Pussy Riot – zwischen Rührung und Wunschproduktion

Dank der vielen Bilder und Berichte über den Prozess gegen drei Mitglieder von Pussy  Riot, dank der Liveberichterstattung aus dem Verhandlungssaal russischer Gerichtsbarkeit, möchte man am liebsten sofort und bedingungslos solidarisch sein. Wer sehnt sich nicht nach Menschen, die staatlicher Repression trotzen, keine Reue zeigen?

Wer möchte nicht am liebsten alle Zweifel und Bedenken in den Wind schlagen?

Dieser Text versucht, beidem gerecht zu werden.

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2.2.2011 – ›Mubarak, hau ab. Das Flugzeug steht schon bereit‹

Slogan der ägyptischen Protestbewegung 2011

Jahrzehntelang haben europäische Regierungen und die USA das Regime Mubaraks unterstützt – politisch, militärisch und wirtschaftlich. Das ägyptische Regime galt lange als ›verlässlicher Partner‹ und als best-bewachtes Ferienparadies hatten auch Touristen etwas davon. Alle haben sie ihn geherzt, durch alle Regierungslager hindurch: Ex- Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ex- Außenminister Steinmeier  genau so wie die aktuelle Bundeskanzlerin Merkel und der Bundespräsident Köhler. Sie wußten, dass das Regime ein Folterregime ist, jede Opposition erbarmungslos bekämpft und die Presse- und Meinungsfreiheit unterdrückt. Aber solange Diktaturen die Interessen des Westens befriedigen, hat man nichts gegen Diktaturen, man hält sie an der Macht.

Jetzt entdecken europäischen Regierungen nicht nur Öl (durch den Suezkanal wird täglich 5 Prozent des weltweiten Erdölbedarfs transportiert), geostrategische Interessen und paradiesische Geschäftsbedingungen, sondern auch ihr Herz für den “Freiheitswillen des ägyptischen Volkes”.

Auch von fehlender Meinungs- und Pressefreiheit in Ägypten ist nun die Rede. Hört, hört! Wieviele auflagestarke (regierungs-nahe) Zeitungen haben in den letzten 30 Jahren hier in Deutschland über die Diktatur in Ägypten berichtet? Wieviele Zeitungen und Medien haben die Menschen hier genau so belogen wie die Staatspresse in Ägypten?

Mehr Scheinheiligkeit hat auch Mubarak nicht zu bieten. Ausgerechnet der deutsche Außenminister Guido Westerwelle fordert nun das Regime dazu auf, den »Wandel in Richtung Demokratie« (Tagesschau vom 2.2.2011) einzuleiten, der jahrzehntelang – mit Unterstützung des ›Westens‹ verhindert und blutig unterdrückt wurde.

Diktaturen sind eben nur so lange nützlich und haltbar, wie sie Erfolg haben! Jetzt schauen sich alle europäischen Regierungen nach geeigneten “Führern”, die man ganz schnell in die Oppositionsbewegung implantieren kann – bevor es zu spät ist.

Was haben die europäischen Regierungen nicht alles für (wirtschaftliche und politische) Sanktionsmaßnahmen, wenn es um Diktaturen und Regime geht, die nicht zu ihren Diensten stehen! Hunderte Menschen sind in Ägypten schon ermordet worden, Tausende verletzt, das Regime Mubarak schickt seine Schlägertrupps los, und weder die europäische Union, noch die deutsche Bundesregierung beschließen Sanktionsmaßnahmen, die sehr wohl das Regime treffen würden.

Die Stunden des diktatorischen Regimes sind gezählt…. und die Heucheleien europäischer Regierungen hoffentlich auch. Die Mubaraks des Westens, Berlusconi und Sarkozy z.B. stehen dem korrupten Regime in Ägypten in nichts nach.

Hier einige Eindrücke aus Ägypten – vor den Tagen des Zornes:

http://www.ipernity.com/doc/wolfwetzel/album/223298

7.7.2010 – In Gedenken an Fritz Teufel

“Wenn’ s der Wahheitsfindung dient…”  … ein B-libi

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9.7.2010 – Das Sommermärchen ist zuende – auch auf dem Rasen

Die deutsche WM-Elf kurz vor ihrem Ausscheiden.

23.12.2009 – Grüße ins neue Jahr hinein

Ich danke euch für die stille und aktive Teilnahme und für das Verbreitern eines Netzeswerkes,

das eines Tages das Monopol der Bewußtseinsindustrie seiner eigenen Idiotisierung überläßt.

Dieses Netzwerk ist wichtig -

virulent wird es, wenn es das Netz(-auge) verläßt.

2009

21.12.2009 – Arsch-kaltes Klima

Eiskalt abserviert

Die Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 ist am Ende

6.12.2009 – Alle reden von der Klimakatastrophe

Das ist der aktuelle Beitrag der Lufthansa zur Klimakonferenz in Kopenhagen 2009.

Im Hintergrund ist der gerodete Kelsterbacher Wald zu sehen, der einer weiteren Landebahn Frankfurts Megahubflughafen im Wege stand.

Wer sehen will, wie Politiker den Weg dafür ebneten und in Kopenhagen den Vorreiter in Sachen Klimaschutz spielen wollen, der möge sich durch diese Foto-Geschichte führen lassen:

http://www.ipernity.com/doc/wolfwetzel/album/125889


8.5.2009 – FRAPORT-Regierung feiert – Eine Fotostory

Die FRAPORT-Regierung läd ein und durch….

01-Sponsoren-Regierung

Am 8. Mai 2009 lud die FRAPORT-Regierung – ein Mix aus wählbaren und unwählbaren Mitgliedern – zum ›Ersten Spatenstich‹ auf dem Gelände der geplanten neuen Landebahn Nord-West des Frankfurter Flughafens ein.

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10. -12.4.2009 Plakataustellung “Heuschrecken und andere Lehren”

Vom  10.4. – 12.4.2009 findet im Rahmen des anarchistischen Kongresses in Berlin-Charlottenburg, TU, Strasse des 17. Juni 145, eine Plakataustellung statt.

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