Wir machen es – eine Lehrstunde des Staatsterrorismus

Wenn Regierungen ihre Freiheit in Blut baden –

Ein bewaffnetes Spezialkommando bekommt den Auftrag, auf fremdem Terroritorium einen Mordauftrag durchzuführen. Es dringt in der Dunkelheit in ein Haus ein, ermordet dort alle Anwesenden. Es sollen keine Gefangenen gemacht werden, es sollen keine Zeugen zurückbleiben.  Bis auf eine Person werden alle Opfer zurückgelassen. Nur eine Leiche wird mitgenommen. Ohne entdeckt zu werden, verläßt das Killerkommado den Ort und das Land, wirft die Leiche über dem Meer ab und meldet stolz seinen Auftagsgebern, dass der Auftrag erfüllt wurde.

Dieses Vorgehen deckt sich mit Todesschwadronen …

in vielen Ländern, wie in Lateinamerika, wo sie im Auftrag von Militärdiktaturen morderten. Dieses Schema deckt sich mit dem Terrorregime in Chile nach dem Putsch 1973, als vermeintliche und tatsächliche Gegner tot oder lebendig ins Meer geworfen wurden. Dieses Drehbuch deckt sich Morden der Mafia und ähnlich kriminellen Organisationen, die sich meist im Schutz staatlicher Institutionen bewegen.

Es ist die typische Handschrift von Terrorregimen: Sie scheren sich weder um nationales noch internationales Recht, sie verstoßen eklatant gegen internationale Völkerrechtsnormen.
In aller Regel leugnen sie eine direkte Beteiligung, lehnen jede Verwicklung ab.

Dieses Mal nicht. Im Gegenteil: Sie prahlen damit, sind stolz auf den Mordauftrag und auf ihre Beteiligung. Dieses Mal handelt es sich um die amerikanische Regierung, deren Präsident  Obama, deren Außenministerin Clinton live dabei sind,


als das Killing-Team einer US-Spezialeinheit in Pakistan den Auftrag erfüllt, Usama Bin Ladin zu ermorden, seine Leiche ins Meer zu werfen, während sie zur selben Zeit Krieg gegen das libysche Regime führen, mit der Begründung, dass es internationales Recht mit Füssen trete.

„All animals are equal but some animals are more equal than others.“ Georg Orwell, Animal Farm, 1945

„Wir machen es“ , US-Präsident Obama erteilt den Mordbefehl, 2011


Wolf Wetzel

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Eine Antwort to “Wir machen es – eine Lehrstunde des Staatsterrorismus”

  1. Was mir heute wichtig erscheint #270 - trueten.de - Willkommen in unserem Blog! Says:

    […] übergehen. Geht das wirklich so einfach? Fragt sich nicht nur Frank Benedikt, sondern auch Wolf Wetzel und Roberto J. De Lapuente äußern sich kritisch über das an Scheinheiligkeit, Heuchelei und […]


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