-Person „Krokus“ hat sich dazu sehr detailliert geäußert.

Die Entscheidung, erst einmal abzuwarten, hat einen einfachen und sehr sachlichen Grund: Nachdem die Existenz der V-Person „Krokus“ nicht mehr geleugnet werden kann, wird versucht, die V-Person unglaubwürdig zu machen, eine Informantin, die jahrelang das Vertrauen des LfV genoss. Weder das ist ungewöhnlich, noch die Tatsache, dass entsprechende Details über Zeitungen abgesetzt werden. Erinnert sei dabei an die Steuerfahnder in Frankfurt und  Gustl Mollath in München, die man für verrückt erklärt hat, um sie lebendig zu begraben.

So wurde über einen Journalisten die Behauptung lanciert, V-Person „Krokus“ sei 2010 „abgeschaltet“ worden. Woher will dies dieser Journalist wissen, wenn der Innenminister Gall (SPD) behauptet, man werde zu den Details nichts sagen? Will man testen, ob man mit dieser Version durchkommt?

Wenn dies so wäre, müßte in den verbliebenen Unterlagen z.B. ein unterschriebener Auflösungsvertrag abgelegt sein – oder?

Unter dem Titel: „Ein Monat für neun Ordner. ‚V-Person Krokus‘ will Hinweise auf NSU-Mord an Polizistin geliefert haben“ schreibt die Junge Welt vom 29.5.2013:

Im Gegensatz zu manch anderem vermeintlichen Tippgeber ist »Krokus« für die Dienste höchst real: »Die ­Existenz wurde bestätigt«, sagte Edathy. Nach Informationen der Schwäbischen Zeitung soll es sich um eine Frau handeln, die »in der linken, aber auch in der rechten Szene unterwegs war« und unterdessen in Irland lebt. Sie und ihr Lebensgefährte sollen neben den Hinweisen auf den Kiesewetter-Mord auch Informationen zum deutschen Ableger des amerikanischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan in Schwäbisch Hall geliefert haben.

Warum die Junge Welt die „Information“ der Schwäbischen Zeitung kolportiert, die V-Person ‚Krokus‘ sei in linken und rechten Kreisen „unterwegs“ gewesen, wodurch suggeriert werden soll, sie habe Informationen aus linken und rechten Gruppen an das LfV weitergegeben, ist schwer verständlich. Weder konnte die Junge Welt diese ‚Information‘ überprüfen, noch ist sie richtig.

Warten wir also erst einmal ab, was die Mitglieder im PUA in den neun Akten finden. Der richtige Zeitpunkt, sich zu den öffentlichen Festlegungen zu äußern, wird sich finden.

Wolf Wetzel

 

Advertisements

17 Antworten to “Krokus – das lange Leugnen hat ein Ende”

  1. Krokus Says:

    Die Behauptung von Innenminister Gall ist eine Lüge. Er wurde im Beschluss vom 25. April 2013 dazu aufgefordert, die Akten bis zum 10. Mai 2013 an den PUA zu übersenden.

    Die Spekulation des Innenministeriums und Landesamt für Verfassungsschutz Baden Württemberg, die Akten erst nach der letzten Sitzung des PUAs am 16 Mai 2013 zu übersenden, wurde zum Trugschluss für die Helfer und Helfershelfer der Rechtsextremen aus Baden Württemberg, nach 18 Monaten Lug und Betrug platzte dem PUA wohl nun der Kragen.

    Wir freuen uns schon auf Präsidentin des LFV BW Beate Bube, Innenminister Gall und VS Beamten Rainer Öttinger als Zeugen vor dem PUA in Berlin! Sowie den drei Beamten, denen Übereifer zum Verhängnis wurde und alle dienstlichen und privaten Kontakte zu Krokus u.a. untersagt wurden. Sowie den zwei LKA Beamten des Dezernates Staatsschutz, welche am 3 Mai 2012 Krokus mit Geheimnisverrates erpressten…..

    Wir möchten hier eindringlich dazu auffordern, dass den Menschen der Bundesrepublik Deutschland klar gemacht wird, dass es sich hier nicht um ein Spiel der schon krankhaft veranlagten Geheimdienste und Ermittlungsbehörden geht sondern um Rassistisch brutale Morde. 75 Jahre nach dem größten Verbrechen der Menschheit – dem Holocaust ziehen wieder braune Gestalten mordend durch die Republik. Es ist Bürgerpflicht, dem Einhalt zu gebieten!

    Diese Duckmäuser und hätten schon 1933 Einhalt gebieten können, wie heute versteckt man sich hinter Unkenntnis und „man habe doch nichts gewusst oder geahnt“ ……..

    In diesem Sinne, Krokus und Anhang!

