18.10.2012 – Veranstaltung „Blinder oder tiefer Staat“

Nationalsozialistischer Untergrund/NSU  und blinder oder tiefer Staat

Wer die Enthüllungen rund um das Terrornetzwerk NSU verfolgt, wird von Mal zu Mal fassungsloser. Die Polizei lässt die späteren NSU-Mitglieder entkommen, als sie bei ihnen Sprengstoff findet, der Verfassungsschutz verhindert den Zugriff der Zielfahnder, die Vorfeldorganisation „ThüringerHeimatschutz“ ist von 40 V-Leuten unterschiedlichster Geheimdienste durchsetzt, V-Leute schleusen Geld zur NSU-Zelle.

Noch nie konnte ein Blinder (Staat) so gut sehen!


Nach der Selbstenttarnung des NSU beginnt das Schreddern der Akten bei den Geheimdiensten und auch nach Aufforderung der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse, vorhandenen Akten zu liefern, wird deren Existenz durch VS und MAD bestritten. Jede Woche eine neue Meldung.Wer blickt da noch durch?
Mit Martina Renner und Wolf Wetzel versuchen wir uns an einer Analyse der Vorkommnisse. Nicht um Recht zu haben, sondern um zu fragen, was das für unsere politische Praxis in der Arbeit gegen Neo-Nazis und sie stützende gesellschaftliche und staatliche Strukturen bedeutet.
Haben wir es mit einer Verkettung von geheimdienst-typischen Pannen zu tun, oder gibt es in Deutschland einen „tiefen Staat“, also eine Verknüpfung aus Kreisen der extremen Rechten, aus Geheimdiensten, Polizei und Politikern der inneren Sicherheit?
VeranstalterInnen: Aktionsnetzwerk Jena

18. Oktober 2012

Beginn 19 Uhr im Hörsaal 8 auf dem Uni-Campus in Jena:

http://www.aktionsnetzwerk.de/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=536:18102012-nsu-blinder-oder-tiefer-staat&catid=46:termine&Itemid=86

Einen Text zum „tiefen Staat“ findet sich hier: Zwischen blindem und tiefem Staat – Wo fängt Staat an, wo hört NSU auf?

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3 Antworten to “18.10.2012 – Veranstaltung „Blinder oder tiefer Staat“”

  1. bobrobotboy Says:

    In jedem Fall Lügender Staat:

    „Zu den polizeilichen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Bankraub in Eisenach am 4. November 2011 wird keine Stellungnahme abgegeben. Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz hat hinsichtlich der sog.
    Bombenleger von Jena, über die im Zusammenhang mit dem Bankraub in Eisenach am 4. November 2011 in der Presse berichtet wird, seit deren Abtauchen im Jahr 1998 keine Kenntnis über deren Aufenthaltsort.“
    (Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz 8.11.2001)

    „Landesinnenminister Geibert griff gegen 13.30 Uhr zum Hörer und erklärte Edathy den wahren Hintergrund, warum er nun Berge an ungeschwärzten Geheimakten des Verfassungsschutzes über die rechtsextreme Szene nach Berlin karren ließ – und der klingt schier unglaublich.
    Laut einem Gesprächvermerk Edathys hat Geibert sich Sorgen gemacht, dass „interessante Bestandteile“ dieser Akten hätten „verschwinden“ können, wenn Mitarbeiter seines eigenen Landesamts für Verfassungsschutz eine Vorauswahl getroffen hätten. Das Kopieren der umfangreichen Akten, so Geibert demnach, habe er nicht Verfassungsschutz-Mitarbeitern überlassen – sondern er beauftragte 80 Bereitschaftspolizisten damit.“
    (taz 11.10.2012)
    http://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/

  2. bobrobotboy Says:

    8.11.2011 muss es heißen.

  3. Wolf Wetzel Says:

    Danke für den Hinweis – aber wo gehört das richtige Datum hin?


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