Der Schwarze Block kommt

voraussichtliche Ankunftszeit: 15.01 Uhr

Wir bitten die Verspätung zu entschuldigen *Wir bitten die Verspätung zu entschuldigen * Wir bitten die Verspätung zu entschuldigen *

Die Frankfurter Stadtregierung unter der Regentschaft von Petra Roth/CDU hatte allen BewohnerInnen und Schaulustigen für die Blockupy-Tage im Mai 2012 „über 2.000 Gewaltbereite“, also einen zu allem fähigen Schwarzen Block versprochen.
Am ersten Tag der Blockupy-Tage kam er nicht, die Stadtregierung bewies Irrsinn und begründete deren Abwesenheit mit der Anwesenheit von über 5.000 vermummten und schwerbewaffneten Polizisten.

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Die Inszenierung eines finalen Ereignisses

Die Bilder von der Auftaktkundgebung der G-8-GegnerInnen in Rostock am 2.6.2007 gingen um die Welt. Was ist dort genau passiert? Was wurde dort inszeniert? Was wurde verhindert, was wurde verpasst?

Die Inszenierung eines finalen Ereignisses – Die Reinkarnation des ›Schwarzen Blockes‹

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Der berüchtigte ›schwarze Block‹ führte am vorvergangenen Samstag einen Schlag gegen die Polizei, der das Land erschütterte wie seit den großen Demos der 80er-Jahre nicht mehr.
Der ›schwarze Block‹. Wer dazugehört, wer befiehlt – Hat der Geheimdienst versagt? Focus Nr. 24 vom 11.6.2007

Die Bilder von der Auftaktkundgebung der G-8-GegnerInnen in Rostock am 2.6.2007 gingen um die Welt. Den ZuschauerInnen durfte dabei Angst und Bange werden – vor der »neuen Qualität der Gewalt« (FAZ), die wahlweise von Autonomen, Schwarzvermummten, Hooligans, Gewalttätern, summa summarum vom »Schwarzen Block« ausgeübt wurde. Die Botschaft dieses Medien-Splatters namens »G-8-Schlacht« war schlicht: Nicht das größte Polizeiaufgebot seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland, nicht das totale Demonstrationsverbot rund um Heiligendamm, nicht die Militarisierung eines politischen Konfliktes stellen eine Gefahr für Demokratie und Grundrechte dar, sondern ein ›wehrloser‹ Staat, der fast vor dem »Schwarzen Block« kapituliert hätte…

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Eine Start- und Landebahn für den militanten Widerstand?

Eine Start- und Landebahn für den militanten Widerstand?
Eine von vielen Geschichten aus der Startbahnbewegung

Wenn im Folgenden von ‚wir‘ die Rede ist, dann ist damit kein homogenes ‚wir‘ gemeint. Vielmehr hat sich der Autor in den ca. fünf Jahren, auf die im Folgenden zurückgeblickt werden soll, in vielen ‚wir’s‘ bewegt. Das ‚wir‘ kann für sich also nur einen gemeinsamen Prozess, einen Blickwinkel auf die Startbahnbewegung in Anspruch nehmen.

Anfang 1980 sah die politische Situation in Frankfurt wahrlich deprimierend aus. Die Sponti-Szene hatte sich zu dieser Zeit fast komplett parlamentarisiert. Sie war für uns kein Ausgangs- oder gar Bezugspunkt mehr. Auch die militanten Zusammenhänge, die sich dieser Entscheidung verweigerten, waren für uns nicht greifbar. Einzig und alleine das ‚Erbe‘ des Häuserkampfes 1970-74 hatte für uns noch eine gewisse Ausstrahlung.
Wir mussten bei Null anfangen

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Der Schwarze Block

Jamaica, den 29.7.1981

Schwarzer Block

Urlaubsadresse:

Black Beach

Jamaica

Black box 883

Sehr geehrter Herr General Bundesanwalt Dr. Rebmann,

wir waren bis heute in bester Laune

wir machten Urlaub mit fetziger Reggaemucke

bei strahlender Sonne

und wären fast

schwarz geworden

Und dann dieses BILD

»Es war klug durchdacht!

Ein Riesenaufgebot von Polizisten rückte an.

Alle glaubten,

es gehe ausschließlich um das besetzte Bundesbahnwerk in Nied.

Während die Räumung begann

führten Anti-Terror-Spezialisten einen Schlag

gegen mutmaßliche ›RAF-Helfer‹ –

gegen den ›Schwarzen Block‹.

1000 Beamte waren unterwegs.

Sie durchkämmten (auf richterlichen Beschluß) 40 Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet.

Ihr Auftraggeber:

Generalbundesanwalt Rebmann.« (BILD vom 29.7.1981)

Nun haben Sie also

in unserer Abwesenenheit zum großen Schlag

ins Wasser

ausgeholt

Sie haben eine Führungszentrale in Rossbach ausgehoben

Das Grundstück nach Waffendepots umgegraben

Eine Bombenwerkstatt gesucht

Das besetzte Gelände ›Intercity Nied‹ durchkämmt

Die schwarze Nadel im Heuhaufen gesucht

Sie haben mächtig auf die Kacke gehauen

vier zu Terroristen erklärt

und in den Knast geworfen

Echt starke Geste

Nun

alles der Reihe nach

Das Jagdschloss in Rossbach

wir haben es uns in der Zeitung angeschaut

echt übersehen

gefällt uns

Wir brauchen zwar keine Zentrale

Aber so ein schönes Haus in idyllischer Lage

mit zentraler Verkehrsanbindung

suchen wir schon lange

Zum Zweiten:

Sie habens auf den Punkt gebracht

was unter uns (gesagt)

seit Jahr und Tag ungelöst ist:

Wer sind wir?

Was verbindet uns?

Was unterscheidet uns?

Respekt, Respekt,

Sie haben des Rätsels Lösung:

Der Schwarze Block ist schwarz

weil schwarz gekleidet

er ist ein Block

weil er geschlossen auftritt

Ein bischen grob

aber einfach zu merken

Apropo politischer Farben- und Mengenlehre

Könnten Sie uns die Adressen vom

Schwarzen Freitag

Schwarzen September

und von

Black Panther

zukommen lassen?

Danke

Bei allem schwarzen Humor

Eines haben wir überhaupt nicht verstanden

Sie werfen uns vor

mit der RAF eine oder gemeinsame Sache zu machen

Mal unter uns:

Rote Armee Fraktion

Schwarzer Block

Beißen sich da nicht die Farben?

Wollen Sie das wirklich.

In Feuer und Flamme Ihr Schwarzer Block

Der Offene Brief wurde im Plasterstrand, Nr. 112, August 1981 abgedruckt.

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