  2. bobrobotboy Says:

    Müsste Krokus nicht wie Temme auch in München als Zeugin gehört werden ?

  3. dildoldi Says:

    Vielen Dank für den Link ! Noch unglaublicher als die eigentliche Story sind ja wohl die Kommentare ! Es scheint auch in den „Sicherheitsbehörden“ gottseidank noch Leute zu geben, die sowohl ihren Amtseid ernst nehmen als auch die Schnauze von den offiziellen Lügen voll haben, wahrhaft unglaublich, was da steht.
    MfG

  4. Wolf Wetzel Says:

    Ganz sicher: Dann würde u.a. die OLG/GBA-Behauptung, der NSU bestände aus drei Mitgliedern, in sich zusammenbrechen. Das ist ein grund, warum die Existenz von V-Person „Krokus“ so lange geleugnet wurde.

  5. Solingen, Böhnhardts Mutter und Ärger um Anne Will « Das NSU-Prozess-Blog Says:

    […] Blog des Berliner Politologen Hajo Funke erschien ein detailreicher Text von Wolf Wetzel (dessen Blog wir jetzt auch entdeckt haben) mit Fragen zur V-Person Krokus (siehe auch Medienlog von gestern). […]

  6. Lügen haben kurze Beine !!! Says:

    Wenn man Rechtsextreme mit gefestigter Haltung wie es Carsten Schulze und Holger Gerlach darstellen, in Zeugenschutzprogramme packt, bestehende Tatsachen verfälscht, braucht man sich nicht wundern, wenn das Verfahren vor dem OLG den Bach runter geht.

    Es mag ja sein, dass die beiden Neonazis ihre Aussagen dem Wunschdenken des BKA bzw. Bundesanwaltschaft anpassten, um einer weiteren Untersuchungshaft zu entgehen, nur bei einem derartigen Prozess, wo praktisch die gesamte europäische Presse genau hinsieht, der Ruf der BRD auf dem Spiel steht, ist derartige Vorgehensweise nur noch peinlich.

    Verwunderlich ist auch, dass die herrschenden Strukturen in BRD weiterhin mit Walze über alle bestehenden Tatsachen hinweg bügeln, immer noch die Vorgabe, diese rechtsextreme Zellstruktur habe aus drei Personen bestanden, ohne Rücksicht auf Verluste, hinausposaunen,

    Vielleicht fördert man die momentane Linie um das OLG Verfahren an die Wand zu fahren, die Hauptangeklagten müssten dann wegen Unverhältnismäßigkeit aus Untersuchungshaft entlassen werden und Geschichte wird begraben …..

  7. Frau Kächele und Frau Peters .:)) Says:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verfassungsschutz-im-suedwesten-gefahr-durch-radikalisierte-kleingruppen.f0dc94a0-5e20-416c-a099-08c836c99028.html

    Hinweise, laut denen nach dem Anschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn im Jahr 2007 aus der rechten Szene nach dem Zustand des schwerverletzten Beamten geforscht worden war, bezeichnete die Verfassungsschutzpräsidentin als „frei erfunden“

    Wirklich beeindruckend!!!
    Krokus und die inzwischen verifizierte Tatsache, dass rechtsextreme Täter, welche in den Mord an Michele Kiesewetter verstrickt sind, war laut LFV Cheffin Bube „Frei erfunden“ ???
    Es existieren zu diesem Punkt zwei weitere Zeugen !!!
    Wenn es frei erfunden ist (na ja, 9 Aktenordner über Krokus und Co. vielleicht hat sie wie diese Expertin Neumann auch falsche Unterlagen eingesehen und verwechselt, meint nunmehr – dass die Aktenordner mit freien Erfindungen des LFV geschmückt sind ….. )
    Dann kann diese LFV Präsidentin sicherlich den Namen der in Ludwigsburg zum damaligen Zeitpunkt (April 2007 bis Juli 2007) tätigen Krankenschwester vorlegen sowie eine Vernehmung dieser Krankenschwester? Wie sonst kommt Bube auf die Lüge, es wäre frei erfunden?

    Sie dementierte auch, dass ein angeblicher Ku-Klux-Klan-Ableger in Schwäbisch Hall von V-Leuten des Verfassungsschutzes gegründet worden sei. „Das kann ich definitiv ausschließen.

