Ex-Ministerpräsident Uwe Barschel – die offizielle Selbstmordthese stirbt auf Raten

Uwe Barschel – die offizielle Selbstmordthese stirbt auf Raten

Seit zweieinhalb Jahrzehnten werden KritikerInnen, die den Mord an dem ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel für wahrscheinlicher halten als die Selbstmordthese, als VerschwörungstheoretikerInnen oder Konspirologen, also Spinner bezeichnet.
Wer genug Zeit hat und die Geduld nicht verliert, wird gelegentlich belohnt: 25 Jahre nach dem ›mysteriösen‹ Tod von Uwe Barschel kommt eine kriminaltechnische Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Uwe Barschel in seinem Hotelzimmer, wo er Selbstmord begangen haben soll, nicht alleine war:

Den Rest des Beitrags lesen »

30.3.2011 – Das Restrisiko der Atompolitik ist ein Kapitalverbrechen

Wenn das Kühlwasser der Atompolitik verdampft….

1945 warfen US-Kampfflugzeuge zwei Atombomben über die Großstädte Hiroshima und Nagasaki in Japan ab. Beide Städte wurden total zerstört. In den atomaren Todeszonen starben 100.000 Menschen sofort, Hunderttausende starben an den Folgen radioaktiver Verstrahlung.

In den 50er Jahren begannen japanische Regierungen mit dem Bau von Atomkraftwerken. Die Behauptung, die zivile Nutzung der Atomenergie sei mit ihrer militärischen Nutzung nicht vergleichbar, war ein wesentliches Argument für ihre Durchsetzung. Heute stehen über 50 Atomkraftwerke auf der japanischen Insel. Sie werden – auch von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) – als besonders sicher eingestuft.

2011 explodierten mehrere Blöcke des Atomkraftwerkes in Fukushima. Seitdem gelangt radioaktives Material entweder kontrolliert oder unkontrolliert in die Atmosphäre bzw. ins Erdreich. Ob die atomare Kernschmelze in den Reaktorblöcken noch unter Kontrolle gebracht werden kann oder ob der Kampf um die Eindämmung nur noch Handlungsmacht suggerieren kann, spielt für die Menschen in unmittelbarer und mittelbarer Umgebung der zerstörten Reaktorblöcke keine Rolle mehr. Die Menschen sind bereits radioaktiv kontaminiert, ihre Lebensgrundlage ist zerstört.

Ähnlich wie nach Tschernobyl 1986 wird weltweit koordiniert und improvisiert, beim Lügen, Täuschen, Vertrösten und irreleiten – ob in Japan oder Deutschland, ob bei japanischen oder internationalen Atomaufsichtsbehörden. Der Grund ist kein besonders mieser, sondern ein struktureller: Wenn das Ausmaß dieser atomaren Katastrophe bekannt wird, gibt es nicht nur für die japanische Regierung und die japanische Atomindustrie kein Überleben mehr.

Den Rest des Beitrags lesen »

20.3.2011- Die Mär von der friedlichen Nutzung der Atomenergie

In der Todeszone der Atompolitik


Dem nachfolgenden Text liegen folgende Thesen zugrunde:

Die Behauptung von der Beherrschbarkeit der Atomenergie ist widerlegt, selbst wenn man den idealen Fall annimmt, dass alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Das Restrisiko der Atomenergie ist nicht mit Technologien zu vergleichen, die ebenfalls mit einem solchen leben. Bekanntermaßen ist im Kapitalismus alles versicherbar – nur keine Atomkraftwerke. Nicht anders verhält sich mit der Haftungspflicht. Ausschließlich bei der Atomenergie existiert sie nicht – bzw. in einer lächerlich symbolischen Größe. Dieser haftungslose Zustand gilt in Deutschland wie in Japan:‭ ‬“Ein Gesetz von‭ ‬1961‭ ‬begrenzt die Haftung für Tepco auf‭ ‬120‭ ‬Milliarden Yen‭ (‬umgerechnet eine Milliarde Euro‭)‬,‭ ‬falls die Ursache für die Reaktorprobleme eine schwere Naturkatastrophe mit Ausnahmecharakter ist.‭ ‬Alle anderen Kosten müsste der Staat übernehmen.‭“‬ (FR vom‭ ‬29.3.2011‭)

Das Restrisiko kommt einer Kriegsdrohung (gegen die eigene Bevölkerung) gleich.

Die Behauptung, dass die zivile von der militärischen Nutzung der Atomenergie zu trennen ist, ist mehrfach widerlegt: Indien, Pakistan, Korea, Israel haben allesamt die zivile Nutzung der Atomenergie dazu genutzt, an das Material für eine Atombombe zu gelangen, mit Erfolg. Die zivile Nutzung der Atomenergie ist immer die Tür zur militärischen Nutzung.

Die zivile Nutzung der Atomenergie beinhaltet für alle Regierungen die Option auf die Atomwaffe.

