Sieben zerstörte Polizeifahrzeuge – eine Milieutat

Sieben zerstörte Polizeifahrzeuge – eine Milieutat

Am Vorabend des 1. Mai 2013, kurz nach Mitternacht, wurden in Frankfurt sieben abgestellte Polizeifahrzeuge mutwillig angezündet und teilweise komplett zerstört. Laut Polizeiangaben handelte es dabei um Einsatzfahrzeuge der bayerischen Bereitschaftpolizei. Auf bis zu 500.000 Euro schätzt der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) den Schaden, den Brandstifter dabei angerichtet hatten.

Sieben ausgebrannte Polizeifahrzeuge – Ermittlungen in alle Richtungen – eine für nicht möglich gehaltene Wendung:

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23.7.2010 – Ver-Fassungslos

Für Bodo

und viele andere


Man kann die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland

für einen schlechten Witz halten

angesichts dessen

was sie hätte hinter sich lassen müssen.

Man kann sie für einen elenden Kompromiss halten

damit all die Filbingers, Gieseckes und Schleyers weitermachen konnten,

nahtlos, straflos, erfolgreich.

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8.4.2011 – In Gedenken an Juliano Mer Khamis

Juliano Mer Khamis, Direktor des Freedom Theatre Jenin (1958–2011)

Er wurde am  4. April 2011 auf offener Straße im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin erschossen.


Seine wunderbare,

sich im Absurden bewahrheitende ethnische Gleich-Gültigkeit

hat ihm das Leben gekostet:

„Ich bin 100 prozentiger Jude und 100 prozentiger Palästinenser“


Der Kampf um eine befreite Gesellschaft,

die sich jenseits nationaler Zugehörigkeit entwickeln und behaupten muss,

wird – hoffentlich – überleben.

Wolf Wetzel

25.11.2009 -Nachruf auf Joschka Fischer

Vom Street- zum Businessfighter

»Ich gebe zu:

Ich mag Grenzüberschreitungen und

hasse eingefahrene Schützengräber.

Ich sag’ immer:

Lass mal in den anderen Graben rübergucken,

vielleicht geht da was[1]

Dieses ungezwungene Geständnis machte der Ex-Außenminister Joschka Fischer

im Jahr 2009 gegenüber der FAZ

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SOKO ›Kapitalverbrechen‹ nimmt ihre Arbeit auf

Wenn man ein paar Handtaschen klaut, wird man zu drei Jahren Knast verurteilt. Wenn man Milliarden Euro mit Finanzgeschäften in den Sand setzt, bekommt man Staatshilfe. Das soll sich jetzt ändern!

Boni-Jet-Set

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30.6.2009 – Michael Jackson – Eine tödliche Verwechslung

Eine tödliche Verwechslung

Michael Jackson

ist an einer Überdosis Second Life gestorben:

Er hat das Leben als King of Pop

das Leben auf seiner Neverland-Ranch

für das wirkliche Leben gehalten

Michael Jacksons Second Life

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24.6.2009 – Krieg ist Frieden

Wiederaufbau-Fallen

Seitdem

Deutschland auch am Hindukusch[1] verteidigt wird

sterben deutsche Soldaten in Afghanistan.

Einfach so, irgendwie.

++

Nun sind

Drei deutsche Soldaten bei Kundus

gefallen[2]

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Für den Frieden

weiß der Verteidigungsminister Jung

++++

Was machen Soldaten dann im

Krieg?

+++++

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EM-Löw(e)

Veröffentlicht in 08-Ver-Dichtung, Collagen, Politik. Schlagwörter: , . 1 Kommentar »

33 + Aly = 68

33 + Aly = 68

Nun hat auch der Historiker Götz Aly

die breite Schneise gefunden

die Totalitarismustheoretiker

vor ihm geschlagen hatten

In deren Geisterwelt sind Faschisten und Linke irgendwie

auf jeden Fall eins

ergo die tatsächliche Todfeindschaft

die Ermordung von Kommunisten, ihre Internierung in KZs …

ein großes Missverständnis

das völlig unnötig gewesen wäre

hätten die Hitlers und Goebbels

nur einen dieser gescheiten Totalitarismusgelehrten an ihrer Seite gehabt

Schwamm drüber

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Vorzeitige Besitzeinweisung – in die Villen von W. Bender und R. Koch

Ein juristischer Rund- und Probelauf

In allen Auseinandersetzungen um die verschiedenen Ausbauphasen des Frankfurter Flughafens stand und steht ein Rechtsartikel im Mittelpunkt der politischen Debatte: Der sogenannte Sofortvollzug bzw. die vorzeitige Besitzeinweisung.

Die Prominenz dieses Rechtstitels hat einen einfachen Grund: Der Frankfurter Flughafen braucht für seine Erweiterungen Wald,  in diesem besonderen Fall Bannwald, der  ihn umgibt. Diese Waldstücke befinden sich im Besitz der jeweiligen Gemeinden. Da sich diese seit den 80er Jahren weigerten, Gemeineigentum an ein Großunternehmen zu verkaufen, mussten Enteignungsverfahren eingeleitet werden. In aller Regel beanspruchen solche Verfahren einige Jahre. Um diese abzukürzen bzw. zu Erwartendes vorwegzunehmen, griff die FAG in der Vergangenheit, greift die FRAPORT heute auf den Artikel § 116 BauGB zurück, das »aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit« eine vorzeitige Besitzeinweisung durch die Enteignungsbehörde erzwingen kann. Die Gerichte, die (Jahre) später über die Rechtmäßigkeit des Enteignungsverfahrens zu entscheiden haben, mussten/müssen dann nur noch das Possenstück zu Ende bringen: über ein Ergebnis befinden, das sie ergebnisoffen zu prüfen haben.

Was sich auf den ersten Blick durchaus schwierig bis bipolar anhört, möchte ich an einem (naheliegenden, aber nicht wirklichkeitsnahen) Beispiel durchspielen.

Wahlkampfplakat der CDU in Hessen 2008

Wahlkampfplakat der CDU in Hessen 2008

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