    Es wird Zeit, dass diese Dame ihre Papiere bekommt und in keiner BRD Behörde auch nur noch einen Aushilfsjob bekommt. Ferner sollte man sich überlegen, ob man ein Strafverfahren gegen diese Lügenbaronin einleitet!

    http://www.stimme.de/suedwesten/nachrichten/pl/Innere-Sicherheit-Verfassungsschutz-Verfassungsschutz-nbsp-NSU-Bezuege-in-den-Suedwesten-sind-noch-nebuloes;art19070,2802670

    Die Verbindungen der NSU-Terroristen um Beate Zschäpe nach Baden-Württemberg sind nach wie vor nebulös. Es erschließe sich bislang nicht, warum die Rechtsterroristen gerade zu bestimmten Personen im Südwesten Kontakte gepflegt hätten, sagte die Präsidentin

    Das ist nur noch dreist, wie hier Journalisten vorgeführt werden. (Und diesen Mist auch noch verbreiten ….)

    Wenn bestehende und ermittelte Tatsachen also weiterhin nebulös sind, für was brauchen wir dann diese Nullen und Nieten des LFV Baden Württemberg ???

    Bube soll sich beim Heron Verlag bewerben, dort kann sie für Roewer und Konsorten auf Tisch tanzen …..

  8. Wolf Wetzel Says:

    Vielen Dank für diese Quellen. Es wird also sehr spannend sein, was in den neun Akten zu „Krokus“ – nach den Bereinigungen – noch enthalten ist. Aber was dort möglichereweise nicht mehr zu finden ist, nicht mehr gefunden werden soll, ist nicht das Ende dieser Art der „Wahrheitsfindung“.

  9. Rotfront Says:

    Es gibt da inzwischen ein enormes Zurückrudern der Sicherheitsbehörden.

    1. Es sind nur zwei „Akten“ welche direkt zum NSU Bezug und „Krokus“ stehen. Hierin wird nun zwar eingeräumt, dass „Krokus“ das „Ausspähen des Polizeibeamten“ mitteilte, jedoch an einen Staatsschutzbeamten, welcher inzwischen in Rente lebt. Eigentlich ist das eine gute Meldung, da nun sicherlich ein offener Konflikt zwischen Polizei und Verfassungsschutz ausbricht. Anständigen Beamten der Polizei soll jetzt das Versagen in die Schuhe geschoben werden.

    2. Die Zeit von April 2006 bis Juli 2007 fehlt in diesen Akten komplett, hat man einfach unterschlagen. Es existieren zwar schon aller Beteiligten die Zeiteinteilung von 2006 bis 2009 was Rechtsextreme angeht, in den Krokus Akten fängt es jedoch erst 2007 an? (Alle Beteiligten, Innenminister Gall, Ex LFV Chef Schmalzl, Ex LFV Chef Rannacher bestätigten, dass Krokus ab 2006 eingesetzt war)

    3. Ups, es existiert kein Auflösungsvertrag in den Krokus Akten …..

    4. Die Geschichte wird noch besser, diese Neonazis Alexander Neidlein, Matthias Brodbeck, Stefan Rühle, Nelly Rühle (die laut Akten wohl eine Informantin war …) haben angeblich vor ein paar Wochen Strafanzeige gestellt und behaupten über andere Personen in einem Politikforum, dies wäre in Einklang mit LKA Stuttgart passiert, da die Sache mit Ausspähen frei erfunden wurde? Damit kann man davon ausgehen, dass es Verbindungen zwischen den LFV und den oben Genannten gibt.
    Unterschlagen haben diese Neonazis jedoch, dass Beate Zschäpe verifiziert (es gibt inzwischen drei Zeugen!) bei Matthias Brodbeck und dessen Freundin Sigrun Häfner im Sommer 2006 aufhältig war. Das ist wirklich beeindruckend, der zweite NPD Kader baden Württemberg hatte engen Kontakt zu Rechtsterroristen, welche zum damaligen Zeitpunkt schon mindestens 9 Menschen ermordeten!
    Übersehen hat diese Nazitruppe und deren Sprachrohr „Fatalist“ auch, dass es über das Gespräch im Mohrenköpfle Wolpertshausen einen weiteren Zeugen gibt sowie eine Tonbandaufzeichnung. Nelly Rühle gibt klar und deutlich zu (was auch von dem zweiten Zeugen bestätigt wurde) dass sie „Krokus“ im Vertrauen erzählte, dass der schwerverletzte Polizist Martin Arnold im Krankenhaus Ludwigsburg ausgespäht wurde. Es ist auch verifiziert, dass Stefan Rühle schrie, „diese Alte bringe ich um, der habe ich noch nie getraut“ und der Suppenkasper und Möchte gerne-Söldner Alexander Neidlein wollte „Krokus“ als Doppeltagentin benützen, um den Verfassungsschutz mit falschen Dingen zu füttern!