Den Rest des Beitrags lesen »

13.1.2010 – Mit krimineller Energie zurück in die Atomkraft (aktualisiert)

Mit krimineller Energie (zurück) in die Atomkraft.

Wie viel kriminelle Energie war notwendig, um die Atomkraft durchzusetzen? Und wie viel kriminelle Energie braucht man, um an ihr festzuhalten?

Eine Bestandsaufnahme.

Den Rest des Beitrags lesen »

Ein fast perfektes Verbrechen (2006)

STAATSGEHEIMNIS
Vor 20 Jahren ereignete sich in einem Forschungszentrum in Geesthacht ein schwerer Atomunfall. Bis heute streiten dies offizielle Stellen ab

In diesem Jahr feiert ein staatliches Forschungszentrum sein 50-jähriges Bestehen und lädt dafür am 26. August zum Tage der offenen Tür: die GKSS (Gesellschaft für Kernenergieforschung; der hinfällige Namenszusatz “in Schiffbau und Schifffahrt” wurde beibehalten) in Geesthacht. “Zwischen 10 und 17 Uhr präsentieren wir Ihnen auf unterhaltsam-informative Art einen Einblick in die Vielfalt unserer Forschungsthemen.” Ein solches Jubiläum legt einen Blick in die betriebseigene Geschichte nahe, doch der spart das katastrophalste Ereignis in der Forschungsstätte einfach aus. Die GKSS müsste knapp drei Wochen später noch einmal Jubiläum feiern: Ein schwerer Atomunfall auf seinem Gelände jährt sich am 12. September zum 20. Mal.
Den Rest des Beitrags lesen »

Tschernobyl ist überall (2006)

Samstag, 26. April 1986, 1 Uhr, 23 Minuten, 40 Sekunden. Im Block 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl explodieren 180.000 Kilogramm hochradioaktives Material aus dem Inneren des Reaktors. Das entspricht der Menge von 1.000 Hiroshima-Bomben… Als die ferngesteuerten Maschinenroboter, die u.a. das Dach von den Graphitblöcken reinigen sollten (…) wegen der hohen Radioaktivität nicht funktionierten, wurde eine riesige Armee menschlicher Roboter eingesetzt, die Liquidatoren (…) Viele Liquidatoren, schätzungsweise zwischen 50.000 bis 100.000, sind gestorben, und 90 Prozent von ihnen sind schwer erkrankt. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 540.000 bis 900.000 junge Männer sind infolge von Tschernobyl schwer erkrankt.[1]

Chernobyl-Sarkophag

Der »größte anzunehmende Unfall« (GAU), der laut Atomindustrie einmal in 1.000.000 Jahren passieren könnte, ereignete sich gerade einmal 15 Jahre nach der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes in Tschernobyl. Er hat die »Restrisiko«-Logik auf tödliche Weise ad absurdum geführt – und Hunderttausenden von Menschen das Leben zerstört bzw. gekostet.
Den Rest des Beitrags lesen »

Die ungeklärten Ursachen für die weltweit größte Leukämiedichte in der Elbmarsch – ein selbst gemachtes Rätsel

Die ungeklärten Ursachen für die weltweit größte Leukämiedichte in der Elbmarsch – ein selbst gemachtes Rätsel

Knapp 30 Kilometer von Hamburg entfernt liegt die kleine Ortschaft Geesthacht, direkt an der Elbe. Von dort aus kann man auch das Atomkraftwerk Krümmel sehen, das die Elbe als Kühlwasser nutzt. Nur wenige Hundert Meter davon entfernt befindet sich ein staatliches Atomforschungszentrum, die GKSS (Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt). Im Gegensatz zum Atomkraftwerk Krümmel kann man die Anlage samt Forschungsreaktoren nicht sehen. Sie liegt gut geschützt im Wald und ist lediglich über eine Privatstrasse erreichbar.

»Im Kernkraftwerk Krümmel sind (…) erhöhte radioaktive Werte festgestellt worden. Wie HEW-Sprecher Johannes Altmeppen (…) auf Anfrage mitteilte, könne (…) ›definitiv ausgeschlossen‹ werden, dass der Anstieg der Radioaktivität im Werk selbst verursacht worden sei.«[1]


Diese kurze Nachricht bezog sich auf ein am 12. September 1986 registrierten Vorfall. Bereits einen Tag später schloss der Leiter des AKW Werner Hartel die Ursachensuche ab: Es bestände überhaupt »kein Grund zur Unruhe«[2]. Daran hielten sich alle, bis Anfang der 90er Jahre die ersten Fälle von Blutkrebs, vor allem bei Kindern auftauchten. Die Bürgerinitiative gegen Leukämie/BI wurde gegründet. Sie wollte sich mit der bisherigen Aufklärungsarbeit nicht abfinden und forderte eine unabhängige Untersuchung.

Den Rest des Beitrags lesen »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.