    Forciert werden diese Stories auf dem Politikforum nebenbei bemerkt von einem „Fatalist“ der hier den Namen „Rolf“ benützt. Und er dichtet schon geradezu lächerlich die besten Märchen dazu!
    Insgesamt sieht man dieses Politikforum inzwischen als „Thiazi“ Nachfolgeforum wo sich geisteskranke Rechtsextreme mit Holocaustleugnungen usw…. breit machen. Anonymus ist da aber schon dran .:)) Dann schauen wir mal, ob die veröffentlichen Figuren ohne Anonymität auch noch so eine große Klappe haben! Z.b. PUA und Christian Ströbele mit Weltverschwörungstheorien, angebliche Anzeigen dieser Neonazis (da hilft auch kein Löschen auf Facebook, das ist schon kopiert … und Facebook hat Antrag auf Datenaushändigung bzg. Stefan Rühle alias „No Rules“ usw….) die Luft für die Polizistenmörder von Heilbronn wird dünner und dünner und dünner …….

  10. Zeitungsleser Says:

    Herr Ministerpräsident Kretschmann und andere wissen doch längst um vieles
    und der Ministerpräsident hat es teilweise auch schon personalpolitisch in Regierungshandeln umsetzen können. Letztlich mußten nicht alle 4 im Frühjahr 2012, gar vorzeitig, gehen!

    Ist die Wahrheit so grausam, daß wir das alles nicht erfahren dürfen und besse wie Patienten „geschont“ werden, Herr Ministerpräsident?

  11. Krokus Says:

    Noch Fragen?

    DEUTSCHER BUNDESTAG

    2. Untersuchungsausschuss der
    17. Wahlperiode

    Berlin, den 07.06.2013

    Tel.: 030 227-39217 (Sekretariat)
    Fax: 030 227-30084 (Sekretariat)
    Tel.: 030 227-33308 (Sitzungssaal)
    Fax: 030 227-36332 (Sitzungssaal)

    Mitteilung

    Achtung!
    Abweichende Sitzungszeit!
    Die 73. Sitzung des Untersuchungsausschusses findet statt am:

    Donnerstag, dem 13.06.2013, 13:30 Uhr,
    Sitzungssaal: PLH 4.900
    Sitzungsort: Paul-Löbe-Haus, Paul-Löbe-Allee 2

    – Die Sitzung ist nicht öffentlich –

    T a g e s o r d n u n g
    1 Unterrichtung der BAO Trio (BKA) und der EG Umfeld (LKA BW) über die Ermittlungen im
    Mordfall Kiesewetter aufgrund eines Hinweises einer V-Person

    2 Beweisanträge

    3 sonstiges

    Sebastian Edathy, MdB
    Vorsitzender

  12. Zuschauer Says:

    Dieser Punkt wurde neben ca. 30 anderen Punkten schon im März 2013 an den PUA gesendet…..
    ___________________________________
    17.September 1997 Treffen der Quelle „Otto“ mit einem LFV Mitarbeiter wo angeraten wurde seitens „Otto“ eine Juliane Walther, die Verlobte eines Kameraden wäre, anzusprechen bezüglich einer Informantentätigkeit für das LFV, da sie finanzielle Probleme habe. Dieses Treffen fand am Nachmittag des 17 September 1997 im Hotel Restaurant Zwergschlösschen in Gera statt. (VP Otto BFV)
    __________________________________
    Wunder über Wunder, das Julchen ist vom staatlich subventionierten Holocaustleugner und Rechtsetrrorist Ralf Wohllebens Nazischnitte, die lückenlos dem LFV Thüringen über Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt berichtete?

    Wolf, der Staatsanteil tendiert eher Richtung 100% ….

  13. Zuschauer Says:

    Achim Schmid wurde laut „aufgefundenen Akten“ im LFV BW schon um 2000 auf die Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt angesetzt?

    Somit hatten die VS Behörden lückenlos Kenntnis über die Zellenstruktur?

    Nun überlegt man in BW, ob es einen Untersuchungsausschuss auf Landesebene geben soll?
    Spannende Sache, gerade der Innenpolitische Sprecher der Grünen Uli Sckerl, der bislang vertuschte, log und betrog, fällt dem IM Gall in Rücken. Typische BRD Politikclowns die je nach Bedarf Fähnlein im Winde spielen.

    Scheinbar ist der Konflikt zwischen LFV und LKA in BW offen ausgebrochen, da sich das LKA auch gegen IM Gall stellt. Man stelle sich vor, diese LFV Funktionen müssten ihre Kellerbestände vorlegen, wird sicherlich spannend das schwäbische Affentheater.

  14. Was mir heute wichtig erscheint #391 - Welcome @ trueten.de Says:

    […] des Stuttgarter Landtags. Ein Beitrag von Wolf Wetzel in der heutigen jungen Welt. Siehe auch: Krokus – das lange Leugnen hat ein Ende. Indessen stellt Prof. Hajo Funke die berechtigte Frage: "Scheitert der NSU-Untersuchungsausschuss […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s